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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Dienstag 27. Juli 2010, 18:19
von tomte
goos hat geschrieben: das kalium ist zu 95% in gelöster form vorhanden...
das Ca-Mg-K verhältniss wir gestört...
Wenn das quasi alles von dem gelösten Kalium kommt dann sollte man einen Großteil der Probleme lösen können, indem man einen "Kaliumbinder" beimischt, oder? Klar, es ist alles nicht so simpel und einfach, aber ein Anfang wärs ja mal. Denn an sich finde ich eine energetische Nutzung zum Teil ganz gut, wenn es als Gesamtkonzept funktioniert und nicht aus irgendeiner finanziellen Idee eines Bürokraten entstanden ist.

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Donnerstag 29. Juli 2010, 21:23
von Herbert
Wer zum Wassersparen Fleischverzichten fordert soll aber auch bitte beachten das dass Kaffeepulver in einer Tasse Kaffee ca. 140 Liter Wasser verbraucht hat. Da kann dann der vegetarische Kaffeejunki im Büro den gleich schlechten "Wasserfußabdruck" haben wie der Kollege der Mittags ein Schnitzel ist.
Weit mehr hat mich die Aussage des Biobauers zu den Radlasten im Feld gestört. Demnach müsste 95% der deutschen Erntetechnik auf den Schrott, und für Zuckerrüben gäbs z.B. kein zugelassenes Ernteverfahren mehr. Für mich ist die Witterung viel ertragsbeeinflussender wie der Bodendruck. Ich habe schon oft nach späten Rüben den Weizen rein geschmiert und hatte nach einem schönen Frühjahr gute Weizenerträge. Wo hingegen die Weizenerträge nach einem trockenem Herbst und kaltem Frühjahr stark zu wünschen ließen. Das z.B. Kartoffeln nach Rüben Ertragseinbußen bringen ist klar, aber hier kann mit einer entsprechenden Fruchtfolge gegen gesteuert werden.

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Freitag 30. Juli 2010, 19:02
von michi
Das mit der BiGa-Gülle sag ich schon lange und wenn man mal mit offenen "Bodenkunde-Augen" mal so Substrat-Fläche die die letzten Jahre fleißig eingesalbt und mit Mais belastet worden sind anschaut, erkennt man schnell, wie sich die Bodenstruktur verändert.

Meine Meinung :"Biogasgülle in hohen Mengen in Kombination mit Maisanbau ist so ein richtiger Turbolader was die Verringerung der Bodenfruchtbarkeit angeht".

Hinzu kommt noch das Thema hohe Radlasten. Aber es ist wie mit allem, die Auswirkungen werden halt erst Jahre später sichtbar und dann ist es leider zu spät.

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Samstag 31. Juli 2010, 08:14
von goos
michi hat geschrieben:Das mit der BiGa-Gülle sag ich schon lange und wenn man mal mit offenen "Bodenkunde-Augen" mal so Substrat-Fläche die die letzten Jahre fleißig eingesalbt und mit Mais belastet worden sind anschaut, erkennt man schnell, wie sich die Bodenstruktur verändert.

Meine Meinung :"Biogasgülle in hohen Mengen in Kombination mit Maisanbau ist so ein richtiger Turbolader was die Verringerung der Bodenfruchtbarkeit angeht".

Hinzu kommt noch das Thema hohe Radlasten. Aber es ist wie mit allem, die Auswirkungen werden halt erst Jahre später sichtbar und dann ist es leider zu spät.
zu spät ist relativ....
dieses problemflächen kann man ja dann mit salztoleranten süßgräsern ansäen....
die werden zwar etwas problematisch zu etablieren sein.....
aber......danach ist die fläche wieder grün... :mrgreen:

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Samstag 31. Juli 2010, 11:54
von Herbert Pickel
@Michi.

Sieht man es wirklich so deutlich?
Ich bin sehr gespannt ob die Prophezeiungen wirklich eintreten. Wie es die "etwas anders denkenden" Fachleute vorraussagen. Auf der einen Seite ist es traurig wie die Landwirtschaft ihre Grundlage Boden aufs Spiel setzt. Ich sehe es selbst beim Thema Bodenfruchtbarkeit man gegen den Strom schwimmen muss. Wenn es denn wirklich so kommt ist es eventuell doch ein Chance für die Betriebe die nicht in Biogas einsteigen.

Gruss
herbert

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Sonntag 1. August 2010, 19:48
von ulikum
.... hat geschrieben: Das mit dem Biogas interessiert mich genauer - kannst du mal Inhalte liefern?
.... hat geschrieben: das kalium ist zu 95% in gelöster form vorhanden...
das Ca-Mg-K verhältniss wir gestört...
versauerung der böden...
verseifung des bodens....
zerfall der tonminerale....
mikroorganismenvielfalt sinkt....
verschlämmung des bodens...

das ganze ist ein hochkomplexes thema !!!!
mit der denkweise vieler bauern, gülle ist gülle ist es nicht abgetan....
ich denke diesen Ausführungen kann jeder folgen.

Und immer daran denken,
das Forum der GKB ist öffentlich,
bei solchen Aussagen schauen die Kollegen vom Agrowissen mit Neid auf uns.

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Sonntag 1. August 2010, 20:10
von goos
ulikum hat geschrieben:
.... hat geschrieben: Das mit dem Biogas interessiert mich genauer - kannst du mal Inhalte liefern?
.... hat geschrieben: das kalium ist zu 95% in gelöster form vorhanden...
das Ca-Mg-K verhältniss wir gestört...
versauerung der böden...
verseifung des bodens....
zerfall der tonminerale....
mikroorganismenvielfalt sinkt....
verschlämmung des bodens...

das ganze ist ein hochkomplexes thema !!!!
mit der denkweise vieler bauern, gülle ist gülle ist es nicht abgetan....

ich denke diesen Ausführungen kann jeder folgen.


Und immer daran denken,
das Forum der GKB ist öffentlich,
bei solchen Aussagen schauen die Kollegen vom Agrowissen mit Neid auf uns.
das setze ich voraus...... :mrgreen:
wir sind doch hier kein ldw-lehrlingsverein.....
denen man alles erklären muß !

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Sonntag 1. August 2010, 20:22
von ulikum
goos hat geschrieben: das setze ich voraus...... :mrgreen:
wir sind doch hier kein ldw-lehrlingsverein.....
denen man alles erklären muß !
Wissen ist begrenzt...........

Na denn ..................... Bild

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Freitag 6. August 2010, 19:13
von Herbert
goos hat geschrieben: das kalium ist zu 95% in gelöster form vorhanden...
das Ca-Mg-K verhältniss wir gestört...
versauerung der böden...
verseifung des bodens....
zerfall der tonminerale....
mikroorganismenvielfalt sinkt....
verschlämmung des bodens...

das ganze ist ein hochkomplexes thema !!!!
mit der denkweise vieler bauern, gülle ist gülle ist es nicht abgetan....
Kannst Du mir als Biogas- Analphabet bitte die Zusammenhänge näher erklären? Ich hatte bisher noch keinerlei Kontakt mit BGAs und kenne die Anlagen nur vom vorbeifahren.

Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Verfasst: Freitag 6. August 2010, 22:29
von goos
:mrgreen:

das ganze hätte den umfang einer dissertation......
und würde den rahmen dieses threads sprengen !!
entweder man begreifts, oder nicht...