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Re: Der richtige Boden

Verfasst: Mittwoch 12. Mai 2010, 07:59
von Konrad Steinert
Mit dem Rotschwingel hat man wegen der starken Allelopathie ein Problem, das wollte ich mit dieser Anmerkung sagen. Außerdem regeneriert sich ja die abgespritzte Narbe oft von selbst durch Ausfallsamen und den wenigen überlebenden Trieben. Es erscheint daher sinnvoll, die Narbe zusätzlich zum Herbizideinsatz zu bearbeiten und außerdem ausreichend Rottezeit einzuplanen, damit sich die herbizid wirkenden Bestandteile zersetzen können.

Ich hatte das mal in einem Editorial aufgegriffen, dass der Rotschwingel ein "Bioherbizid" abgibt und damit als Vorfrucht ein zweischneidiges Schwert ist. Er unterdrückt zwar Unkräuter optimal, kann sich aber auch gegen die als Nachfrucht gesäte Winterung richten.

Hier ist alles genauer beschrieben:

http://www3.interscience.wiley.com/home ... 1_14_a.pdf

Re: Der richtige Boden

Verfasst: Donnerstag 13. Mai 2010, 07:04
von low-tiller
Andreas Lemke hat geschrieben:Wintergerste, Winterweizen auf Flächen die 20Bp grundwasserfern un extremer Frühjahrstrockenheit ausgesetzt sind, na dann viel Erfrolg.... da brauch ich keinen Versuch anlegen... wenn sich bei Trockenheit die Blätter vom Roggen schon einrollen will ich nich wissen was der Wiezen dann erst macht auch dieser Kamel-Weizen(capo) überlebt das nicht...

Sicherlich haben unsere Böden nicht die Voraussetzung wie oben beschrieben wer das hat kann sich glücklich schätzen wir leider nicht(noch nicht ;) )... und wie Herr Steinert schon geschrieben hat mit Wasser zum richtigen Zeitpunkt ist alles möglich...
hallo andreas,

wie du es schon sagst , die erträge steigen oder fallen mit dem wasserangebot !
ab einem gewissen wasserdefizit ist es scheiß egal ob weizen oder roggen vertrocknet ...... !
lieber goos, ich habe auch schon roggenähren gesehen , die aufgrund mehrwöchiger trockenheit in der blattscheide steckengeblieben sind .
es gibt auf unseren sandböden jahre , da ist es wurst welche frucht bestellt wurde , da steht am ende immer ein minus vor dem betriebsergebniß , selbst wenn durch mehrfaches beregnen ein ertrag von über 80 dt getreide realisiert werden könnte .
die kunst auf solchen standorten überleben zu können ist , die kunst der beihilfenoptimirung und den aufwand so gering wie möglich zu halten , das in extremjahren die zahl hinter dem ninus möglichst klein ausfällt .
@ goos,
anreas lemke oder jürgen mayer wissen was sie schreiben, wenn sie über grundwasserfernen sand schreiben !

gruß jm