Mulcher für Maisstoppeln

Bene
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Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Bene » Mittwoch 29. Oktober 2008, 09:38

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Mulcher um Maisstoppeln nach Silomais zu mulchen zur Maizünslerbekämpfung und zur Verminderung der Fusariumgefahr. Der Mulcher sollte mindestens 3 m Arbeitsbreite haben. Gibt es einen Mulcher der die plattgefahrenen Maisstoppeln noch abhächselt oder wie seht Ihr die Gefahr wenn die plattgefahrenen Maisstoppeln nicht abgehächselt werden bezüglich Maiszünsler und Fusarium? Welche Vor- und Nachteile seht Ihr bei Rädern oder Walzen zur Tiefenführung?
Leider konnte ich am Feldtag bei Krone nicht teilnehmen. Vielleicht kann jemand darüber berichten?

Viele Grüße

Bene

goos
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von goos » Mittwoch 29. Oktober 2008, 10:54

:mrgreen:
die plattgefahrenen Maisstoppeln noch abhächselt
was du bräuchtest, wäre eigentlich eine fräse......
wie wäre es mit einer fusariumresistenten sorte....
ich hatte den mal http://www.pflanzenzucht-carsten.de/win ... ntrum.html
ich weiß aber nicht, obs den noch gibt, der war aber spitze !!!


goos
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und das nennen sie ihren standpunkt.
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Sevib
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Sevib » Samstag 1. November 2008, 23:59

Wenn die Maisstoppeln angewalzt sind und auf der ganzen Länge Kontakt zum Boden haben, ist der Zünsler ausreichend bekämpft. Sagt zumindest unser Landwirtschaftsamt, die haben da Versuche gemacht.
Angeblich nisten sich dann Pilze im Stoppel ein, die der Zünsler nicht mag.

Zum Fusarium kann ich leider nichts sagen, wir hatten noch nie Probleme damit.

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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von stephanblankemeyer » Montag 11. Januar 2010, 22:57

Hallo ,
hat jemand eine Idee oder schon einen Mulcher der für Maisstoppel funktioniert und nicht beim ersten Stein ausbeult?
Für Info über gut funktionierende Technik wäre ich dankbar....
Striptill, Mulchsaat, 50%Mais 25%Kartoffeln 12,5%Rüben 12,5%Triticale GPS,
750mm 20-35BP Sandmischkultur ,Biogas,Geflügelmast

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Blankemeyer

Konrad Steinert
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Konrad Steinert » Dienstag 12. Januar 2010, 16:37

Leider ist das generell ein schwieriges Problem, weil die Stoppeln bei konventioneller Erntetechnologie teilweise in den Boden gedrückt werden. Optimal wäre ein Unterflurmulcher, die die Stoppeln gleich bei der Ernte bis auf den Boden hinunter zerkleinert - leider gibt es das derzeit erst im Testbetrieb. Man müsste hier wohl auch hier nach der Bestellung obligatorisch Steine lesen, damit nichts zu Bruch geht. Das ist wohl auch der Grund, warum die Mähdrescher- und Häckslerhersteller bisher die vorgestellten Prototypen noch nicht vermarktet haben.
Um die in den Boden gefahrenen Maisstoppel sonst wirklich effektiv zu zerkleinern, müsste man wohl auf einen Zinkenrotor wie Dutzi oder einen robusten Forstmulcher zurückgreifen, die eher eine Mischung aus Fräse und Mulcher darstellen.
Dr. Konrad Steinert
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Georg Doppler
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Georg Doppler » Dienstag 12. Januar 2010, 21:54

