Ackerbohnen

Konrad Steinert
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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Konrad Steinert » Freitag 17. Mai 2013, 18:49

Wenn Ackerbohnen zum Drusch in der Fruchtfolge stehen, würde ich vom Anbau der Ackerbohne als Zwischenfrucht absehen, zumindest nicht so häufig und mit so hohen Anteilen. Um eine passende Empfehlung zu geben, müsste man mehr über die Fruchtfolge und das Klima wissen.
Versuchen können Sie es ja mal mit speziellen Gemengen wie Terralife Maispro vor Mais - da sehen Sie dann, was sich gut entwickelt. Wenn Sie nur wenig Raps anbauen, wären auch die Kruziferen wie Ölrettich oder der überwinternte Rübsen eine sinnvolle Alternative, vor allem bei späten Saatterminen und organischer Düngung. Möchten Sie bei den großkörnigen Leguminosen bleiben, stellen Peluschken oder Lupinen in Gemengen eine Alternative zu den Ackerbohnen dar.
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Bayer40
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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Bayer40 » Dienstag 21. Mai 2013, 17:43

danke für die Infos.Werde mal Perlusken versuchen.

Meinen Ackerbohnen gehts auch nicht gut.
Nach der späten Saat(12.April) mit der KE Kombie haben wir
jetzt schon ca. 150mm Nierderschlag drauf und einen kleinen Hagelschlag.
Gibts irgendwas das man für die Pflanzen tun könnte??
Schätze mal das die luft aus dem Boden raus ist(VF Körnermais.Gemulcht,15m³ Gülle
Köckerling 22cm im Herbst).
Vitalisierungsspritzung???

Konrad Steinert
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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Konrad Steinert » Mittwoch 22. Mai 2013, 12:08

Viel kann man da nicht mehr tun, Vitalisierungsspritzungen bringen sicher auch nichts. Normalerweise werden die Bohnen wieder austreiben und sich schnell erholen, geblüht haben sie ja sicher noch nicht und Wasser ist jetzt genug da.

Die Gülle zu Ackerbohnen ist nicht sinnvoll, weil Leguminosen darauf eher ungünstig reagieren, möglicherweise sind die Bestände lagergefährdet oder haben einen stärkeren Krankheitsdruck.
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Re: Ackerbohnen

Beitrag von York-Th. Bayer » Freitag 24. Mai 2013, 09:29

Bayer40 hat geschrieben:danke für die Infos.Werde mal Perlusken versuchen.

Meinen Ackerbohnen gehts auch nicht gut.
Nach der späten Saat(12.April) mit der KE Kombie haben wir
jetzt schon ca. 150mm Nierderschlag drauf und einen kleinen Hagelschlag.
Gibts irgendwas das man für die Pflanzen tun könnte??
Schätze mal das die luft aus dem Boden raus ist(VF Körnermais.Gemulcht,15m³ Gülle
Köckerling 22cm im Herbst).
Vitalisierungsspritzung???
Bayer40,

wenn Die Luft raus ist dann stellt sich die Frage wie kommt die Luft wieder rein.
biologisch ist wohl eher nichts, die dazu notwendigen "Arbeiter" brauchen regelmäßige Pflege das sie da sind ...
bleibt nur die mechanische Lösung: Eggen, Striegeln, wenn denn die Ackerbohne nicht so ein "sensiebelchen" wäre.
Vielleicht so was wie hier gezeigt wird:
http://www.youtube.com/watch?v=zOBRuQCIxxU
Davon gibt es einige in D, bis 18 m AB. Ich habe noch eine mit 3.3 m :-)
York-Th.

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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Bayer40 » Dienstag 19. April 2016, 11:13

Hallo zusammen,
frage zu den Ackerbohnen-
ein Berater hat bei einem Vortrag angedacht bei sichtbarwerden der Fahrgassen ca. 30-40 N zu geben.
Dies soll sich auch positiv auf den Ertrag auswirken?

Gibt es da erfahrungen und meinungen dazu.
Grüße aus Bayern

Konrad Steinert
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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Konrad Steinert » Dienstag 19. April 2016, 14:09

Ich habe dazu schon verschiedenes gelesen und fast immer kam man zu dem Schluss, dass N-Düngung bei Leguminosen fast immer kontraproduktiv ist, weil sie die Knöllchenbildung hemmt; außerdem würde man so auch die Verunkrautung fördern. Möglicherweise würde eine Saatbanddüngung oder eine Tiefendüngung mit Phosphaten zur Saat günstig wirken und die Jugendentwicklung fördern. Erst im letzten Jahr hatten wir dazu einen Beitrag in der LOP mit bernburger Versuchen, da ging es um die N-Düngung von Soja mit ähnlichen Resultaten.
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Re: Ackerbohnen

Beitrag von ANDERSgesehn » Donnerstag 28. April 2016, 17:42

hallo georg

mein onkel, ca 50-60km südl. von dir,
säte gerne erbse mit sommerweizen
einige jahre.

weizen war für hin die stützfrucht für
erbsen zur leichteren ernte (lager).
schweinezucht & schweinemastbetrieb mit
pseudovergleyte parabraunerde, 60-68 bodenpunkte
290-410m seehöhe ~900mm jahresniederschlag 9° temp.
im letzten jahrtausend weltmeister in stoppelpflügen.
es ist verdammt hart bauer zu sein.

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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Bayer40 » Montag 13. März 2017, 13:59

Hallo,
kurze frage wie oft kann man eigentlich Ackerbohnen nachsäen?
Kann man die theoretischen Ertragseinbusen Orginal, 1NB, 2 NB,... beziffern?
Grüße aus Bayern

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Re: Ackerbohnen

Beitrag von Konrad Steinert » Freitag 24. März 2017, 13:38

Eigentlich könnten Sie Ackerbohnen mehrfach nachbauen, denn es sind keine Hybridsorten und es besteht auch nicht die Gefahr, dass nachteilige Merkmale eingekreuzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass das Saatgut gesund bleibt. Darum sollte man es bei einem einmaligen Nachbau belassen. Dann gibt es wahrscheinlich auch keinen spürbaren Ertragsrückgang. Das wäre auch rechtlich möglich, da bei großkörnigen Leguminosen vergleichbare Nachbauregelungen wie beim Getreide bestehen. Bei Körnerlupinen wird dagegen kein Nachbau empfohlen, weil dieser mit der Brennfleckenkrankheit Antracnose befallen sein kann.
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