Maisstoppel

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trac1600
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Maisstoppel

Beitrag von trac1600 » Dienstag 16. August 2011, 08:10

guten morgen,
hat von euch jemand erfahrung mit dem zünslerschreck von knoche?
http://www.knoche-maschinenbau.de/
das gerät wiegt bei 3 m 1900 kg. es besteht aus vierkantstäben die auf kante gestellt sind und arbeitet nach dem schlag prinzip.
meine frage: kann man ihn in der fronthydraulik fahren und einen mulchgrubber im heck? alles in 3m arbeitsbreite? hier wäre die arbeitsgeschwindigkeit mehr im einklang als bei einer mulcher/grubber kombination. ausserdem wäre er leichtzügiger und würde weniger dreck und pflanzenreste aufwirbeln. hier könnte der 200 ps schlepper gerade so ausreichen.
eine extra mulcherfahrt scheidet als einmann betrieb und kurzen zeitfenster aus. kann er das maisstroh so anschlagen, daß es schneller verrottet und nebenbei auch den zünsler bekämpft.
laut knoche ist es rel. stark nach gefragt und für heuer wohl nicht mehr lieferbar.
danke! gruß dieter drüsslein

Kohl
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Re: Maisstoppel

Beitrag von Kohl » Dienstag 16. August 2011, 08:21

Im Mai 2011 war ein Systemvergleich in topagrar, wo unterschiedliche Maschinen verglichen wurden in puncto Zünslerbekämpfung.

Das Ergebnis war aus meiner Sicht mehr als ernüchternd. In allen Varianten gab es hohe Übelebensraten für die Zünsler.
Im Silomaisanbau verzichten wir auf spezielle Maßnahmen, da meiner Meinung nach der Sortenunterschied, das Entwicklungsstadium des Maises zum passenden Termin größeren Einfluß hat als ein Bekämpfungsversuch mit irgendeiner Maschine, die Überlebensraten von über 20-40 % zulässt!
100% Mulchsaat, konventinell, Scheibenschardrilltechnik
50% Wintergetreide, 50% Silomais,
100% Zwischenfrüchte nach Getreide

Konrad Steinert
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Re: Maisstoppel

Beitrag von Konrad Steinert » Sonntag 28. August 2011, 13:16

Das Problem bei jedem Mulchen der Maisstoppel ist, dass die Stoppeln bereits vom Häcksler sowie den Transportfahrzeugen zusammengefahren werden und dann von keinem Mulcher und auch keiner Messerwalze erfasst werden können. Hier würde nur ein Unterflurmulcher am Schneidwerk Abhilfe schaffen - vielleicht gibt es da zur Agritechnica neue Entwicklungen zu sehen.
Was den Zünslerschreck betrifft, so sollte man ihn wie oben bereits angedeutet möglichst im Frontanbau fahren. Auch wenn die Bekämpfung des Zünslers nicht vollständig erfolgt, beugt doch das Knicken der Stoppeln auch Fusarium vor; außerdem folgt ja dann vor der Wiederbestellung meist noch ein Arbeitsgang mit einem Bodenebarbeitungsgerät, der den Wirkungsgrad noch erhöht.
Dr. Konrad Steinert
Redaktion
LOP LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG
Das Fachmagazin für den
professionellen Pflanzenbau
http://www.pfluglos.de

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