Der richtige Boden

ulikum
Beiträge: 393
Registriert: Montag 1. Februar 2010, 14:48

Der richtige Boden

Beitrag von ulikum » Sonntag 9. Mai 2010, 14:29

.............. wo ist unser Problem?

Folgendes habe ich als Anleitung für Hobbygärtner gefunden.
Zitat:
1. den Sandboden; er besteht aus einzelnen Sandkörnern, lässt sich nicht ...
formen und haftet nicht an den Fingern,
Sandböden sind meist sauer und nährstoffarm und können Wasser schlecht speichern;
Sandböden sind gut durchlüftet, erwärmen sich schnell, trocknen aber auch schnell wieder aus

Wichtig für die Entwicklung von Leben im und auf dem Boden ist vor allem eine Humus – Schicht.
Denn Humus macht den Boden bewohnbar. Mit Humus wird eine langfristige Versorgung der Pflanzen sichergestellt. Die Herstellung von Humus wird hauptsächlich von den Bodenorganismen übernommen, die die Schnittstelle zwischen lebenden Pflanzen und Organismen sowie der toten organischen Substanz sind. Die Bodenorganismen ernähren sich dabei von Vorhandenem, d.h. von abgestorbenen Pflanzenteilen, von vorhandenem Humus, von lebenden Pflanzenteilen und auch von toten Organismen. Aus diesen Sachen produzieren sie wieder Nährstoffe. Nährstoffe werden also auf ganz natürlichem Weg nachgeliefert und stehen je nach der Höhe der biologischen Aktivität schnell oder weniger schnell wieder zur Verfügung. Humus ist somit keine Bodenart, sondern als Humus bezeichnet man die organischen Substanzen im Boden.

Der lebenswichtige Humus besteht aus folgenden Mineral- und Nährstoffen:
• Wasser
• Mangan
• Schwefel; ist teilverantwortlich für den Stoffwechsel der Pflanze
• Kalium; macht Pflanzen widerstandsfähig gegen Schädlingsbefall
• Phosphor; ist sehr wichtig für die Bildung von Blüten und Früchten
• Kohlenstoff
• Kalzium; ist teilverantwortlich für den Stoffwechsel und sorgt für eine optimale Wirkung der anderen Nährstoffe
• Aluminium
• Eisen; ist wichtig für die Bildung des grünen Farbstoffes
• Stickstoff; ist sehr wichtig für das Pflanzenwachstum, damit eine Unterentwicklung ausgeschlossen wird
• Magnesium; ist wichtig für die Bildung des grünen Farbstoffes
• Zink; ist für das Wachstum mitverantwortlich

Wie Humus auf die Pflanze und den Boden wirkt, ist nachvollziehbarerweise abhängig von seiner genauen Zusammensetzung. So kann sich ein Überschuss an einem Nährstoff genauso negativ auswirken wie ein Mangel. Deshalb ist es mitunter erforderlich, die Humusschicht zu verbessern mit Düngemitteln, die fehlen oder mit Mitteln, die einen eventuellen Überschuss abbauen. Ist der Humus optimal abgestimmt, bildet er die ideale Grundlage für den Gartenbau, denn er hat viele sehr wichtige Aufgaben:

• 1. enthält Mineral- und Nährstoffe
• 2. verbessert den Luft- und Wärmehaushalt des Bodens
• 3. erhöht die Fähigkeit des Bodens, Wasser aufzunehmen
• 4. hat Filteraufgaben gegenüber Schadstoffen zum Schutz des Grundwassers
• 5. Humus stellt den wichtigsten Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen dar und ist somit die Grundlage für den Gartenbau und für die Land- und Forstwirtschaft.

Eine Bodenuntersuchung mit Hilfe einer Bodenprobe, die man entnimmt und einschickt, lässt sich wunderbar die Art des eigenen Bodens und dessen Zusammensetzung feststellen. Mit den Ergebnissen einer solchen Untersuchung kann man der Humusbildung auf die Sprünge helfen und somit den optimalen Boden für die Bedürfnisse seiner Pflanzen schaffen. Das Ergebnis sind dann prächtig gedeihende Pflanzen und hohe Erträge.

