Welche Sätechnik ?

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Neuling
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Welche Sätechnik ?

Beitrag von Neuling » Donnerstag 17. November 2011, 18:51

Hallo,
da ich auf Mulchsaat umstellen möchte, stellt sich mir nun die Frage welche technische Ausstattung dazu nötig ist.
Vorhanden ist bereits ein dreibalkiger Schwergrubber mit Gänsefußscharen und zweireihigem Striegel, sowie eine Säkombination.
Ich denke das ich mit dem vorhandenen Grubber weiterhin arbeiten kann, allerdings macht mir die Sätechnik Sorgen.
Als Sämaschine ist eine ältere Hassia mit Schleppscharen vorhanden, ich gehe mal davon aus das ich damit keine vernünftige Mulchsaat betreiben kann. Daher stellt sich nun die Frage nach einer geeigneten Sämaschine. Wozu würdet ihr tendieren : Eine Standartsämaschine die mit Scheibenscharen , oder komplett weg von einer Kreiseleggenkombination hin zu speziellen Mulchsaatmaschinen ? Ich hoffe ihr könnt mir helfen,

mit freundlichem Gruß

Neuling
MFG

Tim Leidecker

Manuel Liebhart
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Manuel Liebhart » Freitag 18. November 2011, 07:04

Hallo!
Haben auch erst vor einigen Jahren komplett auf Mulchsaat umgestellt! Haben anfangs auch mit Kreiselegge und schleppscharmaschine gearbeitet! Aber durch die ernterückstände und den mulch verstopfte die Maschine relativ schnell! Jetzt haben wir eine horsch pronto rx
(3 punktgerät) zugelegt! Funktioniert sehrgut da man auch Druck auf die schare geben kann und die andruckrollen sind auch eine tolle Sache! Ablage sehr genau und auch am vorgewende sind die Körner dort wo sie sein solln! Kommt aber sicher auch auf die größe deines Betriebes und Fruchtfolge an!
Mfg

Konrad Steinert
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Konrad Steinert » Sonntag 20. November 2011, 21:27

Mit der Säkombination können Sie zunächst weiter arbeiten, allerdings mit Scheibenscharen und evt. einer besser geeigneten Walze mit streifenförmiger Rückverfestigung. Notfalls wird dann ein weiterer Arbeitsgang mit dem Grubber erforderlich.

Langfristig ist dann eine spezielle Mulchsaatmaschine sinnvoll. Hier stehen sowohl Zinkenscharsämaschinen wie auch Scheibenschargeräte zur Wahl. Vorarbeitswerkzeuge wie Kurzscheibeneggen sind nicht unbedingt sinnvoll, wenn bei Scheibengeräten eine ausreichende Scharbelastung vorhanden ist; bei Zinkengeräten kann darauf ohnehin verzichtet werden.
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Neuling
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Neuling » Mittwoch 23. November 2011, 20:08

Ist es möglich Scheibenschare an einer Drillmaschine nachzurüsten, oder müsste man hier eine "neue" anschaffen die eben schon Scheibenschare besitzt ? Oder gibt es fertige Schare, bzw Scharschienen sodass man auf dieser Basis einen Eigenbau realisieren könnte. Da ich nur einen kleinen Nebenerwerbsbetrieb bewirtschafte, kann ich nicht einfach in eine neue investieren, sondern muss die Kosten gering halten.
MFG

Tim Leidecker

Konrad Steinert
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Konrad Steinert » Donnerstag 24. November 2011, 09:08

Das kann man nicht pauschal beantworten, da müssten Sie sich mit dem Hersteller in Verbindung setzen. Für fast alle neueren Fabrikate ist das zwar möglich, aber für ältere Maschinen manchmal nicht ohne weiteres. Man kann auch nur Schare mit relativ geringen Auflagedrücken (max. 25-25 kg) nachrüsten, so dass weiterhin eine intensive Vorarbeit erforderlich ist.
Möglicherweise sollten Sie sich deshalb am Markt nach einer gebrauchten Mulchsaatmaschine wie z.B. eine Väderstad Rapid umsehen, die Ihnen noch lange Zeit gute Dienste leisten kann. Oder sie sehen sich einmal eine Kombination aus Bodenbearbeitungsgerät und Grubber an, wie z.B. den Väderstad Carrier Drill oder den Kverneland Tineseeder, die als Universalmaschinen zur Bodenbearbeitung und Bestellung eingesetzt werden können.
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von ulikum » Dienstag 13. Dezember 2011, 09:16

Hallo Neuling,

wie hast du dich entschieden?
da keine weiteren Betriebsdaten vorliegen, wie Fruchtfolge, Betriebsgröße, etc ist es schwer etwas zu schreiben.

Ich habe 25 Jahre lang Mulchsaat mit einer ganz normalen Schleppschardrille praktiziert.
Muß aber ehrlich sagen das nach Umstellung auf in meinem Fall eine Moore das ganze wesentlich einfacher, präziser, und sogar Direktsaat mit Erfolg möglich ist.
Von der Umrüstung der alten Drille auf Scheibenschare würde ich auf jeden Fall abraten, es gibt genügend gebrauchte Universal oder auch Direktsaat Maschinen.
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
"Platon"

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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Manuel Liebhart » Dienstag 13. Dezember 2011, 21:38

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit einzelkornsämaschinen ( Mater macc)? Möchte mir eine zulegen und bin mir nicht sicher welche gut sind!
Möchte damit Sonnenblumen Mais und vielleicht Raps bestellen!
Vielleicht könnt ihr mir ja Tipps geben
MfG manuel

Konrad Steinert
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Konrad Steinert » Mittwoch 14. Dezember 2011, 09:28

Mater Macc Einzelkornsämaschinen sind an sich nicht schlecht. Es sind klassische Saugluftaggragate. Besonderer Vorteil dieses Fabrikats ist die Möglichkeit, die Säaggregate unkompliziert auf der Säschiene zu verschieben und damit unterschiedliche Reihenabstände zu bedienen - also ideal auch für Sonnenblumen und Raps.

MaterMacc wird in Deutschland derzeit über Rabe Agri vertrieben, die diese bereits seit einigen Jahren zusammen mit der Bestellkombination Megaseed unter der Bezeichnung Monoseed anbieten.
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Stefan » Dienstag 7. Februar 2012, 15:58

Hier was zum Thema günstige Sätechnik. Gibt es gebraucht und bietet einen Mehrfachnutzen, da 2 Geräte in einem. Weizen/ZWF säen geht damit prima, bei Gerste habe ich noch keine Erfahrungen. Saat in die Stoppel ist damit natürlich sehr gut möglich.
Die Grenzen des Systems liegen in der Einhaltung der Saattiefe.
stefan
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- Landwirtschaft nah an der Natur -
Mulchsaat, Konventionell, LUZ (25%), Getreide (50%), ZR (25%), ZWF nach Getreide, Nordbayern, Trockengebiet

Konrad Steinert
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Re: Welche Sätechnik ?

Beitrag von Konrad Steinert » Mittwoch 8. Februar 2012, 09:34

Es handelt sich hier um ein Disc-O-Sem der Firma Agrisem, eine Kombination aus Kurzscheibenegge und Sämaschine. Etwas ähnliches, aber mit mechanischer Sämaschine, bietet auch Väderstad unter der Bezeichnung Carrier Drill an. Bislang scheint diese Art von Sätechnik jedoch in Deutschland nur sehr wenig Verbreitung gefunden zu haben.
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