Sind nicht alle Grubber gleich

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Commandor
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Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Commandor » Montag 21. September 2009, 19:14

Guten Abend,

ich habe mit der Topik mal nen wenig provoziert.
Jedenfalls solls bei uns nen neuen Grubber geben. Nach stundenlang Internet Recherge (und auch schon viel früher) komme ich immer wieder zu dem Ergebnis, daß doch alle nur mit Wasser kochen. Eigentlich ist doch alles irgendwie gleich und ich weiß nicht, ob man überhaupt irgendwelche Fehler machen kann. Für mich sehen die alle gleich aus (3 balkige Grubber). Ich finde, daß das wichtigste der Nachläufer ist!!!!!!
Wie steht Ihr zu meiner These???
Und da ich gerade nen Lemken Karat dahabe, überlege ich auch den zu behalten?????????

greez

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Herbert Pickel
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Herbert Pickel » Dienstag 22. September 2009, 19:57

Hallo Commandor.

Genau so ist es. Nicht einmal die Walze spielt eine Rolle. Der Regenwurm mag nämlich keine Walze. Gefragt hab ich ihn zwar noch nicht, Spezialisten behaupten das aber. :mrgreen:
Im Kopf muß sich viel mehr abspielen dann kommst Du zum Entschluss:"Schuster bleib bei Deinen Leisten" und kaufst nichts Neues. :o

Ich arbeite seit heuer nur noch mit vier Balken ohne Nachläufer. :lol:

Alles ander ist nur gut fürn Geldbeutel der Lama-Insustrie. :o :roll:

Gruss
Nopflug
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Stefan
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Stefan » Donnerstag 24. September 2009, 09:13

Auch ich kann dieser These nur zustimmen.
Früher hatte ich enen dreibalkigen ohne, dann mit Walze und letztendlich bin ich aus Einsparungsgründen wieder beim zweibalkigen mit Doppelwalze gelandet - bei den Erträgen hat sich bei trotz verschiedener Geräte nichts geändert.

Meine Erkenntnis daraus: Bleistift nehmen, Investitonen durchrechnen, auf die Kosten schauen und ordentliiche Bestände (nicht perfekte) produzieren. Somit sollte man sich mehr Gedanken machen wie man mit Notill (oder zumindest weiter reduziertem Aufwand) dieses Ziel erreichen kann, als welche Farbe der Grubber hat.
grüße
stefan

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Commandor
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Commandor » Donnerstag 24. September 2009, 16:52

Na vielen Dank für die paar Antworten!
Mein Problem ist ja nur das, daß ich z.Z. nen zweibalkigen Grubber(zuerst Flügelschare dannach Gänsefüse 42cm) habe. Bis letztes Jahr hat es den nie richtig eingezogen. Jetzt habe ich es hinbekommen, daß er richtig bis auf gewünschte Tiefe reinzieht und auch zu 90% drinne bleibt. Da mein Schlepper aber 150PS hat und der Grubber für 80PS-100PS gebaut ist(vermute ich mal), knackt es und öfters entstehen Risse. So muß ich alle 8ha-10ha mit dem Schweißgerät ran. Also hab ich mich jetzt mal genauer mit (fast) allen 3 balkigen Grubbern beschäftigt-->wie gesagt gibts da nun wirklich keine nennenswerten Unterschiede.
Ich versuche es jedenfalls durchzusetzen, daß der Lemken (oder wenn es nen Anderer wäre) da bleibt. Ein Raabe, Dal-Bo oder oder oder wird auch nicht anders arbeiten.

greez

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tomte
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von tomte » Mittwoch 7. Oktober 2009, 19:33

Es gibt schon Unterschiede, z.B. im Preis und in der Farbe. Manche behaupten auch, dass Grubber sich in der "Leichtzugigkeit" unterscheiden. Das kann wohl sein, wenn verschiedene Schare mit unterschiedlichen Winkeln daran montiert sind. Aber Schare (und Nachläufer) kann man bekanntlich wechseln.
Ich kann deine Situation nachvollziehen, da ich hier auch zu viel PS für die Arbeitsbreite habe. Der einzige Grund etwas neues zu kaufen ist wohl eine Effektivitätssteigerung (manchmal verlangt auch die familiäre Situation danach ;) ).
Schau doch mal ob du nicht was gebrauchtes größeres (zu deinem Traktor passendes) findest und mach einen Schweißkurs dazu - bestimmt billiger als neu kaufen!
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

Kohl
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Kohl » Donnerstag 8. Oktober 2009, 06:32

Hallo, wieso muß es ein Grubber sein?

