8. Weltkongress – 21./24.06.2021 in Zollikofen/Schweiz

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Dieses Jahr fand der 8. Weltkongress zur „Conservation Agriculture“ in der Schweiz vom 21. bis 23. Juni 2021 in Bern als Online-Veranstaltung statt. Insgesamt nahmen an dem Kongress 784 Teilnehmern aus landwirtschaftlichen Verbänden, internationalen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Organisationen, aus dem privaten Bereich und NGO`s aus mehr als 80 Ländern teil.

Hier traf sich die Community der „Conservation Agriculture“, um ihre Erfolge zu feiern, bestehende Herausforderungen zu benennen und Ziele zu formulieren. Dem Online-Kongress schlossen sich zwei Feldtage zur Direktsaat an, organisiert von Swiss-NoTill. Der Kanton Bern ist über die Landesgrenzen hinweg bekannt für seine Direktsaat. Dort gibt es langjährige Versuche in Oberacker.

Der gewachsene Boden ist eine begrenzte, knappe und nicht erneuerbare Ressource. Böden sind die Basis der Produktion für gesunde Nahrungs- und Futtermittel und ursprüngliche Wälder, ein Puffer im globalen Wasserkreislauf, Filter für reines Trinkwasser, globaler Kohlenstoffspeicher, Lebensraum mit großer Biodiversität und Element von natürlichen Landschaften. Direktsaat ist ein multifunktionales System, das diese Funktionen unterstützen kann. Inzwischen gibt es über 200 Mio. ha „Conservation Agriculture“ weltweit (102 Länder, Stand 2018/2019). Vor gut 10 Jahren war man bei etwa 100 Mio. ha. In Europa ist der Anteil von 4 % auf 16 % gestiegen. Vor dem Hintergrund eines möglichen Verbots von Glyphosat muss man sehen, wie sich die Direktsaat in Zukunft entwickelt.

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Derzeit ist der Zuwachs an Mitgliedern bei der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB) e.V. in Deutschland groß, gerade wegen des Interesses an der Direktsaat. Sarah Singla, Landwirtin aus Frankreich, sagte auf dem Kongress, dass Direktsaat ohne Glyphosat in Europa nicht möglich sei. Nach Amir Kassam ist es das Ziel, bis 2050 ungefähr 50 % der Ackerfläche mit Hilfe von „Conservation Agriculture“ zu bewirtschaften. Die FAO fördert die Direktsaat, die sowohl für Klein- und auch Großbauern geeignet ist. Unter anderem durch publizistisches Know-How und durch Beteiligung an zahlreichen Projekten.

„Conservation Agriculture“ ist ein System auf Grundlage von 3 Prinzipien, die weltweit angewendet werden können. Hierzu gehört minimaler Bodeneingriff, permanente organische Bodenbedeckung, Diversität der Fruchtarten (Fruchtfolge, Zwischenfrüchte etc.), siehe hierzu auch http://www.fao.org/conservation-agriculture/overview/principles-of-ca/en/.

Eine große Rolle spielen Netzwerke und der Austausch unter Praktikern für Anwendung und die Verbreitung in der Landwirtschaft sowie praxisnahe Versuche und Beispiele. Denn gerade, wenn man ein neues Bewirtschaftungssystem einführen möchte, benötigt man Beispiele und Lösungen. wie es auch auf dem eigenen Betrieb funktionieren kann. Bis sich der Boden auf das System Direktsaat umgestellt hat, dauert es etwa 5 Jahre. Viele Redner berichteten, dass neben Arbeitszeit vor allem Ersparnisse an Maschinen, Kraftstoff, Dünger und Pflanzenschutz zu verzeichnen sind. Beim Pflanzenschutz beträgt das potential bis zu 30 %.

Mit der Umstellung auf Direktsaat folgt eine Erweiterung und Diversifizierung der Fruchtfolge und eine Förderung des Bodenlebens. Besonders eindrücklich zeigte ein Vortrag aus Dänemark wie durch Direktsaat Bodenleben, Insekten und Bodenbrüter geschützt werden können und so mehr Biodiversität, im Vergleich zu gepflügten Flächen, möglich ist. Die Feldlärche z. B. war wesentlich häufiger auf den Direktsaatflächen anzutreffen und die Käfer wesentlich größer in ihrem Wuchs. In dem Projekt wurde Ökonomie und Biodiversität untersucht.

Beim Thema Kohlenstoff und Humusaufbau muss man sich klarwerden, welche Ziele man verfolgt. Möchte man möglichst viel Kohlenstoff speichern oder einen lebendigen Boden, der reich an Bodenleben ist. Eine gute Bodenstruktur ist der Schlüssel für den Humusaufbau, so Gernot Bodner. Auch in diesem Jahr haben uns erneut die Starkregenereignissen als auch die auftretenden Trockenperioden gezeigt, wie wichtig „Conservation Agriculture“ ist und werden wird.

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„Healthy soils are the very heart of healthy lives and a healthy planet”

(Gesunde Böden sind das Herzstück von gesundem Leben und einem gesunden Planeten)

 

Die Deklaration der 8WCCA können Sie in deutsch oder englisch nachlesen. Einfach auf das linke oder rechte Bild klicken.

 

Hier geht es zur 8WCCA-Website: Homepage 8th World Congress on Conservation Agriculture und hier zur Homepage unserer Partnerorgansation: SWISS NO-TILL.

In Vorbereitung auf die 8WCCA organisierten die FAO und die European Conservation Agriculture Federation (ECAF) eine Reihe von Online-Webinaren und regionalen Diskussionen, um das Bewusstsein für die Konzepte und Praktiken der Conservation Agriculture (CA) zu schärfen.

Webinare zum 8th World Congress on Conservation Agriculture (8WCCA) Weltkongress

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Kontakt

Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.V. (GKB) Hauptstr. 6 - 15366 Neuenhagen
(49) 03342 / 422 130
(49) 03342 / 422 131

 

 

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