Strip - Till im Trockengebiet

David Galle
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Re: Strip - Till im Trockengebiet

Beitrag von David Galle » Samstag 27. November 2010, 19:20

hallo,

haben diese woche die letzten z-rüben gerrodet, dabei auch mein versuch mit der streifenlockerung. da die bilder mal wieder nicht so aussagekräftig sind,nochmal in kürze :evil: und jetzt in worte : wesentlich schlechterer feldaufgang , dadurch kein vernünftiger reihenschluß, -> durchwuchs von amarant und weisem gänsefuß. wie von anderen schon voraus gesagt, ist die streifenlockerung direkt vor der saat in unseren böden wohl ungeeignet. ;) nun geht die suche nach ideen/ lösungen für "direktsaat-zuckerrüben" weiter :lol:
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David

wer immer nur in andere fußspuren tritt, wird nie eine eigene hinterlassen.

Ulrich
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Re: Strip - Till im Trockengebiet

Beitrag von Ulrich » Montag 27. Dezember 2010, 23:12

Hallo,
es hat also nicht so schön ausgesehen. Aber wie war der Ertrag im Vergleich?
Ist das Problem bei der Saat die Zwischenfrucht und ihre Rückstände? Kann dies mit Reihenräumern gelöst werden? Oder ist das Problem die Dichtlagerung des Bodens weswegen Strip-Till gemacht wird?
Gruß Ulrich

Herbert Pickel
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Re: Strip - Till im Trockengebiet

Beitrag von Herbert Pickel » Dienstag 28. Dezember 2010, 10:48

Hallo.
Ich gehe davon aus, dass der schlechte Feldaufgang mit der Kombi. lockern und einzelkorndrillen zu 99% zusammenhängt. Beide Arbeitsgänge sind doch sehr widersprüchlich. :o
Vielleicht würde eine Vorlockerung im Herbst die Probleme beseitigen. Wäre dann natürlich technisch nicht ganz so einfach mit Herbst Tiefrillen ziehen
und im Frühjahr die Rillen wieder finden und reinsäen. Machbar müsste es aber sein. Mit selbstführenden Lockerungs und Einzelkorndrille.
Denke mal, dass überm Winter der Bodenschluss wieder gegeben wird zum verbesserten Auflaufen. Die Tiefenlockerungsrille aber so beständig ist, dass sie der Rübe beim Wachstum helfen kann. Saatbeet wäre auch viel besser wie auf den Bildern vom Frühjahr 2010 zu sehen war. ;)

Stichwort: Probiers dochmal. :P

Habe leider keine ZR mehr.

Gruss
herbert
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
bis 40 Bodenpunkte, Frühjahrstrockengebiet, Großraum Erlangen

David Galle
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Re: Strip - Till im Trockengebiet

Beitrag von David Galle » Dienstag 28. Dezember 2010, 14:10

hallo,

wir machen seit jahren strohmulchsaat bei z-rüben, kann also nicht an den "rückständen" von stroh oder zwichenfrüchten gelegen haben.
- der niederschlag :?: wir hatten im märz 18 mm, im april 15 mm und dann 107, 80, 67, 138, 68 mm das ist für uns überdurchschnittlich ( mai - september ca. das dreifache ). aussaat am 23.märz also in eine trockene phase gesäat, war allerdings überrascht wie feucht der boden bei der aussaat noch etwas tiefer war.
- die lockerung :?: stellt sich die frage ob der gelockerte schlitz ausgetrocknet ist und einige pillen/keimlinge anschliessend vertrocknet sind. man könnte die "furche" die hinter den meiselschaaren entsteht mit hohlsechen wieder schließen und rückverfestigen. jedoch würde diese "bewegte" erde auch wieder austrocknen.
- die herbstlockerung :idea: hat herr pickel vollkommen recht. wahrscheinlich ideal - so wenig boden als möglich gelockert (bewegt) aber soviel als nötig für einen "guten" bestand zu etablieren. j e d o c h die teure gps-technick und das für meine "3 ha" :?
- der ertrag :?: ist in zahlen nich auszudrücken, da es sich um einige "versuchsreihen" in einem schlag handelte. jedoch war der bestand in den "versuchsreihen" wesentlich bescheidener und die z-rüben waren nicht überdurchschnittlich groß.
- die dichtlagerung unsere böden :?: nein. nach aussagen von roderfahrern und auch die berufskollegen bei der abfuhr haben wir nicht mehr "beinige"-z-rüben als andere evtl sogar weniger. die benötigte kraft für das eindringen der bodensonde, war bei einer feldbegehung gleichmässig
- weswegen strip-till :?: man möchte sich selbst und sein "betriebssystem" ja schließlich weiter entwickeln, denn stillstand ist rückschritt. ;)

gruß
David
David

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Herbert Pickel
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Re: Strip - Till im Trockengebiet

Beitrag von Herbert Pickel » Dienstag 28. Dezember 2010, 17:41

Hallo David.

Genau das meine ich auch nicht Gps Technik sondern selbsführende Geräte die kann man doch konstruieren.

Wird irgendwie eine Führungsrille gezogen in der das Einzelkornsähgerät wieder seine Führung hat.

Ich hoffe Du verstehst mich.

Gruss
H:
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