Paragrubber

stephanblankemeyer
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Paragrubber

Beitrag von stephanblankemeyer » Freitag 25. September 2009, 12:49

Hallo Treffler!

Ist der Einsatz eines Paragrubbers Sinnvoll oder nicht? oder wäre es nur pure Geldveschwendung?

Nach Silomais sind die Böden meistens ziemlich hart und zusammengefahren! Wäre hier eine Mechanische Lockerung mit einem Paragrubber angebracht?
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Stephan Blankemeyer

low-tiller
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Re: Paragrubber

Beitrag von low-tiller » Freitag 25. September 2009, 22:31

Stephan7538 hat geschrieben:Hallo Treffler!

Ist der Einsatz eines Paragrubbers Sinnvoll oder nicht? oder wäre es nur pure Geldveschwendung?

Nach Silomais sind die Böden meistens ziemlich hart und zusammengefahren! Wäre hier eine Mechanische Lockerung mit einem Paragrubber angebracht?
klare antwort :
pure geldverschwendung !
manchmal frage ich mich wo die nachhaltigkeit beibt ?
ganz einfach , sie bleibt seit es diesen biogasboom gibt auf der strecke !
ich weis wenig über deine betriebsstruktur , aber wenn ich sehe was sich bei uns seit ein paar jahren abspielt , dann verschägt es mir den atem !
gerade bei der ernte und der substratausbringung gild der grundsatz größer schneller ,schwerer und wenn ich manche aushilfskutscher sehe , wenn sie ohne sinn und verstand kreutz und quer über die flächen gurken , dann würde ich die am liebsten vom schepper ziehen .
also haben paragrubber und andere tiefenlockerer ihre berechtigung , solange es kein umdenken auf diesem gebiet gibt .
ich bekomme diesen herbst eine fläche dazu auf der die letzten jahre nur kartoffeln und mais standen , zudem wurde die fläche natürlich in jedem jahr krumentief gepflügt , bodenleben sucht man verständlicherweise vergebens .
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stephanblankemeyer
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Re: Paragrubber

Beitrag von stephanblankemeyer » Samstag 26. September 2009, 09:46

60% Silomais in der Fruchtfolge und eben diese Aushilfskutscher!
Da kriegst nen Fön und halt keine Lenkachse am wagen und über 30 tonnen auf 4 achsen!Aber nen Häcksler mit Reifendruckregelanlage.
Wir häckseln scon extra früh und bauen frühe sorten an damit wir Später im Herbst ordentlich unter trockenen Bedingungen drillen können.
lehmigen Sand als Boden teilweise mit extrem wenig Mutterboden keine 30cm dann Lehm.
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Re: Paragrubber

Beitrag von York-Th. Bayer » Samstag 26. September 2009, 11:42

schon mal Grasuntersaaten im Mais ausprobiert? Die Beobachtung ist das sich die Befahrbarkeit deutlich verbessert.

York-Th.
Zuletzt geändert von York-Th. Bayer am Samstag 26. September 2009, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Paragrubber

Beitrag von stephanblankemeyer » Samstag 26. September 2009, 12:36

Ja wird im nächsten jahr auch praktiziert! ;)
Vielleicht darf ich mir ja nochmal den ein oder anderen tipp abholen?
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Re: Paragrubber

Beitrag von Konrad Steinert » Samstag 26. September 2009, 19:26

Wenn der Boden lockerungsbedürftig (Aufgraben/Spatendiagnose) ist, ist der Einsatz des Paragrubbers durchaus sinnvoll. Staunässe infolge Bodenverdichtung ist für das Bodenleben auf jeden Fall nicht zuträglich, oft sind festgefahrene Flächen auch anfällig für Bodenerosion. Wenn wieder Mais folgt, kann der Boden bis zur Wiederbestellung in rauer Furche liegen bleiben und über Winter durchfrieren. Wie aber bereits gesagt, ist Vorbeugung z.B. durch rechtzeitige trockene Maisernte oder die Einbeziehung von Untersaaten langfristig die bessere Lösung, zumal der Boden durch tiefe Bearbeitung seine Stabilität zunächst verliert und umso leichter wieder verdichtet wird.
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Re: Paragrubber

Beitrag von stephanblankemeyer » Freitag 16. April 2010, 23:05

Mais in direktsaat?
oder Lockern mit Paragrubber und dann direkt in das Land so legen?
Zwischenfrucht ist wickroggen gewesen und jetzt abgespritzt und Gülle drauf! dann mit Paragrubber mit Wellscheibenwalze lockern und rückverfestigen und dann so legen?oder ohne Grubber so reinlegen?
Das gleiche mit Zwischenfrucht Roggen auch so legen oder Lockern?
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Re: Paragrubber

Beitrag von Konrad Steinert » Samstag 17. April 2010, 11:59

Winterzwischenfrüchte saugen ja ziemlich viel Wasser aus dem Boden, wenn sie bis zum Ährenschieben/zur Blüte kommen und dann geschnitten werden. Der trockene Boden ist dann kaum noch verdichtungsgefährdet, so dass der eine tiefe Bearbeitung mit dem Tieflockerer wahrscheinlich nicht sinnvoll ist. Außer es wird nochmal extrem nass oder der Boden ist stark vorverdichtet. Sonst kostet die Lockerung nur Zeit, Geld und auch Wasser. Eine flache Saatbettbearbeitung sollte bei trockener Ernte ausreichen.
Besser wäre, Sie lockern bereits im Herbst zur Winterzwischenfrucht, wenn Schäden vorliegen. Die Zwischenfrucht Wickroggen würde dann die gelockerte Struktur optimal stabilisieren.
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Re: Paragrubber

Beitrag von low-tiller » Sonntag 18. April 2010, 11:13

hallo ,
ich werde mich hüten und aus weiterentfernung eine enpfehlung für die direktsaat geben !
aber wenn keine schadverdichtungen vorhaden sind und geeignete technik verfügbar ist , was spricht dagegen ?
höchstens die bodenerwärmung nach bearbeitung !
aber nichts spart soviel wasser , wie eine unterlassene bodenbearbeitung bei beschatteten boden !
also prioritäten setzen , denn keiner kennt seinen standort so gut wie du selber .....
ein kompromiß von beidem könnte strip-till werden , aber so neu wie alle tun ist das angepriesene verfahren auch nicht, denn mit meinen 42 lenzen , kann ich mich noch sehr gut an streifenfräsen erinnern auch wenns heute keiner mehr macht weil zapfwellengetriebene bodenbearbeitungsgeräte z.z. das unmoderste überhaupt sind :mrgreen: !
gruß jürgen
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Re: Paragrubber

Beitrag von Konrad Steinert » Sonntag 18. April 2010, 20:11

Normalerweise ist es so, dass man bei Direktsaat eine verzögerte Jugendentwicklung hat, dafür aber später mehr pflanzenverfügbares Wasser. Bei Mais wird dies besonders deutlich.
Wo Wärme und Vegetationszeit den Ertrag begrenzen, wird Direktsaat damit zu mehr oder weniger verringerten Erträgen gegenüber einer ganzflächigen Bearbeitung führen. Wo eher das Wasser den Ertrag (leichter Boden, Trockengebiet) limitiert, kann man mit Direktsaat dagegen Mehrerträge erreichen. Entscheidend hier ist eine möglichst vollständig erhaltene Bodenbedeckung.
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