Bodenuntersuchung

Franz
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Bodenuntersuchung

Beitrag von Franz » Montag 1. März 2010, 13:56

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

in einer LOP Ausgabe im letztem Jahr, war ein äußerst Interessanter Beitrag zu einer alternativen Bodenuntersuchung. Dabei wurde auch das Instiut genannt, welches die Untersuchungen durchführt. Leider habe ich dies LOP Ausgabe nicht mehr. Kann mir jemand, den Namen des Institus nennen?

Schöne Grüße
Franz

Konrad Steinert
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von Konrad Steinert » Montag 1. März 2010, 16:11

Wenn Sie den Beitrag aus Ausgabe August, S. 22-25, meinen, dann handelt es sich um die Kinsey-Methode.
Ansprechpartner dazu in Deutschland ist Herr Bayer,
www.beratung-mal-anders.de
Dr. Konrad Steinert
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LOP LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG
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http://www.pfluglos.de

tomte
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von tomte » Montag 1. März 2010, 18:08

und hier gab es mal ein Thema dazu: http://www.gkb-ev.de/forum-new/viewtopi ... lit=kinsey
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

ulikum
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von ulikum » Dienstag 6. Juli 2010, 18:03

Ein Vergleich verschiedener Untersuchungssysteme (u.a. Kinsey)

http://www.alva.at/upload/Publikationen ... tscher.pdf
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
"Platon"

tomte
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von tomte » Mittwoch 7. Juli 2010, 11:42

ulikum hat geschrieben:Ein Vergleich verschiedener Untersuchungssysteme (u.a. Kinsey)

http://www.alva.at/upload/Publikationen ... tscher.pdf
Mein erster Gedanke dazu war: "die Untersuchungen sind also mehr oder weniger für die Katz - also besser die Finger selbst in den Boden stecken und selbst lernen und wissen was da passsiert"

Mein zweiter Gedanke: "Wieviele dieser Untersuchungen sind von Düngemittelliferanten/-Herstellern geponsert oder haben gar Abnahmeverträge? Oder wer hat die Studie an der TUM finanziert?"
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ulikum
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von ulikum » Mittwoch 7. Juli 2010, 12:35

Der genauen Wortlaut des Forschungsauftrages ist mir auch nicht bekannt.
Ich halte es für unwahrscheinlich, das die Labore untereinander Kontakt bei der Analyse der Proben hatten.

http://www.bowasan.at/
http://www.ages.at/ages/landwirtschaftl ... rnaehrung/
http://www.agrana.at/local/AG_%D6_ZFT1.asp
http://synlab.net/synlab_international. ... %20Kingdom
http://www.wzw-bioanalytik.de/
http://www.kinseyag.com/
http://www.beratung-mal-anders.de/
Viel interessanter finde ich das man je nach Ansatz (Lehre) ein unterschiedlichen Düngeempfehlung herausbekommt.
Was richtig oder falsch ist kann man folglich so nicht sagen, jeder muss es für sich selbst entscheiden.

Die Ganzheitliche Betrachtung der Boden-/ Pflanzenernährung welche eigentlich richtig wäre
gibt es nur in Lehren aus dem letzten Jahrhundert, aber die müssten weiterentwickelt werden.
Eine Weiterentwicklung dieser Ansätze ist mir zur Zeit auf Grund der Komplexität und mangels wirtschaftlicher Vermarktungsmöglichkeiten nicht bekannt.

Mein Resümee:
Mal was anderes Ausprobieren nicht immer nur die Lufa.
Dann sehen wie sich der Boden bzw. die Pflanzen entwickeln.
Die Zeit zur Probeentnahme nach der Ernte ist günstig und das sollte uns- unser Kapital (Boden) wert sein.
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und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
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tomte
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von tomte » Mittwoch 7. Juli 2010, 19:31

ulikum hat geschrieben: Die Ganzheitliche Betrachtung der Boden-/ Pflanzenernährung welche eigentlich richtig wäre
gibt es nur in Lehren aus dem letzten Jahrhundert, aber die müssten weiterentwickelt werden.
Eine Weiterentwicklung dieser Ansätze ist mir zur Zeit auf Grund der Komplexität und mangels wirtschaftlicher Vermarktungsmöglichkeiten nicht bekannt.
Was meinst du denn mit wirtschaftlicher Vermarktungsmöglichkeit?
Btw. es gibt Menschen, die deswegen extra russisch lernen um die alten russischen Lehrbücher zu studieren...
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ulikum
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von ulikum » Donnerstag 8. Juli 2010, 11:39

