N-min- Proben

tomte
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Re: N-min- Proben

Beitrag von tomte » Samstag 9. Januar 2010, 16:16

goos hat geschrieben: solche krasse N-mineralisation von 120kg/ha sind meist nur theorie.....kommt ganz selten vor,
auf nur ganz bestimmten böden, auch bei wiesenumbruch und ist abhängig vom kolloidreichtum.....
und wenn klimatische verhältnisse zusammentreffen.....

sand und schotterböden, humusarme tonböden sind meist nicht betroffen...
rofl
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
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goos
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Re: N-min- Proben

Beitrag von goos » Samstag 9. Januar 2010, 17:01

:mrgreen:

auch rofl.....

beweise das gegenteil....
aber mit fakten, nicht nur mit theroritischen palaver......

.
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

tomte
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Re: N-min- Proben

Beitrag von tomte » Sonntag 10. Januar 2010, 15:23

goos hat geschrieben:beweise das gegenteil....
aber mit fakten, nicht nur mit theroritischen palaver......
Du bist in der Beweispflicht, nicht ich. Ich habe dir Fakten geliefert du das inkorrekte theoretische Palaver. Es sind Grundlagen der Bodenkunde, dass tonreiche Böden eine niedrigere Mineralisierungsrate haben als Sandböden (nur als Tipp: Adsorptionsfähigkeit, Aggregatgehalt, Durchlüftung). Richtig und logisch ist, dass Sandböden oder humusarme Böden weniger Kapazität aus sich selbst heraus haben. Deshalb werden bei Tonböden die höheren Gesamtmineralisierungen gemessen. Daher wohl deine falsche Annahme diesbezüglich.
Problematisch ist bei 99% aller Nmin Messungen, dass diese in zu großen Abständen erfolgen und daher die Dynamik dazwischen verschwindet und dementsprechend natürlich nicht "existiert" - meist gewollt.

Nach Einarbeiten von junger Gründungung wurde auf Sandboden eine NO3 Anreicherung von 172kg/ha, gemessen, der Anstieg lag bei ca. 10kg/Tag. Das Gleiche auf Tonböden führte zu einem Anstieg von 5kg/Tag und einer Gesamtanreicherung von 200kg NO3/ha. Das ganze sind Zahlen aus dem ökologischen Landbau und mit Sommerhafer bewachsenen Flächen. Im Herbst bilden sich weitere 70-130kg NO3/ha, werden die nicht aufgenommen (was ein spät gesätes Folgegetreide nicht schafft) werden die wohl nach unten verlagert.

Eine mineralische Stickstoffdüngung hat etwa die gleiche Wirkung auf die Mineralisierung wie die Gründüngung.

Hier noch ein Bild extra für dich. Was in den 14 Tagen vom 15.4. bis 29.4 oder 29.4 bis 13.5 passiert weiß man nicht. Aber gut möglich dass da noch mehr passiert als man so an der Kurve erkennen kann.
Haferertrag war btw 5,5t/ha ohne weitere Düngung.
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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goos
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Re: N-min- Proben

Beitrag von goos » Sonntag 10. Januar 2010, 16:19

:mrgreen:
Je nach Boden ist durch biologische Aktivität die Mineralisierung von 5-10kg/N ha pro Tag ohne weiteres möglich, Anstiege von über 120kg/N ha sind innerhalb von 14 Tagen keine Seltenheit.
hier war aber von gründüngung nicht die rede.......


