Inkarnatklee

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Hofer Urs
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Inkarnatklee

Beitrag von Hofer Urs » Montag 27. Juni 2016, 07:35

Habe vor, nach Weizen Inkarnatklee anzusäen, als sozusagen längerdauernde Gründüngung. Mit längerdauernd meine ich: Von jetzt bis zur Weizenansaat im Herbst 2017 oder gar 2018. Vielleicht könnte man dann im Frühling sogar einen Schnitt machen. Dies würde unsere, auf gewissen Parzellen, überlastete Getreidefruchtfolge auflockern und wäre auch billig. Ich weiss aber nicht, ob der Klee 2 Winter überdauern könnte. Vielleicht kennt sich hier im Forum jemand aus mit Inkarnatklee.
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Konrad Steinert
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Re: Inkarnatklee

Beitrag von Konrad Steinert » Montag 27. Juni 2016, 07:54

Inkarnatklee ist nur einjährig überwinternd, das wäre also nichts für diese Nutzung.
Luzerne wäre unter Ihren Klimabedingungen sicher am besten für eine zweijährige Nutzung geeignet.
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Hofer Urs
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Beitrag von Hofer Urs » Montag 27. Juni 2016, 11:35

Vielen Dank für die Antwort. Könnte man nicht nach der 1. Überwinterung den Klee versamen lassen und dann gäbe es einen 2. Aufwuchs? Oder, blüht der nur im 1. Jahr?
Auf Luzerne wäre ich schon gekommen, wenn wir hier nicht die Trappen hätten, die alles abfressen. Bei Inkarnatklee hoffe ich, dass die Trappen ihn nicht fressen, weil die Blätter, wenn ich mich nicht täusche, behaart sind und ev. deshalb nicht so gut schmecken. So sicher bin ich aber nicht, vielleicht wäre es ein Versuch wert. mfg.
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Re: Inkarnatklee

Beitrag von Konrad Steinert » Montag 27. Juni 2016, 13:21

Das mit der Selbstaussaat wird bei Inkarnatklee nicht funktionieren, die Samen verstreuen sich kaum, sondern bleiben in den Blütenköpfen, was natürlich für die Saatguterzeugung positiv ist. Vielleicht gibt es noch andere passende Leguminosen, wie etwa den Steinklee, der als hervorragender Bodensanierer gilt und auch mit einem trocken-warmen Klima sehr gut zurechtkommt:
http://www.landwirtschaft-mv.de/cms2/LF ... inklee.pdf
Problem ist dann aber die Verwertung des Aufwuchses, weil Steinklee kumarinhaltig ist und nur eingeschränkt in der Fütterung verwendbar ist.
Vielleicht lässt sich etwas mit Saatguterzeugung machen oder Biogas. Möglicherweise bekommt er aber gerade darum den Trappen nicht so gut.
Dr. Konrad Steinert
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