Schwarzhafer

farmservice
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Re: Schwarzhafer

Beitrag von farmservice » Samstag 16. Januar 2010, 12:40

Hallo
wenn doch der Schwarz und Sandhafer geht , warum denn als kurz ZF Bei Weizen nach Weizen nicht der normale Hafer?
Jörg

low-tiller
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Re: Schwarzhafer

Beitrag von low-tiller » Samstag 16. Januar 2010, 14:24

farmservice hat geschrieben:Hallo
wenn doch der Schwarz und Sandhafer geht , warum denn als kurz ZF Bei Weizen nach Weizen nicht der normale Hafer?
Jörg
hallo jörg ,
wo steht denn geschrieben , das so etwas nicht geht ?
wenn bei uns weizen nach hafer steht , dann wird der weizen anfang oktober in den haferstoppel geschlitzt und anschließend wird der ausfallhafer ( der z.b. in diesem jahr zur weizensaat schon am rispenschieben war ) mit einem totalherbizid abgespritzt .
schwarzbeinigkeit war nie ein wirkliches thema bei dieser vorgehensweise !
gruß jürgen
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Konrad Steinert
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Re: Schwarzhafer

Beitrag von Konrad Steinert » Samstag 16. Januar 2010, 17:50

Natürlich können Sie in der Fruchtfolge auch gern mal Hafer zwischen Wintergetreide anstelle einer Blattfrucht einbauen, die Fruchtfolgewirkung ist vergleichbar mit Blattfrüchten. Leider tun sich die meisten Landwirte aus den verschiedensten Gründen schwer mit dem Hafer, die Anbaufläche ist in den vergangenen Jahren gesunken: geringeres Ertragspotential als Wintergetreide (vor allem in Trockengebieten), Vermarktungsprobleme, kurzer optimaler Druschzeitraum und relativ geringer Deckungsbeitrag im Vergleich zum Winterweizen.
Bei ausreichend Feuchtigkeit kann das Ertragspotential des Hafers jedoch sehr hoch sein. Die Diskussion ist hier ähnlich wie bei den Körnerleguminosen, die auch oft empfohlen werden, aber dann doch nur selten angebaut werden.
Dr. Konrad Steinert
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Konrad Steinert
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Re: Schwarzhafer

Beitrag von Konrad Steinert » Sonntag 17. Januar 2010, 17:27

Wenn Sie den Hafer als Zwischenfrucht anbauen möchten, sollten Sie möglichst den Sandhafer verwenden. Dieser bietet hinsichtlich Biomassebildung, Anspruchslosigkeit gegenüber Boden und Nährstoffangebot, Wurzelleistung, Resistenz gegenüber Trockenheit und Rostkrankheiten, Unterdrückung von Ausfallgetreide und Unkräutern sowie allelopathischen Effekten deutliche Vorteile gegenüber normalem Körnerhafer.
Sofern Ihnen kein Saatgut vom Sandhafer zur Verfügung steht, ist es sicher besser, normalen Hafer bzw. ein Zwischenfruchtgemenge mit Hafer anzusäen als ganz auf den Zwischenfruchtanbau zu verzichten.
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Re: Schwarzhafer

Beitrag von Sevib » Sonntag 17. Januar 2010, 23:32

Konrad Steinert hat geschrieben: Bei ausreichend Feuchtigkeit kann das Ertragspotential des Hafers jedoch sehr hoch sein. Die Diskussion ist hier ähnlich wie bei den Körnerleguminosen, die auch oft empfohlen werden, aber dann doch nur selten angebaut werden.
Die geringe Anbaubedeutung von Hafer wird wohl hauptsächlich am niedrigen Energiegehalt, der gerade mal auf dem Niveau einer guten Maissilage liegt liegen.

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