Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

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Georg Doppler
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Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von Georg Doppler » Montag 26. Januar 2015, 23:27

Hallo an die Direktsäer!
Wir haben vergangenen Herbst fast alle Winterungen in Direktsaat (John Deere 750a) gesät, nachdem wir im Jahr davor so gute Erfahrungen damit machen konnten. Allerdings war heuer teilweise deutlich mehr Stroh an der Oberfläche. Mittlerweile ist sehr viel davon schon "verschwunden", immer diese Würmer .... ;)
Als ich heute über die Flächen ging konnte ich Stellen finden an denen die Pflanzen (dank des extrem feuchten Wetters seit der Saat) praktisch 2 - 5 cm über der Erde im Stroh wachsen. Die Pflanzen sind kräftig, bestocken schön und die Wurzeln wachsen praktisch zwischen Mulchschicht und Boden dahin. Ist das das, wovon Derpsch redet? Wie wird sich das verhalten, sollten wir doch noch mal richtig Frost bekommen? Wie wird sich das entwickeln, wenn´s im Frühjahr auf einmal trocken wird?
Danke für Eure Antworten!
Georg
Die Bilder sind von Dinkel gesät in Braunhirsestoppel am 15.10.2014
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Konrad Steinert
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von Konrad Steinert » Dienstag 27. Januar 2015, 09:10

Das sieht nicht gut aus - Trockenheit und Forst könnten hier zu Totalausfall führen, und Rolf Derpsch hat sich das sicher nicht so vorgestellt. Normalerweise soll das Korn unterhalb der Mulchmatte mit einem direkten Bodenkontakt abgelegt werden, und dann wächst die Wurzel direkt in den Boden hinein. Bei Direktsaat sind üblicherweise keine derartigen Sprungschichten bzw. Bearbeitungssohlen vorhanden. Hier wirkte wohl die verfestigte und nasse Bodenoberfläche als "Sprungschicht", an der das Wurzelwachstum stoppt - darüber gibt es eine feuchte und nährstoffreiche Schicht, die der Wurzel zunächst alles Notwendige geboten hat. Bleibt zu hoffen, dass es ein mildes und feuchtes Frühjahr gibt, damit sich die Pflanzen doch noch in der Ackerkrume verankern können.
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Georg Doppler
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von Georg Doppler » Mittwoch 28. Januar 2015, 20:39

Gott sei Dank ist nicht die ges. Fläche so. Wie auf dem Bild siehts nur an wenigen Stellen aus. Ich hab mir heute eine andere Fläche angesehen. Extrem viele Wurmlöcher, in die die Getreidewurzeln schon schön hineinwachsen. Ich bin guter Dinge, dass die Sache gut geht. Trockenheit ist bei uns (Lehmböden) im Frühjahr kaum ein Problem.
Mich würde interessieren, ob es irgendjemanden gibt, der im Biobereich (in manchen Jahren) echte Direktsaat macht???
Georg
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Georg Doppler
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von Georg Doppler » Mittwoch 8. April 2015, 21:31

Hier ein Update zu den Direktsaat Winterungen:
Also die rel. schlechten Prognosen von Dr Steinert sind vorerst nicht eingetreten. Gute Bestockung, gute Durchwurzelung. Auch Dinkelkörner die, wie auf dem Bild 1,5 cm. über der Erde im Stroh abgelegt waren, bilden schöne Pflanzen.
Weizen nach Braunhirse ist stark von Mäusen dezimiert, besonders da wo die Stoppeln hoch sind und viel Strohauflage den Mäusen perfekte Bedingungen bietet.
Die Winterungen nach Silomais entwickeln sich auch gut, allerdings suche ich hier nach einer Möglichkeit den Boden über Winter besser zu schützen, da ja hier außer Stoppeln keine Ernterückstände vorhanden sind. Ich suche also eine Maisuntersaat, die für die nachfolgende Direktsaat und daraus wachsende Kultur kein Problem darstellt. Weidelgräser scheiden da wohl aus. Erdklee? Vorschläge?

Danke!
Georg
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von York-Th. Bayer » Sonntag 27. September 2015, 15:41

wie sagt man so schön, Herr Doppler: Die Toten werden nach der Schlacht = Ernte gezählt"
Und wie ging die Zählung aus? Waren Sie mit dem Ergebniss zufrieden?

York-Th.
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Georg Doppler
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von Georg Doppler » Montag 28. September 2015, 20:19

Tja mit der "Zählung" war in unserer Region heuer keiner zufrieden, weder Pflug noch Pfluglos, weder Bio noch Konventionell. Wir hatten die schlimmste Trockenheit, an die sich jemand erinnern kann.
Die DS Bestände haben nach den Bildern von oben stark reduziert, kurze Ähren, kleine Körner ...
Am schlechtesten war der Dinkel in Braunhirsestroh mit nur ca. 1500kg/ha Rohware.
Wintererbsen/Triticale/Roggen Gemenge in Silomaisstoppel und Weizen in Sorghumstoppeln schnitten besser ab mit ca 3000kg aber wenigstens trocken und mit guter Qualität. Mulchsaaten waren alle besser.
Aber trotzdem wird ich heuer wieder etwas in DS versuchen.
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von ANDERSgesehn » Mittwoch 7. Oktober 2015, 08:33

Georg Doppler hat geschrieben:
Wir hatten die schlimmste Trockenheit, an die sich jemand erinnern kann.

@york
hoffentlich beantwortet das deine frage im email.
schweinezucht & schweinemastbetrieb mit
pseudovergleyte parabraunerde, 60-68 bodenpunkte
290-410m seehöhe ~900mm jahresniederschlag 9° temp.
im letzten jahrtausend weltmeister in stoppelpflügen.
es ist verdammt hart bauer zu sein.

Georg Doppler
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 11. Oktober 2015, 22:35

@Andersgesehen: Häh?
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Re: Direktsaat Saattiefe John Deere 750a Getreide in der Luft?

Beitrag von ANDERSgesehn » Dienstag 13. Oktober 2015, 17:24

weißt georg, york schreibt auch gerne user im forum
von www.agrowissen.de mittels email an, und
versteckt auch dabei mal eine frage, so auch bei mir.

deswegen hier die(/deine) antwort dazu.
es ging um maiserträge und ihre kultuführung und
dieses bild fügte ich hinzu

Bild

wie du weißt sind in unseren breiten heuer keine erträge über 10,5t feuchtware gefallen ...
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