Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

obermaier stephan
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von obermaier stephan » Montag 20. Dezember 2010, 12:49

ulikum hat geschrieben:
Ulrich hat geschrieben:Ob Humusaufbau über Kompost der richtige Weg ist möchte ich an dieser Stelle auch stark bezweifeln.
Auch stellt sich mir die Frage wo soll diese Kompost- Humus menge erzeugt werden und zu welchem Preis?
Dann die Ausstellung von CO2 Zertifikaten in Verbindung mit Kompostausbringung zum Humusaufbau!
Ist mein Humus den ich über Zwischenfrüchte und reduzierte Bodenbearbeitung in Verbindung mit einer Amoniumdüngung aufbaue nicht mind. genauso wertvoll für die Umwelt?
Ich denke für den der sich mit Humus wirklich auseinandersetzen will, gibt es fachlich bessere Veranstaltungen .
Ein großes Problem des Humusaufbauens sind auch die Vorgaben der Düngeverordnung, da die Stickstoffausbringmengen begrenzt sind, aber einen wesentlichen Anteil am Humus ausmachen.
Kompost wäre momentan in unserer Gegend noch zu bekommen zu Preisen von 0-2€/t +Transport und Ausbringung was passen würde. Probleme bei wesentlichen Ausbringungsmengen, Bioabfallverwertungsverordnung, Düngeverordnung......!!!
Das macht hald alles ein wenig schwierig. Was man über die Veranstaltung hald noch wissen muss, ist das es eine reine Veranstaltung mit ökologischen Hintergründen ist (kreislaufwirtschaft Kaindorf).
Trotzdem ist das Thema Humus doch sehr interessant um Zukünftig die Bodenfruchtbarkeiten zu haben und zu fördern, was derzeit in der allgemeinen Landwirtschaft vernachlässigt wird, vor allem in unserer Region.
seit 2002 Pfluglos, (ZF)ZR-WW-WR-WW-(ZF)-WW, 7,8°C im Mittel, 680mm Niederschlag, BP 60-71 toniger Lehm

Ulrich
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von Ulrich » Montag 20. Dezember 2010, 18:57

Ich denke für den der sich mit Humus wirklich auseinandersetzen will, gibt es fachlich bessere Veranstaltungen .[/quote]

@ ulikum: Also dann her mit den Veranstaltungsdaten.....

ulikum
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von ulikum » Montag 20. Dezember 2010, 20:23

@ Ulrich
Kongress und Jahreshauptversammlung der GKB am 16.02.2011 am vTI Braunschweig; Thema: Bodenfruchtbarkeit-Humus-Biodiversität
ist näher, und bestimmt fachlich nicht uninteressant.
Ansonsten die Veranstaltungen der GKB mit Herrn Felgentreu und Herrn Näser besuchen.
Sollten mir interessante Veranstaltungen für 2011 zu Ohren kommen, kann ich die Termine gerne weiterreichen.

auch zu empfehlen was zu lesen, http://www.humusnetzwerk.de/


@ obermaier stephan

Ein Biobauer zeigt wie es geht
Landwirt Josef Braun aus Freising betreibt solchen Humusaufbau bereits seit Jahren
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ich glaube kaum das die Stickstoffmenge die ausgebracht werden darf nach (DüV) der begrenzende Faktor ist.
In den letzten 30 Jahren konnten und haben wir Stickstoff gestreut auf Teufel komm raus und haben trotzdem Humus abgebaut.
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Die Frage muss lauten,
welche ackerbaulichen Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung den Abbau von Humus zu stoppen und in einen nachhaltigen Aufbau zu verwandeln.
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das ausbringen von Kompost ist sicherlich keine nachhaltige Lösung.
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und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
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Ulrich
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von Ulrich » Mittwoch 22. Dezember 2010, 00:52

ach Ulikum
die Veranstaltungen der GKB mit Herrn Felgentreu und Herrn Näser besuchen?? du machst wohl Witze?? Wenn ich da noch öfter aufschlage werden die mich evtl. als Stalker einsperren lassen....

