Regenwurm und Hochwasser

Antworten
Norbert Sauer
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 17. Oktober 2009, 07:36

Regenwurm und Hachwasser

Beitrag von Norbert Sauer » Samstag 22. Januar 2011, 07:58

Hallo,

ich habe einen Acker im Überschwemmungsgebiet des Maines. Jetzt ist er über eine Woche ca 1,5 m unter Wasser gewesen.
Wie geht es meinen Regenwürmern ?
Überleben die das ?
Wenn nicht, wielange dauert es bis sich der Regenwurm ansiedelt ?
Und woher kommt er? Im Umkreis von 100 m war alles überschwemmt.

Das Feld (Pachtland)sah seit 10 Jahren keinen Pflug und seit drei Jahren wird direkt gesät.
In der Nacht nach dem Maisdrescher fiel Schnee, das heißt es konnte nichts mehr gesät werden.
Wenn das Wasser abgelaufen ist werde ich mal Bilder machen.

Vielen Dank für Antworten oder Erfahrung aus anderen Hochwassergebiete

Norbert

joe_d
Beiträge: 102
Registriert: Freitag 7. August 2009, 21:30

Re: Regenwurm und Hochwasser

Beitrag von joe_d » Sonntag 23. Januar 2011, 19:22

gute Frage, kann ich dir leider auch nicht wirklich beantworten
über einer der letzten freiwilligen Mitarbeiter die wir noch haben......
Dr. Bauchhens ist da ein heisser Tip

mfg Joe

das 20jh.... in dem der Bauer vom Menschenfürher zum Traktorführer wurde....;-)
als das Leben vom Wasser auf das Land kam, wurden tendenziell von jenen die Geschlechtsorgane immer schöner, die ihre Verdauungsorgane in den Boden trieben, gegen über jenen die sie mit sich herumtrugen.....

joe_d
Beiträge: 102
Registriert: Freitag 7. August 2009, 21:30

Re: Regenwurm und Hochwasser

Beitrag von joe_d » Freitag 23. November 2012, 13:24

anbei noch ein interessanter Radiobericht...hoffe er geht noch

http://cba.fro.at/65584
http://cba.fro.at/66557

viel Spaß
Joe
als das Leben vom Wasser auf das Land kam, wurden tendenziell von jenen die Geschlechtsorgane immer schöner, die ihre Verdauungsorgane in den Boden trieben, gegen über jenen die sie mit sich herumtrugen.....

Wieland Ihm
Beiträge: 16
Registriert: Mittwoch 23. Februar 2011, 19:55

Re: Regenwurm und Hochwasser

Beitrag von Wieland Ihm » Sonntag 17. Februar 2013, 23:36

Vielen Dank für diesen horizonterweiternden Link zum Interview mit Sepp Braun!

Georg Doppler
Beiträge: 125
Registriert: Dienstag 14. Oktober 2008, 21:07
Wohnort: Waizenkirchen - Oberösterreich
Kontaktdaten:

Re: Regenwurm und Hochwasser

Beitrag von Georg Doppler » Donnerstag 9. April 2015, 23:18

Wir haben Flächen in der Flussniederung die alle paar Jahre mehr oder weniger überschwemmt werden. Die Flächen werden dann, bevor sie "von oben her" überflutet werden, von unten über die Drainagen eingestaut und geflutet. Das treibt die Tauwürmer sofort aus dem Boden. Nach meiner Beobachtung überleben die das nur wenn sie nicht länger als einen Tag im Wasser liegen. Auch kann man nach jedem Hochwasserjahr feststellen, dass die Würmer viel weniger sind.
lg
Georg
Bio-Marktfruchtanbau, Blonde d´Aquitaine hornlos Zucht, Freilandschweinehaltung in Oberösterreich:
Mulch- und Direktsaat auf mittelschwerem Lehm, 360m, 900mm, 7,8 Grad
http://www.biohofdoppler.at
Vibroflex, John Deere 750a, Dynadrive

Hansi
Beiträge: 17
Registriert: Freitag 23. Mai 2014, 10:15

Re: Regenwurm und Hachwasser

Beitrag von Hansi » Freitag 10. April 2015, 18:31

Norbert Sauer hat geschrieben:Hallo,

ich habe einen Acker im Überschwemmungsgebiet des Maines. Jetzt ist er über eine Woche ca 1,5 m unter Wasser gewesen.
Wie geht es meinen Regenwürmern ?
Überleben die das ?
Wenn nicht, wielange dauert es bis sich der Regenwurm ansiedelt ?
Und woher kommt er? Im Umkreis von 100 m war alles überschwemmt.

Das Feld (Pachtland)sah seit 10 Jahren keinen Pflug und seit drei Jahren wird direkt gesät.
In der Nacht nach dem Maisdrescher fiel Schnee, das heißt es konnte nichts mehr gesät werden.
Wenn das Wasser abgelaufen ist werde ich mal Bilder machen.

Vielen Dank für Antworten oder Erfahrung aus anderen Hochwassergebiete

Norbert
Au weia,da kannst Du mit Sicherheit von vorne anfangen,denn die Würmer können wohl ausschliesslich von den Rändern her einwandern.
Gibt es praktikable Lösungen,Würmer in grösseren Mengen zu züchten und auszusetzen? oder sind diese Lösungen nur für den Kleinkomposter?
Wenn ich dieses hier lese,weiss ich meinen Standort wieder mal zu schätzen,ich schlage mich nur mit mehreren hundert Möwen bei der Bodenbearbeitung herum
Gruss Hansi
50 Jahre Viehloser Ackerbau in Schleswig-Holstein
mit den typischen Problemen dieser Anbau-Folge.

Konrad Steinert
Beiträge: 507
Registriert: Freitag 17. Oktober 2008, 14:00
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Regenwurm und Hochwasser

Beitrag von Konrad Steinert » Freitag 10. April 2015, 20:54

Tatsächlich, die Tauwürmer gibt es im Internet:
https://www.wurmhandel.de/lombrico-terr ... mus/a-115/
Ob das auf dem Acker sinnvoll ist, wage ich mal zu bezweifeln. In den Nordamerika soll es weite Landstriche ohne Regenwürmer geben, und hier kann das durchaus sinnvoll sein - wäre aber eine Faunenverfälschung, die heute sehr kritisch gesehen wird.. Eine Überschwemmung mag zwar 90 oder 99 % aller Regenwürmer zu vernichten, aber ein paar überleben das wahrscheinlich immer, evt. auch als Ei oder im Ruhezustand, tief eingekapselt im Boden. Wenn man die Voraussetzungen (Bodenbedeckung + Bearbeitungsruhe) schafft, wird sich der Bestand wahrscheinlich innerhalb einiger Jahre wieder erholen. Bei häufigeren Überflutungen wird man auf die tiefgrabenden Regenwürmer verzichten müssen.
Dr. Konrad Steinert
Redaktion
LOP LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG
Das Fachmagazin für den
professionellen Pflanzenbau
http://www.pfluglos.de

Antworten