Liest man den Text und bringt ihm mit der Aussage von Herrn Bayer zusammen, dann ergibt sich folgendes:
Nimm einen Sandboden, sorge für Humus durch Zwischenfrüchte , für Regen und genügend Nährstoffe ausgewogen und zur richtigen Zeit dann kannst du ohne Probleme Weizen anbauen. !!!


Hallo Herr Bayer

von was sprechen wir eigentlich wenn sie sagen " den angedachten Weizenertrag" ?
ich denke das muss erst mal geklärt werden.
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
"Platon"

goos
Beiträge: 388
Registriert: Montag 27. Oktober 2008, 21:15

Re: Der richtige Boden

Beitrag von goos » Sonntag 9. Mai 2010, 20:10

:mrgreen:

wo hast denn das her ?

wohl von hier...... http://www.schrebergarten-forum.de/
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

ulikum
Beiträge: 393
Registriert: Montag 1. Februar 2010, 14:48

Re: Der richtige Boden

Beitrag von ulikum » Sonntag 9. Mai 2010, 20:29

goos hat geschrieben::mrgreen:

wo hast denn das her ?

wohl von hier...... http://www.schrebergarten-forum.de/
Falsch, ........................
aber wie wäre es mit einer fachlichen Antwort?
und die Frage unter Fruchtfolge ist auch noch offen.
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
"Platon"

tomte
Beiträge: 192
Registriert: Montag 15. Juni 2009, 11:58

Re: Der richtige Boden

Beitrag von tomte » Sonntag 9. Mai 2010, 21:08

ulikum hat geschrieben: Nimm einen Sandboden, sorge für Humus durch Zwischenfrüchte , für Regen und genügend Nährstoffe ausgewogen und zur richtigen Zeit dann kannst du ohne Probleme Weizen anbauen. !!!
Ja klar, wenn du das alles zusammenbekommst dann kannst du wohl so gut wie alles anbauen. Und in einem Garten geht das unter Umständen und mit entsprechend hohem Einsatz vermutlich auch in absehbarer Zeit.
Oder man wählt den intensiven Weg wie im Gewächshaus - Steinwolle statt Sand aber sonst wird alles künstlich erschaffen.
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

York-Th. Bayer
Beiträge: 285
Registriert: Freitag 17. Oktober 2008, 22:00
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Der richtige Boden

Beitrag von York-Th. Bayer » Sonntag 9. Mai 2010, 21:13

ulikum hat geschrieben:.............. wo ist unser Problem?

Liest man den Text und bringt ihm mit der Aussage von Herrn Bayer zusammen, dann ergibt sich folgendes:
Nimm einen Sandboden, sorge für Humus durch Zwischenfrüchte , für Regen und genügend Nährstoffe ausgewogen und zur richtigen Zeit dann kannst du ohne Probleme Weizen anbauen. !!!


Hallo Herr Bayer

von was sprechen wir eigentlich wenn sie sagen " den angedachten Weizenertrag" ?
ich denke das muss erst mal geklärt werden.
Ich beziehe mich auf die Aussage unter dem Thema "Bodenlüfter" wo ich folgendes schrieb:
So abwegig mit Sandboden und Weizenanbau ist es leider nicht. Wenn wir alles auf max. Wasserefiziens und gleichzeitig erhöhte Wasserhaltefähigkeit abgestellt haben dann wird dies möglich sein. Ökonomischer ist es 5 - 6 t/ha Weizen anzubauen als Roggen.

Danke für die detaillierten Hinweise. Wirklich sehr umfangreich. Es ist schön das man selbst im nicht ldw. Bereich sich dazu Gedanken macht. Kretschmer, der Vater der Naturschutz Eule und Autor des Buches "Mulch total" lässt grüßen.
York-Th.
Landwirtschaft mit Passion

tomte
Beiträge: 192
Registriert: Montag 15. Juni 2009, 11:58

Re: Der richtige Boden

Beitrag von tomte » Sonntag 9. Mai 2010, 21:31

York-Th. Bayer hat geschrieben:So abwegig mit Sandboden und Weizenanbau ist es leider nicht. Wenn wir alles auf max. Wasserefiziens und gleichzeitig erhöhte Wasserhaltefähigkeit abgestellt haben dann wird dies möglich sein. Ökonomischer ist es 5 - 6 t/ha Weizen anzubauen als Roggen.
Ich glaube gerne das dies geht (ich habe auch schon Weizen auf schwachen sandigen Böden in trockenen Standorten gesehen), die Frage ist eher, ob Landwirte sich so weit mit dem Thema beschäftigen wollen/können um da hinzukommen. Zudem glaube ich, dass das Risiko bei extensivem Roggenanbau niedriger liegt und sich deshalb die Landwirte dafür entscheiden (und aus einem gesellschaftlichen Druck und Lehrmeinungszwang)

