7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

goos
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7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von goos » Sonntag 25. Juli 2010, 11:01

:mrgreen:

das war eine gute veranstaltung....
herr felgentreu von der DSV mit seinen ausführungen über zwischenfrüchte, hochkarätig !
was er dann nach der veranstaltung über biogas im kleinen kreis erzählte.....gute nacht,
da sollten sich einige biogaser warm anziehen !!!!

den größten unfug erzählte dieser biobauer.....
"70% des trinkwassers verbrauche weltweit die landwirtschaft".....
wir stehen in der schuld der gesellschaft gegenüber.....
so nach dem motto "1kg schweinefleisch kostet 5000l trinkwasser"

wie man als landwirt ...
so ein geschwafel öffentlich von sich geben kann, ist mir ein rätsel !!!


und das fatale dabei ist...
der glaubt diesen stuss auch noch selber !!!
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

tomte
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von tomte » Sonntag 25. Juli 2010, 12:21

Naja, die Gesellschaft ist doch Schuld an der Produktion des Schweinefleisches, warum sollte der Landwirt dann in der Schuld der Gesellschaft sein? Abgesehen davon ist das Wasser nicht verbraucht, sondern gebraucht. Aber es gibt durchaus Länder in denen die Landwirtschaft andere Wasserverbräuche hat als in D und das kritisch zu hinterfragen ist legitim, gibt schließlich genügend sinnfreie Bewässerung.

Das mit dem Biogas interessiert mich genauer - kannst du mal Inhalte liefern?

P.S.: Haste denn gefragt ob der "Biobauer" veganer ist? Oder isst er etwa auch das schreckliche Schweinefleisch und ist gar nicht so konsequent?
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

Sevib
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von Sevib » Sonntag 25. Juli 2010, 19:56

Kann es sein, dass der Biobauer aus Saudi Arabien kam????
http://www.monde-diplomatique.de/pm/200 ... 046.idx,15

goos
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von goos » Sonntag 25. Juli 2010, 20:07

:mrgreen:
tomte hat geschrieben:Naja, die Gesellschaft ist doch Schuld an der Produktion des Schweinefleisches, warum sollte der Landwirt dann in der Schuld der Gesellschaft sein? Abgesehen davon ist das Wasser nicht verbraucht, sondern gebraucht. Aber es gibt durchaus Länder in denen die Landwirtschaft andere Wasserverbräuche hat als in D und das kritisch zu hinterfragen ist legitim, gibt schließlich genügend sinnfreie Bewässerung.

Das mit dem Biogas interessiert mich genauer - kannst du mal Inhalte liefern?

P.S.: Haste denn gefragt ob der "Biobauer" veganer ist? Oder isst er etwa auch das schreckliche Schweinefleisch und ist gar nicht so konsequent?
das kalium ist zu 95% in gelöster form vorhanden...
das Ca-Mg-K verhältniss wir gestört...
versauerung der böden...
verseifung des bodens....
zerfall der tonminerale....
mikroorganismenvielfalt sinkt....
verschlämmung des bodens...

das ganze ist ein hochkomplexes thema !!!!
mit der denkweise vieler bauern, gülle ist gülle ist es nicht abgetan....
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

goos
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von goos » Sonntag 25. Juli 2010, 20:17

:mrgreen:
Sevib hat geschrieben:Kann es sein, dass der Biobauer aus Saudi Arabien kam????
http://www.monde-diplomatique.de/pm/200 ... 046.idx,15
das isser....
http://www.google.de/search?q=josef+bra ... rt=10&sa=N
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und das nennen sie ihren standpunkt.
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tomte
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von tomte » Dienstag 27. Juli 2010, 11:44

goos hat geschrieben::mrgreen:
Sevib hat geschrieben:Kann es sein, dass der Biobauer aus Saudi Arabien kam????
http://www.monde-diplomatique.de/pm/200 ... 046.idx,15
das isser....
http://www.google.de/search?q=josef+bra ... rt=10&sa=N
Dann wärs besser wenn er bei dem bleibt was er besser kann: den Boden verstehen (und nicht Zahlen aus dem Greenpeace Magazin auswendig zu lernen). Übrigens verbraucht sein Rindfleisch gut 15000l Wasser pro kg und sein Käse auch so 5000l/kg. Klar, dass er das nicht erwähnt hat. Schweinefleisch hat eben den Haken, dass deutlich mehr Futter importiert wird (z.B. aus Südamerika) als bei Rindfleisch. Abgesehen davon, dass es nicht so gut schmeckt...

Aber ich möchte hier nicht über eine Person herziehen, die ich nicht ausreichend gut genug kenne und die ackerbaulich für viele ein Vorbild sein könnte!
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lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

Sevib
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von Sevib » Dienstag 27. Juli 2010, 12:24

Der Sepp ist normalerweise nicht verkehrt. Wobei wenn man es so betrachtet kommt nun mal genug wasser bei uns vom Himmel und aus den Quellen, ob man das jetzt alles den Bach so runter gehen lassen sollte und die Menschen verhungern lassen...
Solche Diskussionen sind eher angebracht in Ländern in denen die Menschen verdursten und vom fossilen Wasser leben.
Um das Rindfleich sollten wir uns weniger sorgen machen, ich glaube kaum dass die Veganer das Grünland direkt essen würden, somit ist es eine vorhandene, umweltfreundliche Resource.