Was in den 14 Tagen vom 15.4. bis 29.4 oder 29.4 bis 13.5 passiert weiß man nicht. Aber gut möglich dass da noch mehr passiert als man so an der Kurve erkennen kann.
oh, jetzt komm aber.....
daß eingearbeitete gründüngung solche anstiege verursachen kann, das weiß jeder...

ich hatte ja geschrieben "wenn klimatische verhältnisse zusammentreffen....."
und ich behaupte immer noch, daß diese 120kg N mineralisierung ausnahmen sind, nicht die regel !!!!

nach wie vor ist auch mit gründüngung die landwirtschaft nicht zu retten......

aber was solls....
du wirst es schon richtig machen.....lol

.
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Re: N-min- Proben

Beitrag von York-Th. Bayer » Montag 11. Januar 2010, 09:15

goos hat geschrieben::mrgreen:
Je nach Boden ist durch biologische Aktivität die Mineralisierung von 5-10kg/N ha pro Tag ohne weiteres möglich, Anstiege von über 120kg/N ha sind innerhalb von 14 Tagen keine Seltenheit.
hier war aber von gründüngung nicht die rede.......
Was in den 14 Tagen vom 15.4. bis 29.4 oder 29.4 bis 13.5 passiert weiß man nicht. Aber gut möglich dass da noch mehr passiert als man so an der Kurve erkennen kann.
oh, jetzt komm aber.....
daß eingearbeitete gründüngung solche anstiege verursachen kann, das weiß jeder...

ich hatte ja geschrieben "wenn klimatische verhältnisse zusammentreffen....."
und ich behaupte immer noch, daß diese 120kg N mineralisierung ausnahmen sind, nicht die regel !!!!

nach wie vor ist auch mit gründüngung die landwirtschaft nicht zu retten......

aber was solls....
du wirst es schon richtig machen.....lol

.
Dann mal Butter bei die Fische für die Behauptungen. Fündig wird man u.a. in Baden Württemberg, z. B. Prof. Kahnt, zur Mineralisierung nach Leguminosen, als Hauptfrucht. Das ist in den 80ern schon untersucht worden. Die Mineralisierungen lagen dort bei 300+ kg/ha, und das war eher nicht die Ausnahme.
Mehr wie ein 2 Zeiler sollte es nur sein mit vollständigen Sätzen. Oder spricht man in Franken kein Deutsch? Zu meiner Frankenzeit wurden dort ganze Sätze sogar in den Zeitungen geschrieben. ;)

York-Th.
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Re: N-min- Proben

Beitrag von goos » Montag 11. Januar 2010, 11:45

:mrgreen:

mein lieber bayer......

dir gehts doch hier nur um hick-hack zu erzeugen !
hör doch auf mit diesem geschwafel.....
bist du etwa streitsüchtig ?

wie hoch ist der prozentuale anteil von leguminosen in deutschland ?
ist doch egal wenn mal auf 3ha überdurchschnittlich viel mineralisiert wird !!
es werden hier immer die krassesten beispiele zitiert,
die noch von irgendeinem prof. unter laborbedingungen festgestellt wurden....
das ist doch alles praxisfern und bullshit......
und im wahrsten sinn an den haaren herbeigezogen !

warum bringt keiner was von einer N-mineralisierung in einer normalen fruchtfolge ?
da könntet ihr euren wissensstand und profilierungssucht vorantreiben !!

also.....
ich wäre dafür legimunosen als hauptfrucht zu verbieten.....
ist ja sowas von grundwasserschädlich.......
dieses ganze nitrat im trinkwasser !!!!!


.
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Re: N-min- Proben

Beitrag von Stefan » Montag 11. Januar 2010, 18:50

Also beim mir machen Leguminosen exakt 22,5% der Fruchtfolge aus, und das als konventioneller Betrieb.
Somit interessiert mich das ganze schon (siehe Bedeutung oben).
@goos
Franken neigen dazu die Hälfte der Silben zu verschlucken, somit ist Dein Satzbau Frankentechnisch ok - allerdings wird das Forum auch von "Ausserfranken" besucht.
@Herrn Bayer
Kahnt habe ich auch gelesen und auf die 300kg setze ich. ich weiß nur nicht wann die mineralisiert werden. Der Autor Kahnt spricht vom zweiten Anbaujahr nach Leguminosen - ist das so, oder wie kann ich das besser feststellen.
Danke für die Info voraus
Stefan