Aber im Ernst: wenn dir das zu Weit ist bleibst halt zu Hause...
den Österreichern das knowhow abzusprechen finde ich persönlich allerdings nicht schön, und das aus einem besonderen Grund: die haben in 2009 schonmal ein Humussymposium gemacht und das war der Hammer! Von den Vortragenden fällt mir noch ein: J. und M. Braun (Agroforst/Kleegrasmischungen und Wurzelleistung), Pieplow (Terra petra), Glaser (Biochar), Dunst (Versuche, Kompostierung, Feldversuch), Gerber ( Pyregverfahren) Bird, Türk, (hab ich nix mitgeschrieben) .....keine Garantie auf Vollständigkeit...fg
Der Ansatz ist also sicher nicht einfach nur Humus, sondern da ging es um Terra preta, tw. auch in den Versuchen. Und ich bin gespannt zu hören wie sich die Versuche weiter entwickelt haben.
Gruß Ulrich

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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von ulikum » Mittwoch 22. Dezember 2010, 19:12

als wenn ich es nicht geahnt hätte Ulrich
das mit dem " verstanden werden" , das ist so eine Sache.
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Aber Dein Gedächtnis muss fantastisch sein, nach dem was Du alles behalten hast.
Das von dir angesprochene Humussymposium im September 2009 (23- 24 September) war in der Tat ein Highlight.
Siehe auch damalige Einladung
http://www.oekoregion-kaindorf.at/data/ ... osium3.pdf
--------------------
Leider ist es meißt sehr schwer eine sehr gute Veranstalltung noch zu topen.
Wenn ich mir das damalige Programm anschaue
und mit dem im Januar 2011 vergleiche,
dann mache ich mir halt so meine Gedanken.
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Es würde mich aber freuen wenn Deine Erwartungen erfüllt werden.

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etwas anderes bereitet mir allerdings Kopfschmerzen,
du schreibst:
"die Veranstaltungen der GKB mit Herrn Felgentreu und Herrn Näser besuchen?? du machst wohl Witze?? Wenn ich da noch öfter aufschlage werden die mich evtl. als Stalker einsperren lassen...."

Was funktioniert da nicht, warum beschäftigst du dich mit etwas anderen ?
sind die Gedankengänge und Empfehlungen von Herrn Felgentreu und Herrn Näser am Ende doch nicht richtig ?
Haben die beiden etwas übersehen?
Es muss ja einen Grund geben wenn man sich mit Terra preta beschäftigt.

übrigens, folgende Beitrag fand ich zum Thema Terra preta.
http://nichtidentisches.wordpress.com/2 ... rsprechen/
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von ulikum » Mittwoch 22. Dezember 2010, 22:08

obermaier stephan hat geschrieben:
Was man über die Veranstaltung hald noch wissen muss, ist das es eine reine Veranstaltung mit ökologischen Hintergründen ist (kreislaufwirtschaft Kaindorf).
Unter diesem Gesichtspunkt der Kreislaufwirtschaft muß ich dir uneingeschränkt recht geben.

Eine Alternative in Deutschland wäre http://www.carmen-ev.de/.
Auch da ist in den letzten fast 20 Jahren jede Menge Kompetenz gesammelt worden, aber so konsequent wie in Österreich wird es dort nicht umgesetzt.
Das mag auch etwas mit der Deutschen Bürokratie zusammen hängen, oder mit den Trägern des/der Projekte ?
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von Ulrich » Mittwoch 22. Dezember 2010, 23:39

ulikum hat geschrieben: etwas anderes bereitet mir allerdings Kopfschmerzen,
du schreibst:
"die Veranstaltungen der GKB mit Herrn Felgentreu und Herrn Näser besuchen?? du machst wohl Witze?? Wenn ich da noch öfter aufschlage werden die mich evtl. als Stalker einsperren lassen...."

Was funktioniert da nicht, warum beschäftigst du dich mit etwas anderen ?
sind die Gedankengänge und Empfehlungen von Herrn Felgentreu und Herrn Näser am Ende doch nicht richtig ?
Haben die beiden etwas übersehen?
Es muss ja einen Grund geben wenn man sich mit Terra preta beschäftigt.