Die Ganzheitliche Betrachtung der Boden-/ Pflanzenernährung welche eigentlich richtig wäre
gibt es nur in Lehren aus dem letzten Jahrhundert, aber die müssten weiterentwickelt werden.
Da bei ganzheitlicher Betrachtung die Handelsdünger nur einen Teil der Pflanzenernährung ausmachen, besteht von Seiten der Industrie kein Interesse das jetzige System zu ändern.
Einzig und alleine Beratungsfirmen und Untersuchungslabore und natürlich wir Landwirte könnten aus neuen Erkenntnissen einen Vorteil ziehen.
Warum sollte die Industrie dafür Geld ausgeben?

Nur mal zum Nachdenken:
Je ha Ackerland sind im Boden Pflanzenverfügbar ca 1 to N (+/-) die Luft enthält auch jede Menge.
Warum müssen wir dann eigentlich Stickstoff düngen?
Warum kann ich mit NPK Dünger ab einem gewissen Level den Ertrag nicht mehr steigern?
Nehme ich aber organischen Dünger ist eine weitere Steigerung sehr wohl möglich.
Siehe auch Beitrag der DSV Bodenbiologie unser Boden Schlüssel zum Erfolg 4 Tabelle.
Warum gibt es immer noch keine Analytisch genauen Untersuchungen zum System- Humus? (siehe Mykoritza)
Wir wollen doch sonst immer alles genau erklären können.
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goos
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von goos » Donnerstag 8. Juli 2010, 14:52

:mrgreen:
ulikum hat geschrieben:Die Ganzheitliche Betrachtung der Boden-/ Pflanzenernährung welche eigentlich richtig wäre
gibt es nur in Lehren aus dem letzten Jahrhundert, aber die müssten weiterentwickelt werden.
Da bei ganzheitlicher Betrachtung die Handelsdünger nur einen Teil der Pflanzenernährung ausmachen, besteht von Seiten der Industrie kein Interesse das jetzige System zu ändern.
Einzig und alleine Beratungsfirmen und Untersuchungslabore und natürlich wir Landwirte könnten aus neuen Erkenntnissen einen Vorteil ziehen.
Warum sollte die Industrie dafür Geld ausgeben?

Nur mal zum Nachdenken:
Je ha Ackerland sind im Boden Pflanzenverfügbar ca 1 to N (+/-) die Luft enthält auch jede Menge.
Warum müssen wir dann eigentlich Stickstoff düngen?
Warum kann ich mit NPK Dünger ab einem gewissen Level den Ertrag nicht mehr steigern?
Nehme ich aber organischen Dünger ist eine weitere Steigerung sehr wohl möglich.
Siehe auch Beitrag der DSV Bodenbiologie unser Boden Schlüssel zum Erfolg 4 Tabelle.
Warum gibt es immer noch keine Analytisch genauen Untersuchungen zum System- Humus? (siehe Mykoritza)
Wir wollen doch sonst immer alles genau erklären können.
schon mal daran gedacht,
in welcher form dieses N vorhanden ist ?
und was wäre wenn diese to N weg wäre....
außerdem, wenns so einfach wäre,
hätte z.b. weizen 1000kg N zur verfügung...
brauchen tut er nur ca.150/200kg......
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

Herbert Pickel
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Re: Bodenuntersuchung

Beitrag von Herbert Pickel » Donnerstag 8. Juli 2010, 16:07

Hallo.

Es wurde mal ein Versuch angelegt nach Vartanen (glaub so hieß der Forscher). Da wurde ein N freie Lösung mit Vitamin B12 versetzt und eine Pflanze (ich meine es war Mais) installiert mit der Vermutung ohne N geht die Pflanze ein.

Die Pflanze aber wuchs normal und der Forscher erklärte es sich damit, dass selbst die Maispflanze bei einem Optimum an Versorgung hinsichtlich biologischer Aktivität den Luftstickstoff nutzen konnte.

Es gibt bestimmt Berater die das Thema genauer kennen.

Dazu wäre noch zu erwähnen, dass es biologisch bewirtschaftete Flächen gibt, die selbst im 5 oder 6 Jahr nach der Leguminose noch sehr ertragreiche Ernten bringen. Selbstverständlich mit intensivsten Zwf-Bau. Habe ich selber begutachten können.
Diese Zusammenhänge geben mir viel zu denken.

Gruss
H.
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
bis 40 Bodenpunkte, Frühjahrstrockengebiet, Großraum Erlangen

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