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Re: N-min- Proben

Beitrag von Hofer Urs » Montag 11. Januar 2010, 19:33

Vielen Dank für Eure Antworten. Leider weiss ich nun nicht viel mehr wie vorher, darum nochmals die Frage: Nützt nun eine N - min Probe, ja oder nein, oder ist das nur ein weiterer Papiertiger? Ist mir schon klar, dass das Ergebnis nur eine Momentaufnahme ist. Normalerweise testet man ja aber gleichzeitug auch N-org. Sollte beispielsweise die kurzfristig verfügbare N -Menge tief sein so kann ich doch ungefähr abschätzen, was sich noch mineralisieren könnte, wenn mir die N. org Menge bekannt ist. Bin ich da falsch??
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Re: N-min- Proben

Beitrag von goos » Montag 11. Januar 2010, 20:39

Hofer Urs hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Antworten. Leider weiss ich nun nicht viel mehr wie vorher, darum nochmals die Frage: Nützt nun eine N - min Probe, ja oder nein, oder ist das nur ein weiterer Papiertiger? Ist mir schon klar, dass das Ergebnis nur eine Momentaufnahme ist. Normalerweise testet man ja aber gleichzeitug auch N-org. Sollte beispielsweise die kurzfristig verfügbare N -Menge tief sein so kann ich doch ungefähr abschätzen, was sich noch mineralisieren könnte, wenn mir die N. org Menge bekannt ist. Bin ich da falsch??
genau das ist das problem..... :mrgreen:
die palavern alle über N-nitrifizierungsraten die jenseits von gut und böse sind,
die höchstens das wunschdenken der biobauern befriedigen,
aber mit praktischer landwirtschaft wenig gemeinsam haben.

die 1. frühjahrsdüngung ist immer ein kleines lotteriespiel,
das man dann etwas mit der 2. N-düngung ausgleichen kann !
auf das kg genau bringt man das sowieso nicht hin.....


.
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Re: N-min- Proben

Beitrag von York-Th. Bayer » Montag 11. Januar 2010, 21:27

Stefan hat geschrieben:Also beim mir machen Leguminosen exakt 22,5% der Fruchtfolge aus, und das als konventioneller Betrieb.
Somit interessiert mich das ganze schon (siehe Bedeutung oben).
@goos
Franken neigen dazu die Hälfte der Silben zu verschlucken, somit ist Dein Satzbau Frankentechnisch ok - allerdings wird das Forum auch von "Ausserfranken" besucht.
@Herrn Bayer
Kahnt habe ich auch gelesen und auf die 300kg setze ich. ich weiß nur nicht wann die mineralisiert werden. Der Autor Kahnt spricht vom zweiten Anbaujahr nach Leguminosen - ist das so, oder wie kann ich das besser feststellen.
Danke für die Info voraus
Stefan
ich schrieb:
"Fündig wird man u.a. in Baden Württemberg, z. B. Prof. Kahnt, zur Mineralisierung nach Leguminosen, als Hauptfrucht. Das ist in den 80ern schon untersucht worden. Die Mineralisierungen lagen dort bei 300+ kg/ha, und das war eher nicht die Ausnahm"
D.h. es ist nicht nur bei Kahnt zu finden sondern es wurden damals im Rahmen des Wasserpfennigs, oder wie das noch hieß, untersucht. Die 300 kg/ha N Freisetzung erzielte man nach Bodenbearbeitung nach Leguminosen Hauptfrucht, in den Beispielen die ich mir merkte. Wieviel man davon anrechnen kann für die Nachfolgekultur, das ist eine gute Frage. Je nach dem wie rasant die Umsetzung ist / war ist halt der größte Teil als Nitrat und damit wohl auf den Weg nach unten mit den Winterniederschlägen.

Zur N Freisetzung unter Leguminosen und im speziellen im Anbauverfahren No Till laufen interessante Versuche u.a. bei Prof. Schmidtke, FH Dresden Pillnitz. Bin selber gespannt auf die Ergebnisse
York-Th.
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