Absterben von Weizen nach Direktsaat im Rotschwingelbestand

low-tiller
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Absterben von Weizen nach Direktsaat im Rotschwingelbestand

Beitrag von low-tiller » Sonntag 21. März 2010, 09:33

hallo ,
ob striegeln oder walzen , beides wäre hier nur ein wiederbelebungsversuch an toten !
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nord-östliches niedersachsen , leichter heidesand grundwasserfern und flußmarsch grundwassernah , bis auf neu übernommene flächen 100 % notill , scheibendrille mit unterfußdüngung und 25cm reihenabstand , low-tech und low-input .

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Absterben von Weizen nach Direktsaat im Rotschwingelbestand

Beitrag von low-tiller » Sonntag 21. März 2010, 09:34

hier noch eines
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nord-östliches niedersachsen , leichter heidesand grundwasserfern und flußmarsch grundwassernah , bis auf neu übernommene flächen 100 % notill , scheibendrille mit unterfußdüngung und 25cm reihenabstand , low-tech und low-input .

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Absterben von Weizen nach Direktsaat im Rotschwingelbestand

Beitrag von low-tiller » Sonntag 21. März 2010, 15:56

ulikum hat geschrieben:Und noch eins:

Aus Erfahrung lernt man: Weizen nach Rotschwingel, Aussaat 16.010.2009 350 Körner.
Feldaufgang am Rand ca. 70 % in der Feldmitte ca. 25%.
Die Körner sind einfach nicht mehr da.
Kein Saatgut, keine Pflanzen nichts.!
Rotschwingela21.03 011.jpg
Rotschwingel21.03 010.jpg
ich liebe diesen erfahrungsaustausch !
ulikum , war der weizen vor dem schnee noch da , oder schon im herbst verschwunden ?
ich habe einen schlag ww nach rotschwingel in ds , der sich im dezenber noch vervorragend präsentierte und nach der schnee schmelze nich mehr da ist !?
mäuse? fehlanzeige , keine baue , keine spuren aber auch keine spur mehr vom weizen , so etwas habe ich noch nie gesehen !
auf anderen flächen hat der no-till weizen auch sehr gelitten , aber es sind wenigstens sind noch "leichen" zu sehen oder pflanzen die wieder austreiben .
ich habe noch weizen , der nach kartoffeln in mulchsaat bestellt wurde , hier sind die auswinterungsschäden nicht so verherend wie nach no-till ! ist vieleicht doch nicht alles gold was glänzt in sachen no-till und vorfrucht ?
sorry , aber ich habe einfach keine erklärung im gegensatz zu ortsansässigen landwirten , aber deeren erzkoserv. frasen möchte ich den usern hier ersparen !
gruß jürgen mayer
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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von tomte » Sonntag 21. März 2010, 17:42

Sieht schon ganz schön "unlebendig" aus, aber ist die Wurzel wirklich tot? Was würdet ihr als "Todesursache" geltend machen? Kann mir das gerade nicht so ganz erklären/vorstellen und habe das so auch noch nie gesehen. Welche Sorten waren das?
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

ulikum
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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von ulikum » Sonntag 21. März 2010, 18:32

Der Weizen (nach Rotschwingel) war in der Tat am Anfang des Winters noch da. Kurz vor dem Schnee also ca. 16 Dez. war ein Feldaufgang von ca 75 % vorhanden.
Jetzt nach dem Schnee ist nichts mehr da. wenig Leichen, leere Hüllen vom Weizen, Mäuse ebenfalls Fehlanzeige, kaum Gänge, habe so etwas in meinem Leben noch nicht gesehen.

Beim Z-Saatgut sieht die Sache anders aus, da war schon im Herbst absehbar das etwas nicht stimmt.
Der Zuständige Vermehrer hat sich die Sache angesehen und einen Technischen- oder Bedienungsfehler bei der Aussaat für das Dilemma verantwortlich gemacht.
Da ich die Maschine im Herbst das erste mal eingesetzt habe konnte ich auch schlecht was dagegen sagen.
(Meine Meinung ist aber schlechtes Saatgut.)

