Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

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Martin Peißl
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Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

Beitrag von Martin Peißl » Mittwoch 7. Juli 2010, 08:56

Hallo Forumler,

ich möchte auf einem Teil meiner Fläche Mais nach Mais säen und bin jetzt auf der suche nach einer Zwischenfrucht die nach der Silomaisernte gesät werden soll. Die Frucht sollte sich noch einigermaßen entwickeln.
Ich hab evtl an Hafer gedacht, denn der würde doch auch noch abfrieren.
Würde mich freuen wenn Ihr mir einige Tips geben könntet.

Viele Grüße aus Niederbayern

Martin

Bayer40
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Re: Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

Beitrag von Bayer40 » Donnerstag 7. Oktober 2010, 08:15

Servus,
würde mich auch interessieren was jetzt noch geht, aussaat bis nächste Woche.
welche winterharte begrünungen gehen noch. geplante aussaat mit Grubber und säkasten??
Kosten?
Bitte um Eure erfahrungen.

Grüße aus Bayern

Konrad Steinert
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Re: Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

Beitrag von Konrad Steinert » Donnerstag 7. Oktober 2010, 10:06

Viel Sinn macht das nicht mehr, egal was man auch wählt! Der letzte Termin für Sommerzwischenfrüchte ist Anfang September, sonst bildet sich zu wenig Biomasse und der Aufwand für das Saatgut lohnt nicht mehr. Eine Zwischenfrucht sollte mindestens 6 Wochen Vegetationszeit haben.

Es wäre sinnvoll, über Untersaaten nachzudenken, wenn man etwas für die Bodenfruchtbarkeit tun möchte. Eventuell auch über Winterzwischenfrüchte wie Roggen oder Winterrübsen, dann sollte der Umbruch/der Schnitt aber auch erst nach Anfang Mai erfolgen, da sonst der Aufwuchs zu gering bleibt. Das kostet wiederum Vegetationszeit und damit Ertrag.
Dr. Konrad Steinert
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Florian Hille
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Re: Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

Beitrag von Florian Hille » Donnerstag 7. Oktober 2010, 12:36

Hallo zusammen,

also ausm Bauch heraus würde ich noch an Winterroggen denken. Billige sache wäre welchen aus dem Lagerhaus zu holen
und einfach mal mit 1/3 erhöhter Saatmenge breit zu machen. Wird bei euch in Bayern überhaupt Roggen angebaut?
Spät ist es schon wie Herr Steinert sagt, daher wenn man billige Konsumware kriegen würde, würde ich es so machen.
Ob wir noch ein paar schöne Sonnenscheintage bekommen wissen wir nicht, und wenns im Frühjahr nur so aus Eimern
schüttet ist wenigstens was da was das Wasser rausbringt. Vielleicht wäre die ganze Problematik ja was um in Gebieten
wo die Stelzenräder wegen Zünsler laufen noch was positives mit den Dingern anzustellen. In den USA gab es so einen
mit Pneumatikstreueraufsatz und langen Schleppschläuchen, kann man schön spät ne Untersaat machen aus billigem
Getreide und was weiß ich noch...

nette Grüße,

Florian
Heimat Cottbus; großes Interesse an Methoden alternativer Landwirtschaft seit einigen Jahren; Laufbahn: Abitur; Praktikas
im Ackerbau ( Bio-Dyn, / Direktsaat etc.) ; Lehre zum Ldw. ( Direktsaatbetrieb) nach 2 Jahren bestanden

Bayer40
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Re: Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

Beitrag von Bayer40 » Freitag 8. Oktober 2010, 07:55

Hallo,
das Sommerungen wegfallen ist klar.
Meine überlegungen gehen richtung winterharter Zwischenfrucht, die noch masse machen können,
bzw. im Frühjahr noch was zustande bringen.
Geplant wäre dann die ZF so um den 20/25 März mit Glyphospaht zu behandeln und dann so ab dem 10/15 April
Mais rein zusäen.

Die Fragen sind welche ZF können mit dem Grubber und ZFSäaggregat oberflächlich ausgebracht werden?
bzw. hat die gesamte Überlegung einen sinn, oder ist zuwenig Vegitationsphase von Haus aus Vorhanden??
Welche Saatstärken?? evtl. ha/kg kosten??

Danke für eure Meinungen.
Grüße aus Bayern

Konrad Steinert
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Re: Zwischenfrucht bei Mais auf Mais

Beitrag von Konrad Steinert » Freitag 8. Oktober 2010, 12:55

Es kommt jetzt eigentlich nur noch der Roggen infrage, mit ziemlich hohen Aufwandmengen von 120-180 kg/ha. Bis Anfang Mai bildet der auch noch einiges an Biomasse und nimmt Stickstoff auf. Für alles andere ist es jetzt zu spät. Mit dem Düngerstreuer verteilen auf dem gegrubberten Feld verteilen und dann evt,. nochmal an-/einwalzen müsste gut funktionieren.
Dr. Konrad Steinert
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