Unebenes Vorgewende nach Grubber

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Mulchsaatcharlie
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Unebenes Vorgewende nach Grubber

Beitrag von Mulchsaatcharlie » Dienstag 11. August 2009, 12:36

Hallo zusammen,

wir haben einen horsch terrano 3 fx mit heko walze v.a. zur grundbodenbearbeitung. diese liegt meist zwischen 15 und 25 cm tiefe. leider bekomme ich am vorgewende beim einsetzen und ausheben des grubbers ein teilweise wirklich sehr unebenes vorgewende mit höhenunterschieden von bis zu 30 cm.
habe schon viel probiert: =>langsameres ausheben bzw einsetzen des grubbers, =>eine fahrt außenrum, um im gelockerten ausheben zu können usw.... aber leider ohne große erfolge.
diese unebenheiten sind natürlich lästig beim nachfolgenden säen und walzen.

wie geht ihr vor? kann es am grubber liegen?

danke für antworten.

Georg Doppler
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Re: Unebenes Vorgewende nach Grubber

Beitrag von Georg Doppler » Donnerstag 13. August 2009, 23:45

Aus den leider nicht vorhandenen Antworten auf deine Fragen, schieße ich dass es vielen so geht wie dir und mir....
Hab schon verschiedenste Geräte probiert. Umso mehr Arbeitstiefe, umso mehr Mischarbeit und umso flächiger der Schnitt umso mehr nimmt der Grubber an Erde mit, was logisch ist.
Außerdem ist es, besonders bei 3-punkt Geräten zusätzlich blöd dass beim Ausheben die Nivellatoren bzw. Walzen die letzten Meter nicht mehr bearbeiten können und das Bild zusätzlich schlimmer wird.
Ein Langloch am Oberlenker hilft hier ein wenig. Besonder aber beim abschließenden Fahren am Vorgewende über die "Hügel" schaukelt sich der Grubber nicht so auf wie bei einem starren Oberlenker.
Alles in allem fällt mir jedoch keine echte "Lösung" ein.
Bei mir ist das Problem jedenfalls kaum mehr vorhanden seit ich nur mehr auf max. 6cm Tiefe arbeite.
lg
Georg
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York-Th. Bayer
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Re: Unebenes Vorgewende nach Grubber

Beitrag von York-Th. Bayer » Freitag 14. August 2009, 11:31

Mulchsaatcharlie hat geschrieben:Hallo zusammen,

wir haben einen horsch terrano 3 fx mit heko walze v.a. zur grundbodenbearbeitung. diese liegt meist zwischen 15 und 25 cm tiefe. leider bekomme ich am vorgewende beim einsetzen und ausheben des grubbers ein teilweise wirklich sehr unebenes vorgewende mit höhenunterschieden von bis zu 30 cm.
habe schon viel probiert: =>langsameres ausheben bzw einsetzen des grubbers, =>eine fahrt außenrum, um im gelockerten ausheben zu können usw.... aber leider ohne große erfolge.
diese unebenheiten sind natürlich lästig beim nachfolgenden säen und walzen.
wie geht ihr vor? kann es am grubber liegen?
danke für antworten.
Ich versuche es mal mit ein paar Hinweisen. Am Anfang steht die Analyse.
- es wird viel Boden bewegt, was man ja auch will damit die Einmischung gut ist = vielleicht hinkt ein Vergleich mit dem Pflug daher nicht
- gezogene Geräte & auch der Pflug ziehen langsam ein, also nicht rumps rein & raus, langsam im Stehen raus ist vergleichbar, sondern in der Fahrt.
- gezogene Geräte haben meistens auch ein breiteres Vorgewende
Daher mal folgendes ausprobieren:
- beim Ein - & Aussetzen dies langsam während der Fahrt machen
- das Vorgewende etwas breiter damit man dafür Platz hat
dann sollten Ihre Beobachtungen der Vergangenheit angehören. Bei anderen scheint es jedenfalls damit zu klappen.
Viel Erfolg

York-Th.
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Mulchsaatcharlie
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Re: Unebenes Vorgewende nach Grubber

Beitrag von Mulchsaatcharlie » Sonntag 16. August 2009, 09:37

danke für euere tipps.
es "freut" mich, dass ich nicht der einzige bin dem es so geht.
die 6-8 cm tiefe wären natürlich das ziel, aber als pacht betrieb mit immer wechselnden, und "neuen" flächen ist das nicht so einfach, denn diese umstellung wird nicht von heute auf morgen funktionieren nehm ich an.?
außerdem: hat jemand erfahrungen mit dieser flachen bearbeitung in regionen über 1000 mm niederschlag pro jahr?
fruchtfolge ist momentan: raps-weizen-weizen-körnermais-sommergerste
freue mich auf antworten

Hofgut Eichen
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Re: Unebenes Vorgewende nach Grubber

Beitrag von Hofgut Eichen » Donnerstag 15. Dezember 2011, 21:53

Hallo,

Haben seit 2007 ein Terrano 3 Fx im Einsatz. Hatten am Anfang das gleiche Problem. Grund hierfür ist, wie schon richtig bemerkt, die Menge an Boden, die der Grubber vor sich her "schiebt". Je tiefer gearbeitet wird, desto schlimmer ist es.

Würde das Problem auch nicht am Horsch Grubber festmachen, ist bei Mitbewerbern wohl das gleiche Problem.

Hier unsere Lösung:
Da ich beim wenden am Vorgewende nicht zu eng rumfahre, um Abscherungen im Boden zu vermeiden, lasse ich, wenn möglich, ca. 12-15m Vorgewende.
Beim Ausheben halte ich die Geschwindigkeit (ca. 10-12 km/h) bei. Somit wird der vor dem Grubber hergeschobene Boden beim Ausheben schön verteilt und es enstehen kein Hügel mehr.
Sebastian Hoffmann
-Landwirt aus Leidenschaft-

www.Hofgut-Eichen.de

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