Regenwurmaustreibung

joe_d
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von joe_d » Freitag 26. März 2010, 23:02

am 22. waren 22 Kursteilnehmer..... ;)
es stellt sich nun die Frage: von dem Wurmvorrat nun zu leben ... sprich manchmal tiefer zu lockern und versuchen von den Leichensäften zu profitierten o. fleißig zu füttern und darauf hoffen das der Wurmkot pro Jahr 1,5 - 2cm ausfällt und in 10-15 Jahren das ganze Feld nur mehr eine einziger Scheißhaufen ist ;)

lg. Joe
als das Leben vom Wasser auf das Land kam, wurden tendenziell von jenen die Geschlechtsorgane immer schöner, die ihre Verdauungsorgane in den Boden trieben, gegen über jenen die sie mit sich herumtrugen.....

Herbert Pickel
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von Herbert Pickel » Samstag 27. März 2010, 09:36

Hallo.
Ich favorisiere die "Nichtstun-Version". Argument: Der Boden soll ungestört seine natüriche Schichtung und seinen Aufbau erhalten. Wichtigste Maßnahme ist natürlich, füttern mit allem was die Natur hergibt, heißt möglichst viele verschiedene Gattungen von Pflanzen. Alleine der Gedanke eine Regenwurmröhre zu zerstören bringt mich ins grübeln. Plus/Minus Liste Regenwurmröhre was bringt sie wenn ich sie erhalte oder wenn ich mal tief durchlockere.

HOffentlich holt mich bei dieser Strategie die Dichtlagerung meiner Sandpritschen nicht ein :?: :o :ugeek: :geek:

Das werde ich aber sicher erleben, in den nächsten Jahren ;) Wenn es denn so kommt, dann habe ich ja genug Geld gespart durchs "nichtstun", um mir einen Untergrundlockerer (wie sie auf der Agri09 zu sehen waren) zu leisten! 8-)

Gruss
herbert
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
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joe_d
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von joe_d » Sonntag 28. März 2010, 18:32

ja das "nichtstun" wenn das so einfach währe.....
hab gestern noch die Pferdebohnen fertig angebaut ( mit 15 Bourgaultschare ) direkt ins Maisstroh vom letzten Jahr - aber wirklich trocken wars natürlich noch immer nicht.
Mal sehn was besser wird, viel haben ja noch nicht gebaut oder?
schönen Sonntag

Joe
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Georg Doppler
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 28. März 2010, 22:44

Hab auch vorgestern Ackerbohne direkt in Maisstoppeln gesät mit vorlaufendem Scheibensech.
Außerdem Senf und Leindotter dazu.
Bin gespannt wie das wird, auch im Vergleich zu der Teilfläche, die ich schon vor drei Wochen bei Schnee und Frost gesät hab.
Den Würmern wird´s auf jeden Fall gefallen auf dieser Umstellungsfläche. :P
georg
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 28. März 2010, 22:46

Bemerkenswert die gute Krümelung und Einbettung trotz ebenfalls eher feuchter Bedingungen.
georg
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von strike » Montag 29. März 2010, 08:44

@Georg:

Was ist das für eine Sämaschine? Hast du da noch mehr Bilder davon?

Danke

strike

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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von Jana Epperlein » Montag 29. März 2010, 11:41

tomte hat geschrieben:
Sevib hat geschrieben:Wenn man eine ganz normale Heugabel in den Boden steckt und eine weile lang auf den Stiel klopft, kommen bei entsprechender Temperatur für Wurmaktivität auch unmengen an Regenwürmern raus, bin mir aber nicht sicher ob man damit alle austribt und somit zählen kann.
Wie bei vielen Dingen in D gibt es auch für die Regenwurmaustreibung eine DIN-Vorschrift (DIN ISO 23611-1, 2004).
Hierbei handelt es sich um eine kombinierte Handsortierung mit Formalinaustrieb. In der Methodenvorschrift ist beschrieben, dass 1/8 m² Boden bis 20 cm Tiefe ausgehoben wird und unmittelbar anschließend 2,5 l 0,2 %ige Formalinlösung in das Beprobungsloch zum Austrieb der Tiere aus tieferen Bodenschichten gegeben wird. Parallel zur Regenwurmbeprobung ist es für die weitere Interpretation der Daten sinnvoll, die Bodenfeuchte in 5 und 15 cm und die Bodentemperatur in 10 cm Bodentiefe zu ermitteln.
Eine ausführliche Methodenbeschreibung und Lieteratur findet man auf der Seite von Frau Dr. Krück, Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Regenwurmbeprobung.
http://regenwurm.matthiasbrix.de/
Da wir uns in 2010 im Jahr der Biodiversität befinden hat auch die EU einen report verfasst mit dem Titel "Soil biodiversity: functions, threats and tools for policy makers". Den kompletten report findet man unter: http://ec.europa.eu/environment/soil/biodiversity.htm. Interessant ist dabei hinsichtlich Bodenfauna das Kapitel 2 .
Jana Epperlein

goos
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von goos » Montag 29. März 2010, 11:42

:mrgreen:
aufpassen !!!!!!

ackerbohnen ins körnermaisstroh ist etwas problematisch wegen fusariumbefall !
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

Georg Doppler
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von Georg Doppler » Montag 29. März 2010, 21:36

@strike
das ist ein EcoDyn von Wenz.
Schau mal hier:
http://www.gkb-ev.de/forum-new/viewtopi ... &sk=t&sd=a
wenn du dann noch Fragen hast, stell sie gleich dort und ich beantwort sie gerne, soweit ich kann.
Georg
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Re: Regenwurmaustreibung

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 25. April 2010, 22:21

@goos
Laut Dr Huss sind die Fusarien auf Ackerbohne andere als die auf Mais.

Die Bilder sind von heute; genau 1 Monat nach der Saat. (Kein Wunder bei den Temperaturen; wir hatten erst vorgestern noch Morgenfrost...).
Auch schon zu erkennen: Senf und Leindotter
lg
georg
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