Bio - Direktsaat - Windhalm?

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Georg Doppler
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Bio - Direktsaat - Windhalm?

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 20. Juli 2014, 23:05

Vielleicht könnt Ihr mir hierbei helfen:
Ausgangssituation:
Hab gestern unsere Direktsaattriticale gedroschen. (Direktsaat mit JD 750a nach Silomais/Biomassehirse/Sonnenblumengemenge)
Gemenge vor dem Häckseln am 9.10.2013 (2).JPG
Der Bestand war (für Bio) überraschend rein bis auf eine gewisse Menge an Windhalm.
Triticaleaussaat am 10.10.2013 .JPG
Plan:
Als Zwischenfrucht werde ich, wieder als Direktsaat, Grünschnittroggen/Meliorationsrettich/Sandhafer/Hirse säen.
2015 dann Soja, auch wieder als Direktsaat (Walztechnik) in den Roggen.
Fragen:
Aufgrund der "Regenzwangsnachdenkpause" habe ich folgende Fragen an die Experten:
Wie verhalten sich die ausgefallenen Windhalmsamen bei neuerlicher Direktsaat? Keimen die auch ohne Bodenbearbeitung?
Wäre ein Striegeleinsatz zum Anregen der Keimung, besonders der Windhalmsamen, sinnvoll oder eher kontraproduktiv? - Ich hätte die Möglichkeit bei der Zwischenfruchtaussaat mit einem Frontstriegel den Auflauf wieder zu beseitigen.
Oder ist der einmalige Striegeleinsatz gut um die Samen zum Keimen zu bringen, der Grünschnittroggen lässt dem Windhalm ja dann erfahrungsgemäß ohnehin keine Luft.
Oder soll ich einfach beim nächst möglichen Termin Zwischenfrucht säen und den Striegel stehen lassen?

Was denkt Ihr?
Freu mich auf eure Antworten!
Liebe Grüße aus Oberösterreich!
Georg
PS: 2 Bilder zum besseren Verständnis folgen im nächsten Beitrag - von der Triticaleernte gibt´s leider kein Bild.
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Mulch- und Direktsaat auf mittelschwerem Lehm, 360m, 900mm, 7,8 Grad
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Georg Doppler
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Re: Bio - Direktsaat - Windhalm?

Beitrag von Georg Doppler » Sonntag 20. Juli 2014, 23:08

Hier die Triticale am 15.2.2014.
Triticale 15.2.2014.JPG
Und hier was mit dem Roggen geplant ist:
Gewalzter Roggen nach Sojaaussaat.JPG
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Konrad Steinert
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Re: Bio - Direktsaat - Windhalm?

Beitrag von Konrad Steinert » Montag 21. Juli 2014, 08:03

Das Problem ist, dass die Samen der Ungräser zunächst in einer Keimruhe verharren und deshalb eine Bodenbearbeitung wenig Einfluss auf das Keimverhalten hat. Ein Einmischen in den Boden fördert den Übergang in die sekundäre Keimruhe, besonders bei nassen Bedingungen (anaerobe Bedingungen). Das konnte für Ackerfuchsschwanz gezeigt werden, scheint aber bei Windhalm nicht anders zu sein. Verbleiben die Ungrassamen weitgehend ungestört in der Mulchauflage, scheinen sie sogar am besten ihre Keimfähigkeit zu verlieren, z. B. durch Verpilzung oder samenfressende Insekten. Daher wäre die umgehende Direktsaat am besten, auf den Striegel kann man sicher auch verzichten. Eine erhöhte Saatstärke bei Sandhafer und Roggen scheint außerdem zur optimalen Unterdrückung sinnvoll zu sein.
Dr. Konrad Steinert
Redaktion
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Georg Doppler
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Re: Bio - Direktsaat - Windhalm?

Beitrag von Georg Doppler » Dienstag 22. Juli 2014, 04:35

Gestern Abend noch die Mischung gesät. Dann beginnender Regen. 18mm bis jetzt. :P
Schönen Tag
Georg
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