Gaspardo Directa

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Mulchsaatcharlie
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Gaspardo Directa

Beitrag von Mulchsaatcharlie » Montag 23. April 2012, 11:10

Hallo zusammen.

Ich bin schon seit längerer Zeit auf der Suche einer neuen Sätechnik. Ich bewirtschafte meine Flächen (vorwiegend sandiger Lehm) nun seit 10 Jahren pfluglos mit WR, WW, WTr, KM und SG in der Fruchtfolge. Das System ansich hat sich in den letzten Jahren gut bewährt, doch was immer wieder Probleme bereitet (die sich dann leider ein ganzes Jahr hinziehen) ist die Ablage des Saatguts.

Derzeit läuft die bekannte rote "Modemaschine" am Betrieb. Einmal abgesehen von den unausgesäten Feldecken und Schachbrettartigen Vorgewenden hat die Maschine oft große Probleme mit der Tiefenablage und der Längsverteilung (Gebläsedrehzahl am Maximum). Die daraus folgende "Häufchenbildung" wird umso größer, je mehr Stroh auf der Oberfläche liegt und je steiniger der Boden ist. Von der Arbeitsgeschwindigkeit ganz zu schweigen. Selbst mit 9 km/h das gleiche Bild. => "Klavierspielen" der Säschare...

Tendenziell sind mir Scheibenschare lieber, allerdings hat mich auch die Zinkentechnik der Ultima CS positiv überrascht. Nach langer Suche bin ich auch auf die Scheibenmaschine Directa von Gaspardo gestoßen. Da das Gewicht der Maschine direkt über den Säorganen liegt, denke ich, dass die Scheiben doch besser im Boden bleiben sollten. Außerdem ist die Andruckrolle nicht direkt mit den Säscheiben verbunden, was ein weiteres Aushebeln zweiterer reduziert. Im Allgemeinen gefällt mir auch das einfache mechanische System ohne viel Elektronic wie Radarsensor etc... (das könnte sich auch im Preis bemerkbar machen). Eine gleichzeitige Düngerausbringung ist auch möglich. Ich möchte mir mit dieser Maschine auch die Möglichkeit der Dirketsaat offen halten.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit dieser Maschine?

Ich freue mich auf konstruktive Antworten. Kindergartendiskussionen und persönliche Anfeindungen können in anderen Foren geführtwerden. Vielen Dank!

MfG

Konrad Steinert
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Re: Gaspardo Directa

Beitrag von Konrad Steinert » Montag 23. April 2012, 13:07

In der LOP vom November 2010 war ein Bericht über den Betrieb von Rudolf Kollwenz aus dem österreichischem Burgenland, der mit einer Gaspardo Sämaschine arbeitet. Er war jedenfalls von diesem System recht angetan. Hinsichtlich des Schardrucks und des Aufbaus ist es durchaus mit der John Deere Direktsaatmaschine vergleichbar, so dass es sowohl die Option zur Mulchsaat wie auch zur Direktsaat ermöglicht.

Ich denke, Sie sollten auf jeden Fall weiter auch mit Zinkenscharsystemen prüfen, weil diese eine strohfreie Saatguteinbettung ermöglichen. Ist Ihnen die Ultima zu kostenintensiv, gibt es ja auch noch andere einfachere Modelle wie die Jockey/Triathlon, die auf weitgehend ebenen Flächen aber eine fast gleichwertige Arbeitsqualität bieten.
Dr. Konrad Steinert
Redaktion
LOP LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG
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