Direktsaat und Düngung mit Festmist

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max32

Direktsaat und Düngung mit Festmist

Beitrag von max32 » Sonntag 8. November 2009, 13:27

Hallo,
wir haben am Betrieb große Mengen an Festmist, was zugleich heisst, daß alles Stroh vom Acker abgefahren wird. Daß das im Mulchsaatverfahren funktioniert, haben wir bereits erfolgreich ausprobiert. Der nächste Schritt wäre jetzt mein eigentliches Ziel, das Direktsaatverfahren.
Wer hat mit Festmist und Direktsaat schon Erfahrung? Bin für jede Anregung dankbar.

Viele Grüße

tomte
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Re: Direktsaat und Düngung mit Festmist

Beitrag von tomte » Sonntag 8. November 2009, 19:56

Keine Ahnung wie das in deiner Region und Land ist - aber in manchen muss man den Mist direkt nach dem Streuen gesetzlich einmischen. Damit fällt das ganzw wohl flach. Ob hier eine gute Vorkompostierung hilft weiß ich nicht.
Ansonsten denke ich, dass eine Direktsaatmaschine problemlos mit gut verteiltem Mist klarkommt. In den Bestand zu streuen sollte auch gehen (wird bei Grünland ja auch gemacht) - allerdings ist dann fraglich ob die Wirkung des Mistes zu dem gewünschten Zeitpunkt kommt ;)
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

low-tiller
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Re: Direktsaat und Düngung mit Festmist

Beitrag von low-tiller » Montag 9. November 2009, 12:18

moin,
wir streuen den mist durch einen lohner als kopfdüngung im herbst , winter oder zeitigen frühjahr .
ich weiß nicht welche fahrgassen abstände du hast , bis 15m können die fahrgassen genutzt werden , aber alles was darüber hinausgeht , ist unmöglich .
ich sehe es nicht so eng , und wir fahren , natürlich nur wenn der boden es auch zuläst , zwischen den fahrgassen .
da wir nur pferdemist streuen , rechne ich den düngewert über einen zeitraum von 3 jahren anteilig an .
vor dem drillen streuen wir nicht weil unser stroh auf dem acker verbleibt und die drilltechnik deshalb genug gefordert ist , aber wenn du dein stroh abfährst könnte es auch mit streuen vor dem drillen funzen .
nord-östliches niedersachsen , leichter heidesand grundwasserfern und flußmarsch grundwassernah , bis auf neu übernommene flächen 100 % notill , scheibendrille mit unterfußdüngung und 25cm reihenabstand , low-tech und low-input .

Georg Doppler
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Re: Direktsaat und Düngung mit Festmist

Beitrag von Georg Doppler » Montag 6. April 2015, 23:20

Auf unseren Bioflächen verwenden wir den Rindermist als Kopfdünger ab Befahrbarkeit im Frühjahr. Heuer war der Effekt bisher am besten erkennbar. Bei der Wintergerste ging mir der Mist aus. Die Grenze war 2 Wochen lang extrem gut sichtbar, hab leider kein Bild gemacht. Verantwortlich ist bei der heurigen Witterung sicherlich auch die Farbe des Mistschleiers der eine bessere Erwärmung der Fläche bewirkte.
Bio-Marktfruchtanbau, Blonde d´Aquitaine hornlos Zucht, Freilandschweinehaltung in Oberösterreich:
Mulch- und Direktsaat auf mittelschwerem Lehm, 360m, 900mm, 7,8 Grad
http://www.biohofdoppler.at
Vibroflex, John Deere 750a, Dynadrive

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