Moore/ Sulky Unidrill

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ulikum
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Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von ulikum » Samstag 13. März 2010, 17:20

Hallo hat wer hat Erfahrungen mit einer solchen Maschine?

Wie wird die richtige Saattiefe eingestellt?

Habe tiefe Rillen aber die Körner liegen teilweise oben auf der Erde.

Andruckrollen aus Guß oder Lufträder nehmen?
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
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York-Th. Bayer
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Re: Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von York-Th. Bayer » Samstag 13. März 2010, 19:36

ulikum hat geschrieben:Hallo hat wer hat Erfahrungen mit einer solchen Maschine?

Wie wird die richtige Saattiefe eingestellt?

Habe tiefe Rillen aber die Körner liegen teilweise oben auf der Erde.

Andruckrollen aus Guß oder Lufträder nehmen?
Wir haben im letzten Jahr einen Betrieb in PL mit einer alten, ziemlich ausgelutschten Moore, mit Gussrädern, umgestellt auf No Till. Bevorzuge die Gussräder gegenüber den anderen. Bei den Gussrädern ist einfach mehr "Bumms" hinter. Da wo die gussräder drüber sind hat sicherlich keine Schnecke überlegt. ;)

Man kann das "Säschar" in der Höhe verstellen, d.h. auch die Schneidscheibe tiefer laufen lassen wie die Saattiefe. Durch die besondere Geometrie der original Moore ist gar nicht so viel Gewicht notwendig um die Scheiben in die Erde zu bekommen. vom Original Moore Design gibt es wohl nur noch ein paar Restbestände an Neumaschinen, ansonsten gibt es ja die Technik von SUMO in GB.

Meine Aussagen bezogen sich auf ein Szenario unter NO Till, nicht Mulch- oder Pflugsaat. Kann mir gut Vorstellen das die Gussräder unter Mulch- oder Pflugsaat Bedingungen nicht wirklich angebracht sind.

York-Th.
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Hartwig Callsen
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Re: Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von Hartwig Callsen » Sonntag 14. März 2010, 13:54

Moin,

die Saattiefe wird mit Verstellung der Höhenspindel am Rahmen / Hydraulikzylinder an der Deichsel verstellt, je nach Alter der Maschine.

Gussrollen sind Standard auf mittleren bis schweren Böden, die Gummirollen sind nur für Sandböden, wo die Gussrollen versinken würden, zumindest nach Bodenbearbeitung.

Für genauere Beratung sollten Sie sich an die Fa. Auf der Landwehr wenden oder direkt an Moore in Irland, mir wurde bei beiden stets sehr gut geholfen !


Schönen Gruß,
Hartwig Callsen

ulikum
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Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von ulikum » Sonntag 14. März 2010, 14:36

Hallo
vielen Dank für die schon bekommenen Antworten.
Ich habe die Maschine letzten Herbst gebraucht gekauft, mein Vorgänger hatte sie seit zwei Jahren in der Scheune stehen und durch eine Modemaschine ersetzt er sagte die Moore ist für unsere Böden nicht geeignet.

Wenn ich das ganze richtig zusammen bekomme, werden die Gussrollen bei schwerem und die Lufträder bei leichtem Boden eingesetzt.
Die Ablagetiefe wird über den vorderen Hydraulikzylinder gesteuert, der auch gleichzeitig den Anpressdruck der Gussrollen regelt. -> Heißt die Gewichtsverlagerung steuert das Arbeitsergebnis.

Nach dem Umbau auf Gussräder sollte dann in Zukunft ein geöffneter Saatschlitz der Vergangenheit angehören.
Die Tiefe muss man wahrscheinlich mit dem Zollstock nachmessen.

Bin mal gespannt wie sich die Maschine im Sommer bei Zwischenfrüchten und bei der Rapsaussaat (Direktsaat nach Winterweizen) bewähren wird.
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York-Th. Bayer
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Re: Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von York-Th. Bayer » Freitag 19. März 2010, 17:50

ulikum hat geschrieben:Hallo
vielen Dank für die schon bekommenen Antworten.
Ich habe die Maschine letzten Herbst gebraucht gekauft, mein Vorgänger hatte sie seit zwei Jahren in der Scheune stehen und durch eine Modemaschine ersetzt er sagte die Moore ist für unsere Böden nicht geeignet.

Wenn ich das ganze richtig zusammen bekomme, werden die Gussrollen bei schwerem und die Lufträder bei leichtem Boden eingesetzt.
Die Ablagetiefe wird über den vorderen Hydraulikzylinder gesteuert, der auch gleichzeitig den Anpressdruck der Gussrollen regelt. -> Heißt die Gewichtsverlagerung steuert das Arbeitsergebnis.

Nach dem Umbau auf Gussräder sollte dann in Zukunft ein geöffneter Saatschlitz der Vergangenheit angehören.
Die Tiefe muss man wahrscheinlich mit dem Zollstock nachmessen.

Bin mal gespannt wie sich die Maschine im Sommer bei Zwischenfrüchten und bei der Rapsaussaat (Direktsaat nach Winterweizen) bewähren wird.
Glückwunsch zum Erwerb der Maschine. Sieht ja wirklich sehr sauber aus.

Wäre schön wenn Sie ein Bild rein stellen können mit Seitenansicht und angehängt an den Schlepper. Die Geometrie ist sehr wichtig und fördert das Erzielen positiver Resultate.

York-Th.
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ulikum
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Re: Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von ulikum » Freitag 19. März 2010, 19:42

werde in den nächsten 14 Tagen Bilder bei einem Bekannten machen, der mit der Maschine Sommerweizen nach säen wird.
Die Deichsel fällt leicht zur Maschine hin ca. 7 bis 10 Grad. Gefälle. Aber wie gesagt, werde bei nächster Gelegenheit Bilder machen und dann einstellen.
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Michl
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Re: Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von Michl » Samstag 20. März 2010, 05:07

Auf einer GKB Veranstaltung hat mir jemand erzählt das sein MR so eine Maschine hat aber die Landwirte die sie ausgeliehen haben machten das Vorgewende zu klein und liesen die Maschine zu früh ab ( Schlepper+Sämaschine waren noch nicht in einer Linie) dadurch wurden die Lager der Scheiben stark belastst bzw. Kaputt.
Habe auch eine Moore Unidrill allerdings am Dreipunkt angebaut was mich stört ist das das Saatgut an den Außenseiten schneller leer wird und viel restmenge aber sonst sehr zufrieden.
100% Mulchsaat, Horsch FX 3, Bayern Jura

stephanraab
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Re: Moore/ Sulky Unidrill

Beitrag von stephanraab » Donnerstag 12. November 2015, 18:14

Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einer Direktsaattauglichen Drillmaschine.
Mangels Fläche natürlich nur etwas gebrauchtes. In der TB steht z.b. eine Unidrill http://www.technikboerse.com/view/gebra ... drill.html
Jetzt scheint diese ja nicht mehr die jüngste zu sein, auf was muß man bei einer solchen Maschine aufpassen.
Was kostet etwa ein neuer Satz Säscheiben.

Vielen Dank schonmal.

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