Wie gut arbeiten eigentlich die Rotormulcher (Spearhead) bei Maisstoppeln. Ein Bekannter hat bei einer Mulchervorführung einen gesehen (jedoch noch ohne Starcut) und war von der Zerkleinerung aber besonders auch von der Verteilung enttäuscht.
Wer hat Erfahrung bei Getreidestoppeln? Wie schaut´s da mit der Verteilung aus?
Danke
Georg
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Mulch- und Direktsaat auf mittelschwerem Lehm, 360m, 900mm, 7,8 Grad
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von trac1600 » Sonntag 17. Januar 2010, 18:39

habe diesen herbst (2009) einen müthing seitenmulcher auf der silomaisstoppel (min.30 cm) probiert. war ne gute sache. wenn die stoppel nicht ganz platt im boden ist erreicht der schlegel diese meist noch. zumindest ein anschlagen ist noch möglich, vorraussetzung, der acker ist eben. der mulcher ist sehr stabil, und damit kein leichtgewicht, was sich auch im preis von ca 20 tsd bemerkbar macht. ausserdem braucht man auf grund des eigengewichts und der seitlichen ausladung schlepper ab 8 to. der werksvorführer lies mich nicht über 7 km/h fahren (arbeitsqualität) was die flächenleistung deutlich reduziert. ausserdem ist ein "rumziehen" (wie beim heckkreiselmähwerk) in der kurve verboten, da dies die schwere walze an der lagerung zerstört.
fazit: schwere , stabile maschine, für mich alleine zu teuer, braucht immer den größten schlepper, soloverleih kaum möglich (geschwindigkeit/wendevorgang)
schade!

Ernst Döhne
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Ernst Döhne » Sonntag 17. Januar 2010, 22:40

Hallo Georg,

ich setze einen Spearhead Starcut Mulcher mit 4,6 m AB ein.
Ich bin soweit ganz zufrieden.
Grenzen gibt es bei feuchten Verhältnissen, dann neigt er zur Schwadbildung.
Mit plattgefahrenen Material tut er sich schwer, aber die Bodenanpassung ist sehr gut.
Die Messer müssen immer scharf sein, geht aber einfach zu machen.
Die Maschine ist recht robust und lässt sich gut handhaben.
Ich mulche überwiegend Getreidestoppeln, praktiziere zum Teil Hochschnitt, und nach Silomais.
Ein guter Mulcher gehört halt mit zum pfluglosen Ackerbaukonzept.

Gruß Ernst Döhne

Georg Doppler
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 17. Januar 2010, 23:36

Danke Ernst!
Kannst Du auch was über Arbeitsgeschwindigkeit und Leistungsbedarf sagen.
Hast Du auch Erfahrungen nach Körnermais?
Wie stark zerkleinert wird das Stroh beim Mulchen nach Hochschnitt?
Danke für deine Antworten
Georg
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Ernst Döhne
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Re: Mulcher für Maisstoppeln

Beitrag von Ernst Döhne » Montag 18. Januar 2010, 20:58

Hallo Georg,

Die optimale Arbeitsgeschwindigkeit liegt ungefähr bei 10-12 km/h je nach Material und Schlepper.
Ich habe mal Körnermaisstroh gemulcht, da war das Ergebnis über 10 km/h schlechter, optimal 8 km/h.
Silomaisstoppeln gehen mit 14 km/h und schneller.
Man kann auch mit entsprechend PS schneller fahren, aber dann neigt der Mulcher zur Schwadbildung und
die Stoppeln werden nicht mehr so akkurat rasiert.
Mein Freund nimmt den Mulcher zum Weideputzen, da reicht sein 90 PS Schlepper, Problem ist das Anlaufmoment
beim Zapfwelleneinschalten.
Ich fahre mit 155 PS problemlos, wobei man diese bei entsprechenden Aufwuchs (Stillegung, Brache) auch klein kriegt.
Leider habe ich keine Bilder, aber die von der Spearheadseite sind nicht realitätsfremd.
Die Maschine wird im Zugmaul gefahren und rund ist die Welt. Die Arbeitshöhe kann man während der Fahrt verstellen.

Ich hoffe meine Erfahrung hilft weiter.

Gruß Ernst Döhne
Ackerbau auf Ton bis sandigen Lehm im Realteilungsgebiet.
Mulchsaat seit 1980, jetzt mit Zinkenschartechnik.
Fruchtfolge mit Raps, W.Weizen, W.Gerste etwas Mais.
Nordhessisches Bergland bei Kassel.
Gruß Ernst Döhne

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