Tieflockerung zu Senf

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Ring
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Tieflockerung zu Senf

Beitrag von Ring » Sonntag 5. September 2010, 17:06

Hallo Forumler,
wir hatten heuer wie wohl so einige andere sehr feuchte Bodenbedingungen zur Weizenernte. Normalerweise folgt bei mir auf den Weizen Senf als Zwischenfrucht vor Rüben oder Mais. In der Regel wird dieser nach dem Grubber oder Parapflug ausgesät.
Derzeit ist es aber zu feucht für eine Tieflockerung bzw. einen tiefen Arbeitsgang mit dem Grubber, welcher aber wegen der Mähdrescherspuren notwendig ist. Da es mittlerweile oberflächlich schön abgetrocknet ist, trage ich mich mit dem Gedanken, morgen und übermorgen die Senfaussaat mit dem Kreiselgrubber so flach wie möglich durchzuführen und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Bodenfeuchte es zuläßt, die Tieflockerung mit dem Parapflug durchzuführen. Gibt es jemanden, der Erfahrung mit dieser Vorgehensweise hat, bzw. bis zu welchem Entwicklungsstadium des Senfes kann ich darüberfahren, ohne ihn zu sehr zu schädigen?

Gruß, Ring

Stefan
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Re: Tieflockerung zu Senf

Beitrag von Stefan » Sonntag 5. September 2010, 18:06

Hallo Ring,
Senfaussat ohne Tieflockerun geht immer, Senf wächst auch bei schlechterer Bodenstruktur.
Die Idee mit dem Tiefenlockerer kannst Du wahrscheinlich dieses Jahr vergessen.
1. Sind die Böden absolut wassergesättigt, und da wir uns im September befinden, wird es wohl auch nie mehr so trocken, dass man im Unterboden arbeiten sollte.
2. Wenn der Senf erstmal steht, sind die Verdunstungsraten auf der Fläche noch geringer, soll heißen: Fahr da besser nicht mit dem Tiefenlockerer.

Wenn Du aber ein Gerät suchst, dass Deine Anforderungen gerecht werden kann, sollte es eine Maschine mit gebogenen Zinken sein, die beim Fahren eine Art Welleneffekt erzeugt. Gefahren bin damit schon aber noch nie im stehenden Senf.
gruss
stefan

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goos
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Re: Tieflockerung zu Senf

Beitrag von goos » Sonntag 5. September 2010, 18:28

Stefan hat geschrieben:Hallo Ring,
Senfaussat ohne Tieflockerun geht immer, Senf wächst auch bei schlechterer Bodenstruktur.
Die Idee mit dem Tiefenlockerer kannst Du wahrscheinlich dieses Jahr vergessen.
1. Sind die Böden absolut wassergesättigt, und da wir uns im September befinden, wird es wohl auch nie mehr so trocken, dass man im Unterboden arbeiten sollte.
2. Wenn der Senf erstmal steht, sind die Verdunstungsraten auf der Fläche noch geringer, soll heißen: Fahr da besser nicht mit dem Tiefenlockerer.

Wenn Du aber ein Gerät suchst, dass Deine Anforderungen gerecht werden kann, sollte es eine Maschine mit gebogenen Zinken sein, die beim Fahren eine Art Welleneffekt erzeugt. Gefahren bin damit schon aber noch nie im stehenden Senf.
gruss
stefan
soweit ich das beobachtet habe......
reagiert senf sehr empfindlich auf bodenverdichtungen....
die bestände sind dann ungleichmäßig !!!
da siehst jede fahrspur, sind dann so "wellige" bestände !
zum boden lockern ist das nix...
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

tomte
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Re: Tieflockerung zu Senf

Beitrag von tomte » Sonntag 5. September 2010, 18:58

Ich würde die Tieflockerung vergessen wie Stefan schon gesagt hat, das wird dieses Jahr bestimmt nichts mehr, vor allem wenn du Bewuchs hast wirst nur noch mehr Spuren machen.
Den Senf würde ich säen, auch wenn er sich vielleicht ungleich entwickelt. Es ist mit Sicherheit besser als nichts und wenn es nicht ordentlich wächst waren es keine großen Saatgutkosten. Wenn du im Frühjahr immer noch das Bedürfnis nach einer Tieflockerung hast mach sie dann, im Zweifelsfall auch nur lokal. Tieflockerung hat aber auf die Bodenstuktur einen sehr ähnlichen Effekt wie ein Pflug...
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

goos
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Re: Tieflockerung zu Senf

Beitrag von goos » Sonntag 5. September 2010, 19:17

:mrgreen:

@ Ring

welche bodenart hast du ?
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

Ring
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Re: Tieflockerung zu Senf

Beitrag von Ring » Sonntag 5. September 2010, 19:46

Stefan hat geschrieben:Hallo Ring,
Senfaussat ohne Tieflockerun geht immer, Senf wächst auch bei schlechterer Bodenstruktur.
Die Idee mit dem Tiefenlockerer kannst Du wahrscheinlich dieses Jahr vergessen.
1. Sind die Böden absolut wassergesättigt, und da wir uns im September befinden, wird es wohl auch nie mehr so trocken, dass man im Unterboden arbeiten sollte.
2. Wenn der Senf erstmal steht, sind die Verdunstungsraten auf der Fläche noch geringer, soll heißen: Fahr da besser nicht mit dem Tiefenlockerer.

Wenn Du aber ein Gerät suchst, dass Deine Anforderungen gerecht werden kann, sollte es eine Maschine mit gebogenen Zinken sein, die beim Fahren eine Art Welleneffekt erzeugt. Gefahren bin damit schon aber noch nie im stehenden Senf.
gruss
stefan
Hallo Stefan,
Zu 1.: Bei Senf ohne vorheriger Lockerung siehst Du bei uns jede Mähdrescherspur, hab da schon schlechte Erfahrungen gemacht
Zu 2.: Wollte wenn möglich noch im September mit dem Parapflug rein, bevor der Bestand zumacht, falls es die Bodenfeuchte erlaubt, es würde im Moment nicht viel fehlen, aber bis es trocken genug ist, wird wieder Regen kommen gegen Mitte der Woche

Alternativ würd ich einfach den Ausfallweizen wachsen lassen, gefällt mir an sich auch nicht schlecht, da ich immer wieder feststelle, dass sich eine Menge Regenwürmer tummeln, wo der wächst....
...werd mich nur morgen entscheiden müssen

Danke für Eure Tipps, Ring

Ring
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Re: Tieflockerung zu Senf

Beitrag von Ring » Sonntag 5. September 2010, 19:48

goos hat geschrieben::mrgreen:

@ Ring

welche bodenart hast du ?
Hallo Goos,
hab überwiegend sandigen Lehm, teilweise aber wechselnde Böden, welche von Sand bis Ton auf einer Fläche reichen können

Gruß, Ring

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