Aber warum nicht Nägel mit Köpfen machen - wer hat solche Flächen und kann dies wenigstens als Versuch anlegen?
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

goos
Beiträge: 388
Registriert: Montag 27. Oktober 2008, 21:15

Re: Der richtige Boden

Beitrag von goos » Sonntag 9. Mai 2010, 22:43

:mrgreen:
Aber warum nicht Nägel mit Köpfen machen - wer hat solche Flächen und kann dies wenigstens als Versuch anlegen?
ich hab schon genug weizen auf sandboden gesehen wo die ähre stecken geblieben ist.....
kann ja mal gutgehen, aber im schnitt der jahre ists ein verlustgeschäft !

aber....
es kann in D begrenzte regionen geben wo es geht....
die sind aber bei der gesamten weizenanbaufläche verschwindend gering....
da nützt auch das ganze aufgeblähe und propaganda hier nichts......

und....
wenn der sandweizenanbauer platt gegangen ist......
dann sind die sand-weizenanbau-propheten auch verschwunden...
die suchen sich dann andere dummköpfe zum "beraten"...

der dumme bauer kann ja seinen schrumpelweizen in einer biogasanlage verklappen,
weil als brotweizen ist sowas auch nicht zu gebrauchen.....
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

ANDERSgesehn
Beiträge: 69
Registriert: Freitag 26. Februar 2010, 18:35

Re: Der richtige Boden

Beitrag von ANDERSgesehn » Montag 10. Mai 2010, 00:11

in langjährigen schnitt paßt bei uns wintergerste einfach besser wie winterweizen auf böden unter 20bp.

gute n8
ANDERSgesehn.
schweinezucht & schweinemastbetrieb mit
pseudovergleyte parabraunerde, 60-68 bodenpunkte
290-410m seehöhe ~900mm jahresniederschlag 9° temp.
im letzten jahrtausend weltmeister in stoppelpflügen.
es ist verdammt hart bauer zu sein.

Konrad Steinert
Beiträge: 507
Registriert: Freitag 17. Oktober 2008, 14:00
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Der richtige Boden

Beitrag von Konrad Steinert » Montag 10. Mai 2010, 08:06

Entscheidend ist hier sicherlich die Verfügbarkeit von Wasser. Kann man einem Sandboden von 12-18 Bodenpunkten z.B. mit Tröpfchenbewässerung kontinuierlich Wasser und evt. Nährstoffe wie in einer Hydrokultur zuführen, lassen sich hier wohl ohne weiteres Höchsterträge von mehr als 120 dt/ha Weizen erzielen. Aber dann müsste man auch über 10 km Tropfschlauch pro ha legen und ggf. vor der Ernte wieder bergen! Mit Beregnung wird das schon schwierig, da man hier aller 3-4 Tage beregnen müsste.
Dr. Konrad Steinert
Redaktion
LOP LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG
Das Fachmagazin für den
professionellen Pflanzenbau
http://www.pfluglos.de

Andreas Lemke
Beiträge: 102
Registriert: Mittwoch 15. Oktober 2008, 18:42

Re: Der richtige Boden

Beitrag von Andreas Lemke » Montag 10. Mai 2010, 11:20

Wintergerste, Winterweizen auf Flächen die 20Bp grundwasserfern un extremer Frühjahrstrockenheit ausgesetzt sind, na dann viel Erfrolg.... da brauch ich keinen Versuch anlegen... wenn sich bei Trockenheit die Blätter vom Roggen schon einrollen will ich nich wissen was der Wiezen dann erst macht auch dieser Kamel-Weizen(capo) überlebt das nicht...

Sicherlich haben unsere Böden nicht die Voraussetzung wie oben beschrieben wer das hat kann sich glücklich schätzen wir leider nicht(noch nicht ;) )... und wie Herr Steinert schon geschrieben hat mit Wasser zum richtigen Zeitpunkt ist alles möglich...

Antworten