Beim Rotschwingel tippe ich trotz allem auf Mäuseschäden, und oder (was aber ehe unwahrscheinlich ist) auf Spritzschäden.
Der Rotschwingelbestand wurde zwei Jahre genutzt und musste im Herbst zweimal mit Roundup behandelt werden da durch das Lager bei der Ernte zu viel Samen ausgefallen war der dauernd neue gekeimt hat. (Rückstände von Roundup in der Mulchschicht?)
Weitere Lösungen fallen mir zur Zeit nicht ein.
Zuletzt geändert von ulikum am Montag 22. März 2010, 08:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von Stefan » Sonntag 21. März 2010, 19:16

Hallo Herr Mayer, Hallo Herr Schleiter,
ich kann mir nur die Round-up-Problematik vorstellen, wie von Herrn Steinert im Editorial der LOP beschrieben. Meine ZWF habe ich alle schön mit dem Grubber "umgelegt" und das ca 10 Tage vor der Saat. Somit waren es optimale Bedingungen für die Saat (Scheibenschardrille JD 750 A), mit keinerlei Nebenwirkungen....und Schnee hatte es bei uns auch genug (20cm gechlossene Decke, mehrere Wochen).
Kann man in den abgestorbenen Weizenpflanzen das Glyphosat eigentlich nachweisen?
Ansonsten, mein Beileid
gruss
SD

- Landwirtschaft nah an der Natur -
Mulchsaat, Konventionell, LUZ (25%), Getreide (50%), ZR (25%), ZWF nach Getreide, Nordbayern, Trockengebiet

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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von ulikum » Sonntag 21. März 2010, 20:21

Hallo Herr Mayer,
mir ist da noch etwas eingefallen,
wie wäre es mit Schneckenfraß?
bei uns kam der Schnee und danach der Frost. Der Boden war noch relativ warm und die dicke Mulchauflage ca 3 bis 5 cm, und dann der Schnee haben wunderbar isoliert. Bei uns war der Boden den ganzen Winter über nicht gefroren. Deshalb könnte ich mir auch Schneckenfraß vorstellen.
Dann wäre das doch ein Problem der Direktsaat, zumind. in diesem Jahr, ist ja auch nur beim Rotschwingel mit dicker Mulchauflage aufgetreten.
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Herbert Pickel
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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von Herbert Pickel » Sonntag 21. März 2010, 21:23

Hallo.

Die Rotschwingelnarbe ist so sauer ( pH 4,0 ) dass keine Kultur mehr aufkommt. Problem von Notill wenn der Rotschwingel als Vorfrucht dient. Vielleicht ist die Glyphos Anwendung noch das i Tüpfelchen.

Gruss
Herbert
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
bis 40 Bodenpunkte, Frühjahrstrockengebiet, Großraum Erlangen

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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von ulikum » Sonntag 21. März 2010, 23:45

Herbert Pickel hat geschrieben:Hallo.
Die Rotschwingelnarbe ist so sauer ( pH 4,0 ) dass keine Kultur mehr aufkommt. Problem von Notill wenn der Rotschwingel als Vorfrucht dient. Vielleicht ist die Glyphos Anwendung noch das i Tüpfelchen.
Gruss
Herbert
Könnte die Auflaufschwierigkeiten erklären.
Aber das durch den niedrigen pH Wert die Samenkörner verschwinden glaube ich nicht.
Auch waren die Weizenpflanzen ja schon aufgelaufen.
Sie sind erst im Winter komplett verschwunden.
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Re: Frühjahrsdüngung 2010

Beitrag von ulikum » Montag 22. März 2010, 16:16

Hallo Herr Mayer,

wir waren heute mit unserem Pflanzenbauberater auf der Rotschwingelfläche.
Erst ungläubiges Staunen, dann nach genauerer Untersuchung die Prognose Schneckenfraß.
Also doch ein Problem von Direktsaat.
Das Vorgewende, welches zuerst gesät wurde hat einen Pflanzenbestand von etwa 200 Pflanzen je qm.
Also könnten dieses Jahr einige Faktoren recht unglücklich zusammengekommen sein.
Niedriger ph Wert wie von Herrn Pickel beschrieben, dann Rückstände von Roundup die zu Auflaufproblemen
geführt haben und zu Schluss die Schnecken.
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