round-up.......doch nicht das wahre?

Konrad Steinert
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von Konrad Steinert » Donnerstag 10. Dezember 2009, 13:21

Ich möchte goos da zustimmen. Genau da kommt es drauf an, Glyphosat nicht ständig in hohen Dosen einzusetzen, sondern nur bei Bedarf und in Kombination mit mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen, einer angepassten Fruchtfolge, selektiven Herbiziden in den Kulturen und unkrautunterdrückenden Zwischenfrüchten. Dann werden in der Regel nur geringe Mengen nötig sein und die Entwicklung von Resistenzen ist ebenso unwahrscheinlich wie auch eine Anreicherung der Abbauprodukte im Boden oder im Grundwasser. Roundup als alleiniges Herbizid in hohen Dosen auf die Stoppel und dann auch noch in der glyphosatresistenten Kultur führt über kurz oder lang zu den Problemen, die gegenwärtig diskutiert werden.
Dr. Konrad Steinert
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low-tiller
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von low-tiller » Donnerstag 10. Dezember 2009, 18:21

Konrad Steinert hat geschrieben:Ich möchte goos da zustimmen. Genau da kommt es drauf an, Glyphosat nicht ständig in hohen Dosen einzusetzen, sondern nur bei Bedarf und in Kombination mit mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen, einer angepassten Fruchtfolge, selektiven Herbiziden in den Kulturen und unkrautunterdrückenden Zwischenfrüchten. Dann werden in der Regel nur geringe Mengen nötig sein und die Entwicklung von Resistenzen ist ebenso unwahrscheinlich wie auch eine Anreicherung der Abbauprodukte im Boden oder im Grundwasser. Roundup als alleiniges Herbizid in hohen Dosen auf die Stoppel und dann auch noch in der glyphosatresistenten Kultur führt über kurz oder lang zu den Problemen, die gegenwärtig diskutiert werden.
sorry ,
aber hier geht es um mehr !
hier wird gerade ein sehr wichtiges werkzeug der konservierenden bodenbearbeitung verteufelt und das auch nur , weil es aus dem hause monsanto kommt !
herr dr. steinert ,
nicht das ich ihnen auf die füße treten will , aber ihr beitrag ist flüssiger als ein glas bier !
selbst ein so nützliches hilfsmittel wie z.b. eine rasierklinge kann in den falschen händen zur tötlichen waffe werden , genau so ist es bei pflanzenschutzmitteln .
ich kann beim besten willen nicht einsehen , das wir uns als gut ausgebildete landwirte gerade bei so einem sensiebelen thema wie pflanzenschutz hier gegenseitig mit dreck bewerfen. wir sollten doch besser den unausgebildeten mitbürgern und den sensationsgeilen reportern die jagd auf den falschen schurken überlassen !
ich gehe in solch einem forum automatisch davon aus , das hier von einem verantwortungsvollen umgang von ps-mitteln in der landwirtschaft gesprochen wird und ihrer seits nicht explizit darauf hingewisen werden muß ! :evil:
nord-östliches niedersachsen , leichter heidesand grundwasserfern und flußmarsch grundwassernah , bis auf neu übernommene flächen 100 % notill , scheibendrille mit unterfußdüngung und 25cm reihenabstand , low-tech und low-input .

Herbert Pickel
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von Herbert Pickel » Donnerstag 10. Dezember 2009, 20:22

Hallo.

Einwand. Wann werden denn PSM verboten? Spätestens wenn sie in den Trinkwasserbrunnen nachgewiesen werden. Da gibt es noch die Grenzwerte. Leider oder Gott sei Dank sind die Untersuchungsmethoden jetzt schon so fein, dass praktisch alles in seinen Anfängen nachgewiesen werden kann. Die Wasserwirtschaft beobachtet schon lange mit Argusaugen die Rückstände. Es blebt aber viel unterm Teppich. Damit das Volke ruhig bleibt denke ich mal. Warum kommen denn die Abstandsauflagen die langsam zur "Spritzbibel" ausarten.

Round up ist meiner Meinung nach, auf dem Rückzug. Vor zwei drei Jahren ist viel mehr damit gemacht worden. Jetzt wird mehr mechanisch wieder bekämpft. Die Round up Bäume werden auch nicht in den Himmel wachsen. Stichwort Resistenzen!

Wenn man sich vorstellt, dass der große Teil der ldw. Flächen zweimal im Jahr mit 4 l Round up behandelt würden. Dass der Kram dann im Grundwasser landet, bei diesen allgemein sehr niedrigen Humusgehalten ist doch jeden guten Bodenkundler (Bauer) klar! Oder?
Es gibt Behauptungen von Fachleuten, dass die organische Substanz (Humus) die Gifte zwar bindet, aber dann dadurch die organische Substanz der Pflänze gegenüber blockier ist. Z.B durch entstehnenden Sauerstoffentzug an der organischen Substanz. Somit wird auch den Bodenleben auch die Grundlage zur Arbeit entzogen. :shock:

Was die beste Anwendung allerdings ist, ist der Vorernteeinsatz. 10 Tage vorm Drusch direkt in die Bestände. Da muss der Humus aber lange Beine haben um es abzubauen und vor allem
schnell arbeiten, damit der Konsument (Mensch, Tier) nicht noch etwas davon abbekommt. Da werde ich immer nachdenklicher und möchte von solchen Beständen nichts auf meinem Teller haben. :o
Darum so wenig Gift wie möglich. :D

Gruss
Nopflug
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
bis 40 Bodenpunkte, Frühjahrstrockengebiet, Großraum Erlangen

goos
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von goos » Dienstag 5. Januar 2010, 20:50

:mrgreen:

heute auf arte.... http://www.arte.tv/de/1912682.html
22:40 Monsanto, mit Gift und Genen

Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works".
DETAILS
Dienstag, 5. Januar 2010 um 22.40 Uhr

Wiederholungen:
09.01.2010 um 09:55
22.01.2010 um 10:00

Monsanto, mit Gift und Genen
(Frankreich, 2007, 109mn)
ARTE F
Regie: Marie-Monique Robin


Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

Das 1901 in Saint Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter anderem unter dem Handelsnamen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.
Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agroindustrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.

Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration .
Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres" ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.
http://www.arte.tv/forum/forumdisplay.php?f=141

http://www.arte.tv/forum/showthread.php?t=8816&page=2
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

goos
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von goos » Mittwoch 6. Januar 2010, 22:22

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und das nennen sie ihren standpunkt.
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Franz Brunner
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von Franz Brunner » Donnerstag 7. Januar 2010, 20:11

Hallo ....ich bin neu hier und möchte zu einem der vorigen Texte Stellung nehmen. Direktsaat ohne Round up geht schon. Ich befasse mich mit der Direktsaat im biologischen Landbau und habe schon ein paar kleine Erfolge gehabt. Ich versuche eine sehr dichte Pflanzendecke zu etaplieren und die wird bei der Saat niedergewalzt, ..so dass sie abstirbt und den Boden noch lange bedeckt bzw. mit den absterbenden Wurzeln noch lange hält.
Für heuer habe ich Direktsaatversuche mit Mais und Sonnenblumen bzw. Soja geplant. Bin schon sehr gespannt wie es ausgeht. Wenn es auch noch nicht der große Durchbruch wird, so werde ich doch wieder viel lernen und weiter machen. Bilder dazu findet man unter anderem in einer Web Galerie www.picasaweb.google.com/franzbrunner63
Viel Spass beim blättern. Schöne Grüße Franz

goos
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von goos » Mittwoch 12. Mai 2010, 22:12

Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

York-Th. Bayer
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von York-Th. Bayer » Donnerstag 13. Mai 2010, 05:42

goos hat geschrieben::mrgreen:

die ersten glyphosat-resistenten unkräuter in canada....
hund auch in den usa...
[img]
Lieber Hans,

warum kommen Sie immer mit den gleichen Dingen? Alles olle Kamellen. vor allem hilft es nicht wenn Sie mit den englischen Namen kommen, warum denn nicht wenigstens die Mühe machen und zumindest mit den lat. Namen oder noch besser mit den Namen auf Deutsch. Damit kann dann jeder die Relevanz für sich erkennen. Da Sie anscheinend nicht mal Sätze zu Ende schreiben können kann man wohl auch nicht mehr erwarten.

Jedenfalls wartet der passende Hut schon für Sie. Es sind etliche die sich auf diesen Tag sehr Freuen. Und innerhalb der GKB Mitglieder kann man sich ja mal so was erlauben.

York-Th.
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goos
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von goos » Donnerstag 13. Mai 2010, 07:29

York-Th. Bayer hat geschrieben:
goos hat geschrieben::mrgreen:

die ersten glyphosat-resistenten unkräuter in canada....
hund auch in den usa...
[img]
Lieber Hans,

warum kommen Sie immer mit den gleichen Dingen? Alles olle Kamellen. vor allem hilft es nicht wenn Sie mit den englischen Namen kommen, warum denn nicht wenigstens die Mühe machen und zumindest mit den lat. Namen oder noch besser mit den Namen auf Deutsch. Damit kann dann jeder die Relevanz für sich erkennen. Da Sie anscheinend nicht mal Sätze zu Ende schreiben können kann man wohl auch nicht mehr erwarten.

Jedenfalls wartet der passende Hut schon für Sie. Es sind etliche die sich auf diesen Tag sehr Freuen. Und innerhalb der GKB Mitglieder kann man sich ja mal so was erlauben.

York-Th.
an deiner stelle........
bevor ich anderen den satzbau kritisiere......
würde ich mal an mir selber arbeiten, wenn ich ein rechtschreibakrobat bin.......
der nicht mal das richtige und fehlerfreie kopieren in dem forum hier beherrscht !!!!!!!
es ist schon krass wenn einer, der es selber nicht richtig kann, andere kritisiert..
manch einer ist nicht mal zu einfachsten dingen zu gebrauchen,
deutsche sprache, schwere sprache !

was ich auch nicht begreife......
warum du immer hochgehst wie ein giftzwerg,
wenn ich immer was gegen glyphosat schreibe......
stehst du als propagandist bei monsanto evtl. in lohn und brot ?

und außerdem....
ist es egal ob das englische unkrautnamen sind.....
das bild soll zeigen in wieweit diese glyphosat-resistenzen schon in den usa sich verbreitet haben !
wenn du das nicht begreifst, da tuts mir leid um die geistige reife !!!
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Herbert Pickel
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Re: round-up.......doch nicht das wahre?

Beitrag von Herbert Pickel » Donnerstag 13. Mai 2010, 08:08

Guten Morgen Ihr "verbalen Ringkämpfer" :lol: :lol: ;)

Glyphosat ist doch bei uns schon nicht mehr so wirksam.
Wenn ich die behandelten Flächen bei mir in der Gemarkung sehe, wächst der
Raps schön weiter ohne Beeintächtigung. Kann zwar über die Aufwandmenge nichts
sagen, aber die Natur wird auch vor Glyphosat langfristig nicht auf die Knie fallen.

Schönen Feiertag.
Herbert
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
bis 40 Bodenpunkte, Frühjahrstrockengebiet, Großraum Erlangen

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