Sätechnik auf Sandigen Böden

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stephanblankemeyer
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Sätechnik auf Sandigen Böden

Beitrag von stephanblankemeyer » Donnerstag 9. Oktober 2014, 10:35

Hallo
welche Sätechnik würdet ihr auf sandigen Böden bzw. Sandmischkultur anwenden?

Werde mehrere Vorführmaschinen diesen Herbst ausprobieren ?

Was habt ihr für Maschinen auf welchen Böden?

Welche würde es tun?

Mulchsaat bzw Direktsaat sollte möglich sein. evtl auch Pflugsaat für Nachbarbetriebe.
Striptill, Mulchsaat, 50%Mais 25%Kartoffeln 12,5%Rüben 12,5%Triticale GPS,
750mm 20-35BP Sandmischkultur ,Biogas,Geflügelmast

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Blankemeyer

Konrad Steinert
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Re: Sätechnik auf Sandigen Böden

Beitrag von Konrad Steinert » Donnerstag 9. Oktober 2014, 15:44

Zu bevorzugen wären vor allem Zinkenscharsämaschinen wie z. B. die Köckerling Ultima CS oder die Amazone Cayena - zumindest wenn der Boden weitgehend steinfrei ist. Wahrscheinlich sind diese Böden auch optimal für die neuen Streifenlockerungsmaschinen wie Claydon, Horsch Focus TD, Väderstad Spirit Strip Drill oder McConnel - Lockerung und Saat in einer Überfahrt, was auf den schüttfähigen Böden am besten funktioniert.
Dr. Konrad Steinert
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Hansi
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Re: Sätechnik auf Sandigen Böden

Beitrag von Hansi » Donnerstag 9. Oktober 2014, 18:53

Moin aus dem Norden
Habe mich auch längere Zeit mit Saattechnik beschäftigt,und mir dann eine gebrauchte 4m Köckerling Ultima gekauft,die ich jetzt zur Herbstbestellung genutzt habe.
Fazit:Super universelle Maschine,für alle möglichen Bedingungen.Von Direktsaat bis Pflugsaat fast uneingeschränkt auf allen Böden einzusetzen.
Top zur Zwischenfruchtbestellung direkt nach dem Drescher.
Verteilung der Saat nicht schlechter als andere Maschinen auch.
Kann mit viel Stroh um,da sie die Saat unter das Stroh legt.
Die Blattfeder Nivellatoren müssen allerdings für jeden Schlag exakt eingestellt werden,was alleine nicht einfach ist(schwer), je nach Saattiefe,Bodenzustand,und Strohbesatz.
Wichtig ist es auch auf den gleichmässigen Verschleisszustand der Schare zu achten.(Saattiefe)
Habe noch eine gute zuverlässige nicht viel gelaufene Väderstad Rapid 3m,die ich bisher noch behalten habe ,falls mir die Ultima nicht zusagt.
Diese verkaufe ich nun,da ich meine Art der Bodenbearbeitung und Bestellung geändert habe.
Für Mulchsaaten mit wenig Stroh,und nach dem Plug, ist die Rapid aber super geeignet,bei sehr guter Tiefenführung der Saatschare.
Ausserdem hat sie den Vorteil,dass Sie weniger Boden bewegt als die Grubbermaschinen.
Für die Direktsaat ist sie aber nicht geeignet.
Bei beiden Maschinen wird das Saatgut mit gutem Bodenschluss abgelegt,da der Reifen bei der Rapid,bzw die Nachlaufwalze der Köckerling die Reihen andrückt.
Die Anpassung an die Bodenoberfläche ist bei beiden Maschinen nicht ganz optimal,sie verlangen beide ebene Flächen.
Ein Freund von mir hat die letzten beiden Jahre mit der Claydon gesät,was gut aussah,aber es war bei der Aussaat hier im Norden auch sehr trocken.
Wenn die bestellbedingungen mal nasser sind ,funktioniert es auf schwereren Böden nicht mehr,dann muss absätzig gefahren werden.
Ausserdem machen die Bestände nicht schnell genug dicht,da der Reihenabstand sehr gross ist.
Dies hauptsächlich in Bezug auf die Ackerfuchsschwanz Unterdrückung.

Gruss Hansi
50 Jahre Viehloser Ackerbau in Schleswig-Holstein
mit den typischen Problemen dieser Anbau-Folge.

Konrad Steinert
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Re: Sätechnik auf Sandigen Böden

Beitrag von Konrad Steinert » Freitag 10. Oktober 2014, 08:21

Da es ja angesichts des hohen Maisanteils vorwiegend um die Bestellung von Zwischenfrüchten geht, wäre auch eine Maschine ohne Einzelscharführung geeignet, die wesentlich günstiger in der Anschaffung sind, wie die Köckerling Jockey:
http://koeckerling.de/de/produkte/sae-t ... nzept.html
Ähnliche Fabrikate gibt es auch von anderen Herstellern, wie Kongskilde Vibro Seeder, Kverneland Accord Tine Seeder Evo, Sulky Kronos, Farmet Premium NS, HEKO-Sämaschine, JJ Dabekausen Aguirre, Kuhn Megant und Weaver Sabre Tine Drill.
Allerdings brauchen diese Maschinen einen weitgehend ebenen Acker, so dass man bei einer feuchten Ernte mit tieferen Spuren ggf. einmal diagonal vorarbeiten müsste, aber das ja sollte aus ackerbaulichen Gründen ohnehin gemacht werden. Bei einigermaßen günstigen Bedingungen kann man damit sicher auch direkt in die Stoppeln säen und hat damit gleichzeitig die erste Stoppelbearbeitung erledigt.
Dr. Konrad Steinert
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