Ersatz für Grubber

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Bayer40
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Ersatz für Grubber

Beitrag von Bayer40 » Dienstag 28. Dezember 2010, 11:45

Hallo zusammen,

hab was gefunden was in unserer Region noch nicht läuft.
http://www.imants.nl sollte der klassische Spatenpflug sein
hat jemand erfahrung damit??

Bei uns läuft die Geschichte meistens so:
Mulcher, Tief oder Flachgrubber(Horsch,Köckerling,etc.), KE Säkombie

Wenn man die Videos ansieht könnte man ja einige Arbeitsgänge sparen,....
Oder spricht was dagegen??(FOtos mit Spatenpflug und angebauter Drille)
Fujnktioniert das Teil auch bei schweren TonLehm Böden, bzw. im Herbst bei feuchter
aussaat???
Zugkraftbedarf? Anschaffungskosten?? Oder ander Pflanzenbauliche Probleme??

Freue mich auf Eure erfahrungen!

Wünsche einen Guten Rutsch

York-Th. Bayer
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Re: Ersatz für Grubber

Beitrag von York-Th. Bayer » Samstag 1. Januar 2011, 17:11

eigene Erfahrungen nicht aber dadurch das ich etliche Kunden aus ehem. NL habe kommt man doch öfters mit dieser Maschine in Kontakt. Zur möglichen Flächenleistung bei tiefer Bearbeitung reicht es wenn man sich dieses Video ansieht: http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... riLg&gl=DE
Bei neuen Spargelanpflanzungen war diese Bearbeitung Standart vor der Pflanzung.
Der Vorteil ist man bekommt eine sehr homogene "Masse" über den ganzen Bearbeitungshorizont. Bei Steinen kann es zu teurem Bruch kommen.
York-Th.
Landwirtschaft mit Passion

Andreas Lemke
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Re: Ersatz für Grubber

Beitrag von Andreas Lemke » Samstag 1. Januar 2011, 19:56

Also finde das irgendwie komisch es wird hier über Bodenleben(Regenwurm) diskutiert Stroh als Mulchauflage bis hin zur Direktsaat usw. und dann kommt so ein Ungetüm zum Vorschein... hab ich was verpasst :?: also meiner Meinung nach passt so eine Maschine da nicht ins Bild oder liege ich da Falsch???

Frohes Neues

Bayer40
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Re: Ersatz für Grubber

Beitrag von Bayer40 » Montag 3. Januar 2011, 10:02

Servus,
um die Frage zu präzisieren:
welchen unterschiedlichen einfluß auf das Bodenleben haben Grubber bzw. der
Spatenpflug im Vergleich.-Arbeitstiefe ca. 20-25cm
Von der Grubbervariante als 1x Grundlockerung werden wir vorerst nicht weggehen
da dies der Momentan beste Kompromiss ist.
Haben die letzten 2 Jahre fast durchgehend feuchte bis nasse Erntebedingungen gehabt,
dementsprechend verdichtungen produziert-wenn man nicht lockert weis man wie die folgekultur
dasteht. Haben auch genug niederschlag ca. 980mm im Jahr -müssen momentan nicht sparen mit dem Wasser.

joe_d
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Re: Ersatz für Grubber

Beitrag von joe_d » Montag 3. Januar 2011, 18:06

aus fachlicher Sicht ist eine Tiefenlockerung nat. nur bei trockenem Untergrund duchzuführen.... was im Durchschnitt meist nur in 2 von 10 Jahren wirklich möglich ist....
ein Restrisiko besteht immer noch dahingehen, dass durch Starkregen Feinerde in den Unterboden geschwämmt wird, was wiederum genau das Gegenteil bewirkt....
es sollte so bald als möchlich mit Wurzeln fixirt werden ... was die nächste herausforderung ist
hab da mal an einen bestehenden Luzernebestand geacht, der dann diese Aufgabe übernehmen könnte ..... aber noch nie ausprobiert

viel Erfolg jedenfalls
joe
als das Leben vom Wasser auf das Land kam, wurden tendenziell von jenen die Geschlechtsorgane immer schöner, die ihre Verdauungsorgane in den Boden trieben, gegen über jenen die sie mit sich herumtrugen.....

Kohl
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Re: Ersatz für Grubber

Beitrag von Kohl » Montag 3. Januar 2011, 18:23

Über ein derartiges Gerät darf man hier eigentlich nicht disskutieren. Wenn die Bedingungen permanent feucht bis nass sind, hilft nur die Einsparung von Arbeitsgängen. Jede Bearbeitung produziert neue Verdichtungszonen. Die Hoffnug ist, dass die neuen Verdichtungen weniger Schaden als die alten. Zwischenfrüchte lassen sich in nassen Jahren oftmal sehr gut mit Schneckenkornstreuer oder Düngerstreuer ohne! jegliche Bearbeitung etablieren.
100% Mulchsaat, konventinell, Scheibenschardrilltechnik
50% Wintergetreide, 50% Silomais,
100% Zwischenfrüchte nach Getreide

Stefan
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Re: Ersatz für Grubber

Beitrag von Stefan » Montag 3. Januar 2011, 19:22

@joe

den gleiche Gedanken hatte ich auch, ich habe die Luzerne wieder nach über 40 Jahren im Betrieb wieder etabliert.
Meine Erfahrung: Besser als jede Umkehrfräse - und kostet auch nicht so viel.
Bei Bedarf ist jeder zur Besichtigung eingeladen.
gruss
sd

- Landwirtschaft nah an der Natur -
Mulchsaat, Konventionell, LUZ (25%), Getreide (50%), ZR (25%), ZWF nach Getreide, Nordbayern, Trockengebiet

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