Arbeitsablauf mit ZF

ulikum
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Re: Arbeitsablauf mit ZF

Beitrag von ulikum » Freitag 9. September 2011, 20:47

Folgendes könnte sich anbieten:

-> Niederwalzen und Direktsaat mit der Tandemflex (wenn nicht zufiel Getreide vorhanden ist)
-> Abspritzen mit Glyphos oder anderen Mitteln 14 Tage vor der Saat, dann Direktsaat.
-> Abspritzen mit Glyphos nach der Direktsaat.

Schädigungen durch den Kontakt mit Glyphosat sind nicht zwingend, sonder sie können entstehen.!
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
"Platon"

Konrad Steinert
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Re: Arbeitsablauf mit ZF

Beitrag von Konrad Steinert » Sonntag 11. September 2011, 18:38

Bei solchen Zwischenbegrünungen ist es immer schwierig, vorher eine Bodenbearbeitung machen zu wollen, schon gar nicht mit dem Grubber. Wenn überhaut, kämen nur Scheibengeräte in Frage. Dann hat man aber immer noch ein Saatbett mit einem hohen Anteil grüner, faulender Biomasse, was nachteilig für den Aufgang ist. Zu empfehlen ist, mit der Tandemflex gleich in den Bestand zu drillen, was auch hinsichtlich der Saatguteinbettung optimal ist. Die großen Scheiben finden ihren Weg am besten in einem stehenden Bestand.
Sinnvoll wäre eine Glyphosatbehandlung vor der Bestellung, wobei eine Wartezeit von mehreren Tagen einzuplanen ist. Normalerweise walzt die Tandemflex einen großen Teil des Bestandes nieder, wodurch die Zwischenfrüchte bereits größtenteils absterben. Sofern die Zwischenfrucht sauber ist, könnte man dann auch gleich auf den Frost warten und dazu selektive Mittel einsetzen. Leider gelingt ein von Ungräsern und Ausfallegtreide freier Zwischenfruchtbestand nicht immer, so dass auf Glyphosat nicht verzichtet werden kann.
Eine evt. Schädigungen durch Glyphosat sollte durch ein Spritzfenster geprüft werden; meist findet man das Problem dieser Schäden, wenn man in dichtes Ausfallgetreide sät, wobei in diesem Fall noch hinzu zu berücksichtigen ist, dass weitere Schädigungen des auflaufenden Getreides über Pilzkrankheiten und Viren aus dem Ausfallgetreide heraus dazu kommen.
Dr. Konrad Steinert
Redaktion
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