Hafer als Zwischenfrucht

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fiddy
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Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von fiddy » Mittwoch 15. Juli 2009, 19:47

Hallo

ich möchte Hafer nach Weizen als Zwischenfrucht anbauen.Im Frühjahr soll Mais folgen.Nun meine Frage wie hoch soll die Saatstäke sein,und soll ich diesen mit Biogassubstrat düngen?

Gruss
fiddy
Man findet keine Freunde mit Salat

Konrad Steinert
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Re: Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von Konrad Steinert » Donnerstag 16. Juli 2009, 07:52

Bei Hafer müssten Sie sich an der Aussaatstärke als Druschfrucht orientieren, als Anhaltspunkt sollen hier etwa 120 kg/ha ausreichen.

Als Nichtleguminose benötigt Hafer natürlich Stickstoff, Biogasgülle sollte daher nach Verfügbarkeit eingesetzt werden. Nur mit ausreichend Stickstoff erhalten Sie ausreichend Biomasse.
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Rudi Kuttner
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Re: Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von Rudi Kuttner » Donnerstag 16. Juli 2009, 11:46

Möchte zu Hafer noch Lupine u. Ölrettich dazugeben! Wirkt sich dabei eine Güllegabe auf die Lupine negativ oder hat es darauf keinen Einfluß? Bitte um Eure Antworten

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Andreas Lemke
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Re: Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von Andreas Lemke » Donnerstag 16. Juli 2009, 12:14

Ja wollte auch hafer und Lupine Drillen eventuell anstatt Lupine Sommerwicke weil ich noch paar kilo´s rum liegen habe ,schließe mich Rudi´s frage an und dachte mir dann müsste man doch auch den Hafer anteil reduzieren ....

hätte vielleicht jemand ein Mischungs Vorschlag parat ...

gruss Andreas

Konrad Steinert
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Re: Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von Konrad Steinert » Freitag 17. Juli 2009, 08:45

Bei Mischungen gilt die Faustregel, die Anteile proportional zur Normaussaatstärke zu gestalten.
Wenn man z. B. 120 kg/ha Hafer, 180 kg/ha Lupinen und 15 kg pro ha Ölrettich in Reinsaat sät, müsste man dann im Gemenge 40 kg/ha Hafer, 60 kg/ha Lupinen und 5 ha Ölrettich säen.
Wenn eine Gülledüngung erfolgt, dann könnte der Anteil der Nichtleguminosen, insbesondere des Ölrettichs, z.B. auf 3 kg/ha reduziert werden, damit dieser die Lupine nicht zu stark verdrängt. Leider weiß man nie so genau, wie sich das Gemenge mit einer Güllegabe entwickelt (hängt ab von Witterung und Dosierung der Gülle), in vielen Fällen werden aber die Leguminosen ziemlich stark unterdrückt. Wenn ausreichend Gülle (im Äquivalent von mehr als 60-80 kg N/ha) zur Verfügung steht, sollte man auf kostenintensive Leguminosen in der Mischung wahrscheinlich besser verzichten bzw. diese nur in geringer Menge beigeben, da der Nutzeffekt gering bleibt.
Dr. Konrad Steinert
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Bayer40
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Re: Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von Bayer40 » Montag 2. August 2010, 08:25

Hallo,
Nachdem sich die Ernte heuer verzögert,
wie lange kann man noch Hafer Erbsen Gemenge aussäen?
60kg/60kg müsste die Menge angepasst werden?
Südost Bayern- Folgefrucht Mais

Sevib
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Re: Hafer als Zwischenfrucht

Beitrag von Sevib » Montag 2. August 2010, 10:07

Bayer40 hat geschrieben: wie lange kann man noch Hafer Erbsen Gemenge aussäen?
Bis ca. mitte August
Bayer40 hat geschrieben: 60kg/60kg müsste die Menge angepasst werden?
Kommt drauf an was du vor hast... und das TKG

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