Hab seit Jahren keinen Grubber mehr im Einsatz, bin komplett auf Kurzscheibenegge umgestiegen.

Das tolle an der Sache ist, das durch die stetige Reduzierung der Arbeitstiefe der Zugkraftbedarf wesentlich reduziert wurde.
Wir sind mittlerweile soweit, dass wir fast unseren kompletten Ackerbau (150 ha,Kurzscheibenegge,Scheibenschardrillmaschine, Pflanzenschutz) mit dem kleinsten Schlepper des Betriebes ausführen :idea: (100 PS).
Die größeren laufen am Güllefass oder mit Frontladern bei anderen Arbeiten.

Der wesentlich Grund für die Abkehr vom Grubber war allerdings der hohe Steinbesatz......
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von tomte » Donnerstag 8. Oktober 2009, 11:14

Kohl hat geschrieben:Der wesentlich Grund für die Abkehr vom Grubber war allerdings der hohe Steinbesatz......
Das interessiert mich genauer, wir haben hier (in Schweden) auch recht viele Steine, mit dem Grubber (keine Flügelschare) aber am wenigsten Probleme damit. Die Scheibenegge dagegen hoppelt schon sehr böse über einen Stein und musste auch schon mehrfach wieder zusammengeflickt werden. Kannst du bitte genauer erläutern welche Art Steine und Scheibenegge du hast und wie sich die Steinprobleme am Grubber geäußert haben?
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Kohl
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Kohl » Sonntag 11. Oktober 2009, 19:53

Hallo tomte,
Du sagst es schon die Scheibenegge holpert drüber und der Grubber holt immer einen Anteil neuer Steine aus der Erde.
Wenn man nur mit Scheibengeräten arbeitet kommen kaum neue Steine nach oben. Vergleiche es mit Grünlandflächen, dort verschwinden die Steine auch im Lauf der Zeit. :idea:

Unsere Steine sind aus Kalkmergel in Größen von Faust- bist Fußballgröße, allerdings eher flach als rund.
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Hofer Urs
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von Hofer Urs » Sonntag 11. Oktober 2009, 21:26

@tomte; Auf unserem Betrieb haben wir die gleichen Probleme wie Du, sehr viele, manchmal sogar flächendeckend Steine. Bis vor sieben acht Jahren haben wir uns mit einer gezogen Scheibenegge abgemüht. Ständig hats irgendwas verschliessen oder ein Lager ging in die Brüche. Einzige Alternative kurzfristig war, so langsam zu fahren, dass es nicht mehr holperte. Das Problem war nun, dass wir nicht mehr fertig mit der Arbeit wurden und die Arbeitsqualität darunter litt. Wir haben dann die Scheibeneggee durch einen Grubber mit nicht allzu starken Federzinken ersetzt, ohne Nachläufer, denn der würde es nur so rumschlagen und man müsste das Tempo reduzieren. Arbeitstiefe 4 - 8 cm. Einziges Problem: Die Oberfläche ist nicht ganz eben, man sieht die Zinckenstriche deutlich. Würde man quer darüber fahren, so wäre das Holpern auf dem Traktor nicht so angenehm. Die Sämaschine hat aber damit kein Problem und die Saaten sind bisher immer schön gleichmässig aufgelaufen.


PS: @goos; ich glaube, du weisst nicht, wieviele Steine man auf dem Feld haben kann, zum Glück für Dich. Schönen Gruss noch
Acker-und Weinbau

tomte
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Re: Sind nicht alle Grubber gleich

Beitrag von tomte » Montag 12. Oktober 2009, 06:32

Für alle die sich das mit den Steinen nicht so ganz vorstellen können, hier mal zwei Bilder...
Bild Bild

Es stimmt wohl, dass der Grubber immer wieder Steine hoch holt, allerdings tut das der Pflug bei uns hier auch noch. Mein Chef ist noch nicht so weit, dass er den Pflug stehen lassen kann - im ökologischen Gemüsebau auch nicht ganz so einfach wie im reinen Ackerbau.
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