Zwillingsbereifung

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Michl
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Zwillingsbereifung

Beitrag von Michl » Montag 15. März 2010, 04:52

Habe mir Zwillingsreifen der Firma Grasdorfer-Wannekamp MD+ gebraucht gekauft.
300/95-46 hinten
11,2-32 vorne (anderes befestigungssystem 5 Spannarme)
nun habe ich zuhause gemerkt das der Schlepper mit den Hauptrad und zwillingsrad ca. 3,20 meter breit ist (AB Grubber, Saat 3 Meter)
wer hat auch schon solche Probleme gehabt und wie wurden sie gelöst?
100% Mulchsaat, Horsch FX 3, Bayern Jura

joe_d
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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von joe_d » Montag 15. März 2010, 08:36

jetzt die alte Bereifung auf eine Verstellfelge ummontieren.... hört sich jedenfalls aufwendig an
l.g. joe
als das Leben vom Wasser auf das Land kam, wurden tendenziell von jenen die Geschlechtsorgane immer schöner, die ihre Verdauungsorgane in den Boden trieben, gegen über jenen die sie mit sich herumtrugen.....

ulikum
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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von ulikum » Montag 15. März 2010, 08:37

Hallo Michl,

wo genau liegt nun das Problem? auf dem Acker oder auf der Straße?

Für die Straße kann folgende Möglichkeit in Betracht bezogen werden:
Beantragung einer Ausnahmegenehmigung beim Landkreis für landwirtschaftliche Maschinen nicht über 3,5 m.
Je nach Landkreis, besteht die Möglichkeit der Genehmigung mit bestimmten Auflagen.

Für den Acker? ist alles eben dann sollte das beim Drillen keine Rolle spielen. (Direktsaat?)
Bei der Bodenbearbeitung wird`s etwas holprig sollte aber beim Stoppelsturz aufgrund des geringen Bodendruckes möglich sein.

Mein Vorschlag wäre eine 600 er Bereifung für die Standardfelge, ansonsten einen 650 er mit neuer breiterer Felge, oder einen 710 er Großvolumenreifen. Bei hohem Straßenanteil leiden aber die Breitreifen besonders stark.
Zuletzt geändert von ulikum am Montag 15. März 2010, 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
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tomte
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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von tomte » Montag 15. März 2010, 12:44

Mehere Möglichkeiten:
1.) Wenn du nicht gerade viel auf öffentlichen oder zu schmalen Straßen unterwegs bist würde ich einfach fahren oder wie schon angemerkt die Sondergenehmigung besorgen.
2.) Die Reifen mit Frontlader ö.a. mitnehmen und auf dem Feld montieren (lohnt sich aber nur bei entsprechenden Schlaggrößen). Ich denke, dass es bei der Feldarbeit nicht wirklich stört.
3.) Die Zwillingsreifen wieder verkaufen und dafür breitere Standardbereifung.
4.) Deine Standardbereifung und die Zwillinge wieder verkaufen und dafür richtig breite Bereifung kaufen.

Meiner Ansicht nach sind Zwillingsreifen an sich keine gute Investition. Die Bodenanpassung (auch Zugkraftübertragung) ist deutlich schlechter als bei Breitreifen, es kommt immer wieder vor, dass man nur auf einem der beiden Reifen fährt. Wir können hier zum Teil schon mit Standardbereifung schon mit 0,8bar fahren, mit Zwillingen die im Optimalfall gleich breit sein sollten müsste man dann auf 0,4 bar runter - das halten Standardreifen meistens nicht mehr aus oder drehen nur noch auf den Felgen, oder machen sowieso keinen Sinn mehr.
Abgesehen davon leidet der Fahrkomfort dermaßen im Vergleich zu Breitreifen das ich das meiner Gesundheit nicht antun würde - selbst wenn Breitreifen angeblich mehr Verschleiß auf der Straße haben.
Hier in Schweden sind Zwillingsreifen sehr häufig (interessiert hier kaum jemand wie breit man damit auf der Straße ist) und traditionsbehaftet - allerdings sind unsere Spuren mit Breitreifen und gleicher Vorarbeit hinterher nicht mehr im Feld zu sehen - die der zwillingsbereiften Nachbarn dagegen schon.

Fazit: Breitreifen drauf und wenn man es richtig machen will lieber in eine Reifendruckregelanlage investieren.
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von obermaier stephan » Montag 15. März 2010, 18:52

Servus Michl
Wir verwenden z.B. auf der Hinterachse 30.5-32 (800er) damit kommen wir auf 2,90m Aussenbreite. Somit gibts keine Probleme im Straßenverkehr und 0,5bar reichen.
seit 2002 Pfluglos, (ZF)ZR-WW-WR-WW-(ZF)-WW, 7,8°C im Mittel, 680mm Niederschlag, BP 60-71 toniger Lehm

Stefan81
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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von Stefan81 » Montag 15. März 2010, 20:14

Hallo Leute.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Zwillingsbereifung in Verbindung mit einer Reifendruckreglung???
Den bei Zwillingsbereifung müßte man ja mit dem Druck auf dem Feld noch weiter runter können weil man ja 8 Flancken pro Achse hat die das Gewicht und die Zugkraft übertragen.
Holmer verfolgt das ja auch bei ihren neuen Rodern weil sie sonst nicht die geforderten 2 Bar auf dem Acker erreichen konnten.
Wissen ist der einzige Rohstoff der sich durch gebrauch vermehrt.
Schöne Grüße aus Niederösterreich
Stefan81

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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von obermaier stephan » Montag 15. März 2010, 22:49

Eine Reifendruckregelanlage haben wir überall verbaut, hätten auch probiert das System bei Zwillingen anzuwenden, was aber nahezu unmöglich ist, deswegen haben wir uns dann für die 800er Reifen entschieden.
seit 2002 Pfluglos, (ZF)ZR-WW-WR-WW-(ZF)-WW, 7,8°C im Mittel, 680mm Niederschlag, BP 60-71 toniger Lehm

Michl
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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von Michl » Dienstag 16. März 2010, 04:42

Danke für die Antworten
Tja dann war das ein klassischer fehl kauf.
Da sich die Aufstandsfläche bei Zwillings- bzw. Breitreifen vergrößert kann man den Luftdruck doch erhöhen ohne den Boden zu Schädigen oder
100% Mulchsaat, Horsch FX 3, Bayern Jura

Stefan81
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Re: Zwillingsbereifung

Beitrag von Stefan81 » Dienstag 16. März 2010, 09:28

Hallo Leute
Das stimmt nicht das man den Druck im Zwillingsreifen erhöhen kann. Der Reifen gibt immer den Druck an den Boden weiter denn er auch im inneren hat, aber die Zwillingsreifen haben im normalfall einen höhere Tragfähigkeit als ein Reifen mit dem selben Luftvolumen.
Wissen ist der einzige Rohstoff der sich durch gebrauch vermehrt.
Schöne Grüße aus Niederösterreich
Stefan81

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