Bodenbearbeitung zu Mais

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Samuel
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Bodenbearbeitung zu Mais

Beitrag von Samuel » Montag 24. Dezember 2012, 22:15

Hallo ich bin neu hier im Forum, bis jetzt arbeiteten wir zum größten teil mit dem pflug doch jetzt wollen wir mehr mulchsaat betreiben (ich würde sofort komplett umsteigen aber da muss ich noch einiges an überzeugungsarbeit leisten ;) )

Jetzt zur frage nach pflug-weizen habe ich flach (5-10cm) gescheibt und mit der Drillkombi mitte-ende August ein hafer-wicken gemenge gesät.
Wie sollten wir im frühjahr vorgehen, reicht auf 5-10cm tiefe zu scheiben oder muss ich tiefer grubbern?
Böden sind Pseudogley aus lößbeeinflußtem Hanglehm über basenarmer tonig-schluffigen Rotliegendsedimenten wenn das hilft :?:
wir liegen hier auf 400 m über NN

Achja gesegnete besinnliche Weihnachten euch ;)

Konrad Steinert
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Re: Bodenbearbeitung zu Mais

Beitrag von Konrad Steinert » Dienstag 25. Dezember 2012, 18:40

Es ist schwierig, hier ein konkretes Vorgehen zu empfehlen, da man den Strukturzustand des Bodens mittels Spatendiagnose beurteilen sollte.

Wenn der Boden intensiv durchwurzelt und gut strukturiert ist, kann man den Eingriff auf ein Minimum begrenzen, also eine flache Bearbeitung mit der Kurzscheibenegge oder einer geeigneten Kreiselegge. Auf den intensiv wühlenden Grubber sollten Sie besser verzichten. Mit einer geeigneten Legemaschine (Direktsaatausrüstung, Strohräumer) kann sogar auf jegliche Bodenbearbeitung verzichtet werden, besonders bei Problemen mit Bodenerosion sinnvoll.

Wenn Strukturmängel vorliegen, dann sollte die Lockerung vorzugsweise im Spätsommer erfolgen und dann mit der Zwischenfrucht stabilisiert werden. Sinnvoll wäre dann auch der Einsatz der Streifenbearbeitung, welche die Bodenbedeckung erhält und gleichzeitig relativ tief in den Boden eingreift.
Dr. Konrad Steinert
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Bayer40
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Re: Bodenbearbeitung zu Mais

Beitrag von Bayer40 » Freitag 29. November 2013, 22:10

Hallo,

Bei uns läuft im Frühjahr vor Mais auf den abgefrosteten Zwischenfrüchten
normal die KE.

Haben voriges Jahr einen Kongskilde Vibroflex auf 2 ha probieren können-war ansicht eine gute Sache.

Jetzt meine frage:
könnte man im Frühjahr nach der Gülle auch mit dem Trio von Köckerling (Strichabstand 30 cm,STS Walze und Striegel) drüber gehen und
dann mit einer Mulchsaatmaschine säen.Grubber wäre am Betrieb

Oder spricht da was dagegen? möchte ansich die KE reduzieren und natürlich wäre ich mit dem Grubber schneller.
Boden toniger Lehm- also relativ schwer-

Freue mich auf Anregungen.

Konrad Steinert
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Re: Bodenbearbeitung zu Mais

Beitrag von Konrad Steinert » Sonntag 1. Dezember 2013, 10:10

Mais stellt an sich nur geringe Ansprüche an das Saatbett, außerdem legen die meisten Einzelkornsämaschinen das Korn sehr präzise ab und sorgen dank eines hohen Gewichts der Säaggregate für eine gute Rückverfestigung. Um eine gleichmäßige Kornablage abzusichern, sollte bei unebenem Saatbett die Fahrgeschwindigkeit etwas reduziert werden. Es sollte dann keine Probleme mit dem Feldaufgang geben. Bei hohem Zwischenfruchtbestand und zähen Stängeln wäre es sicherlich sinnvoller, mit abrollenden Werkzeugen - also einer Kurzscheibenegge oder Spatenrollegge - zu arbeiten.
Wenn der Acker etwas grobklutig ist, sollte nach der Saat ggf. angewalzt werden, auch um eine optimale Wirkung bodenaktiver Herbizide abzusichern.
Dr. Konrad Steinert
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