übrigens, folgende Beitrag fand ich zum Thema Terra preta.
http://nichtidentisches.wordpress.com/2 ... rsprechen/
uiuiu ulikum, was interpretierst du denn da in meinen feinen, schwarzen Humor hinein?? Ich werd mich wohl damit etwas zurückhalten .... 8-)

Ja sicher gibts Gründe sich mit Terra preta zu beschäftigen: Derselbe weswegen ich Direktsaat mache = es geht immer um mehr Bodenfruchtbarkeit.
Der obige link zu dem Artikel über Terra preta ist ja wohl eine einzige Schmiererei...der das getippt hat ist nicht informiert.

Gruß Ulrich

obermaier stephan
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von obermaier stephan » Donnerstag 23. Dezember 2010, 09:54

@ ulikum
Bezüglich Carmen: Die sind ja von mir aus bloß einen Katzensprung weg, aber es ist Ansichtssache, was man von denen hält. Mehr will ich jetzt gar nicht dazu öffentlich sagen. Die Kaindorfer sind hald als Ökoregion bekannt, was vielleicht den einen oder anderen konvi Betrieb abschrecken könnte. Mich aber nicht, da man von vielen Bio´s noch was lernen kann.
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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von Stefan Schloegl » Freitag 7. Januar 2011, 07:30

Grüß euch!

Ich muss mich dazu auch mal äussern:

Was in der Ökoregion Kaindorf gemacht wird ist ja vom Ansatz her gut, aber einiges ist schon fraglich...
Ich wollte selbst mitmachen und eine Fläche mit Kompost massiv "aufdüngen" um so CO2 Zertifikate an Kaindorfer Firmen verkaufen. Ich halte den ganzen Zertifikatshandel ja für Humbug - egal ob hier oder irgendwo global.
Der Sinn wäre ja, dass ich massiv organische Masse in den Boden einbringe und in irgendeiner Form dort speichern kann um dauerhaft CO2 zu binden.
Dauerhaft ist in diesem Fall ca. 5 Jahre, dann ist nämlich die letzte Hu-Untersuchung auf der Fläche und dann is das jeweilige Projekt abgeschlossen ... lachhaft: Ich kann da zwar einige Euros für die Zertifikate verdienen (wovon übrigens ca. 1/3 für die Administration einbehalten wird) aber danach ist egal was man macht und wie schnell Humus wieder abgebaut ist, wenn man mit dem Boden nicht pfelglichst umgeht wissen wohl die meisten hier.
Ich hab mich getraut ähnliches bei der Versammlung zu sagen, wo es um die Zertifikate ging und hab mir da nicht nur Freunde gemacht ,-)
Ausserdem ist dieses System ja nur sehr kleinflächig umsetzbar, wenn man bedenkt, dass da innerhalb 5 Jahren auf 1 ha bis zu 1000 (tausend) t Kompost aufgebracht werden. Freude hat damit jedenfalls Herr Dunst, der nun entlich weiß wohin mit dem ganzen Klärschlammkompost den seine Fa. Sonnenerde erzeugt. Komisch: Klärschlamm darf nur in ganz kleinen Mengen und unter strengsten Kontrollen aufgebracht werden und nun ...?
Die ganze Zertifikatsgeschichte dient ja aus meiner Sicht hauptsächlich der Gewissensberuhigung emmitierender Firmen ... in diesem Fall z. B: Schirnhofer Fleisch usw.

Ich hab mich zum Humustag angemeldet, da ich ja nur 10 km von Kaindorf wohne, aber viel weitere Strecken dafür zu fahren zahlt sich wohl nicht aus, da gibt es sinnvollere Veranstaltungen ;-)

@ anders: Diese Böden hier sind nicht nur deshalb so schwer zu bearbeiten weil
der Humusgehalt nicht all zu hoch ist, sondern vor allem wegen dem hohen Tongehalt!

Soweit meine persönliche Sicht der Dinge und ich liege glaub ich nicht sooo falsch, da ich ja das Gebiet und viele Betriebe dort kenne.

Gruß

Stefan
Gruß, Stefan

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Re: Österreich: Humusfachtag am 20.01.2011 in Kaindorf

Beitrag von Gonzo » Freitag 7. Januar 2011, 09:53

Sind das diese Initiaiven, die in dem "Humus" - Film vorgestellt werden? Wenn das so ist, dann kann ich die Bedenken von Stefan Schloegl nachvollziehen. Mir ist auch nicht ganz klar geworden, wo diese Unmengen von Kompost herkommen sollen, die für das Verfahren benötigt werden.

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