Das größere gesamtwitschftliche Problem in unsere Gesellschfaft dürften eher so Probleme sein wie:
-Neben der 11.000Liter mit Brasilianischem Soja gefütterten Milchkuh weiden 0,3GV Mutterkühe/ha und verwerten hochwertige Milch zu "Mastfutter" und pupsen eine Menge CO² für paar kg Fleisch raus. Alleine wenn man den WInterfutterbedarf mit dem ganzen Resourcenverbrauch bei Mutterkühen für ein paar kg Fleisch bedenkt....
Oder neben dem 90dt E-Weizen steht ein 15dt Superextensivierungsweizen...
Dieses Ungleichgewicht frisst doch wesentlich mehr Resourcen, als ein vernünftiger Mittelweg.

Ein anderes Problem, das unweigerlich die reale Eeffizienz unserer Gesellschaft mindert und die Kosten für Gesundheitssysteme explodieren lässt, ist die völlig falsche Ernährung unserer Menschen, die aber schon bei der landwirtschftlichen Erzeugung anfängt und bei der Profitgier der Lebensmittelkonzerne extrem ausufert. Alleine die Tonneweise Glutamat, der viele Zucker und das viele Fleisch so wie die vielen Konservierungsstoffe und Konservierungsverfahren verursachen Kosten in Milliarden höhe, die dann der Staat und die Krankenkassen indirekt wieder zahlen müssen. Würde diese Kosten direkt auf die Lebensmittel umgelegt, würden die Leute große Augen machen, ist aber wohl nicht im Sinne unserer von der Industrie ferngesteuerter Poltiker... da fließen zu viele Parteispenden.

Solche Themen sind doch viel wichtiger als so völlig bescheuerte und Aussagelose Aussagen wie "5000l Trinkwasser pro kg Fleisch"

goos
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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von goos » Dienstag 27. Juli 2010, 15:24

tomte hat geschrieben:
Dann wärs besser wenn er bei dem bleibt was er besser kann: den Boden verstehen (und nicht Zahlen aus dem Greenpeace Magazin auswendig zu lernen). Übrigens verbraucht sein Rindfleisch gut 15000l Wasser pro kg und sein Käse auch so 5000l/kg. Klar, dass er das nicht erwähnt hat. Schweinefleisch hat eben den Haken, dass deutlich mehr Futter importiert wird (z.B. aus Südamerika) als bei Rindfleisch. Abgesehen davon, dass es nicht so gut schmeckt...

Aber ich möchte hier nicht über eine Person herziehen, die ich nicht ausreichend gut genug kenne und die ackerbaulich für viele ein Vorbild sein könnte!
ich hab bestimmt nichts gegen den landwirt josef braun.....
ist meiner meinung nach bestimmt seinen talenten entsprechend ein tüchtiger landwirt...
aber in einer öffentlichen veranstaltung vor landwirten solche aussagen zu bringen......
"70% des trinkwassers verbrauche weltweit die landwirtschaft".....
wir stehen in der schuld der gesellschaft gegenüber.....

ist schlicht und einfach grober unfug !!!!!

wenn einem jetzt von berufskollegen......
schon ein gewisses "unrechtsbewußtsein" suggeriert wird,
dann hörts irgendwie auf !!

wenn solche aussagen von grünen weltverbesserer kommen...
na ja, abwinken und zum tagesgeschäft übergehen....
lass sie reden, diese trottel, die wissens nicht besser !!!

http://www.vegetarismus.ch/wasser/index.php

http://www.waterfootprint.org/?page=files/home
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von Sevib » Dienstag 27. Juli 2010, 16:04

Wenn ich durch den Verzicht auf 10kg Fleisch es ermöglichen würde, dass in einem vertrockneten Afrikanischen Dorf den durstenden Kindern zwei Lastzüge Trinkwasser hingestellt werden würden, wäre ich der letzte der das nicht machen würde, aber in diesem Fall muss ich goos zu 100% zustimmen.
Wobei die von dir verlinkten Seiten eigentlich so offensichtlich Unfug verbreiten, dass es selbst für 90% der dümmsten RTL und Bildzeitungs Kunden offensichtlich sein sollte.

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Re: 7. Triesdorfer Tag der Konservierenden Bodenbearbeitung

Beitrag von goos » Dienstag 27. Juli 2010, 16:56

Sevib hat geschrieben:Wenn ich durch den Verzicht auf 10kg Fleisch es ermöglichen würde, dass in einem vertrockneten Afrikanischen Dorf den durstenden Kindern zwei Lastzüge Trinkwasser hingestellt werden würden, wäre ich der letzte der das nicht machen würde, aber in diesem Fall muss ich goos zu 100% zustimmen.
Wobei die von dir verlinkten Seiten eigentlich so offensichtlich Unfug verbreiten, dass es selbst für 90% der dümmsten RTL und Bildzeitungs Kunden offensichtlich sein sollte.
dieser mist wird von ganz oben verbreitet.....

http://www.verbraucherservice-bayern.de ... umguetern/

http://albert-schweitzer-stiftung.de/ak ... eutschland
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und das nennen sie ihren standpunkt.
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