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low-tiller
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Re: Ertäge

Beitrag von low-tiller » Donnerstag 13. August 2009, 11:28

goos hat geschrieben::mrgreen:
York-Th. Bayer hat geschrieben: Ist das jetzt eine Umfrage mit Auswertung?
Stelle eine Gegenfrage: Wen interessiert das? Sollte man nicht lieber mal Fragen: wieviel wurde verdient? Ist nicht der Verdienst das Maß der Dinge?

York-Th.

.......und wenns nicht richtig gemacht wird,
bleibt noch weniger übrig als mit dem pflug !


.
......... und wenns auf ertragsschwachen standorten witterungsbedingt zu hohen ertragsausfällen kommt ,
dann ist der verlust geringer als mit pflug oder 20cm tiefen grubbern !
oder ?
nord-östliches niedersachsen , leichter heidesand grundwasserfern und flußmarsch grundwassernah , bis auf neu übernommene flächen 100 % notill , scheibendrille mit unterfußdüngung und 25cm reihenabstand , low-tech und low-input .

low-tiller
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Re: Ertäge

Beitrag von low-tiller » Donnerstag 13. August 2009, 13:21

hallo ,
gift´s hier eigentlich keine no-tiller ?
na dann will ich mal :
20cm humoser sand auf kies grundwasserfern und "steinreich" 20bp
keine beregnugsmöglichkeit und wasserschutzgebiet
winterroggen visello nach zweijähriger gräservermehrung
bodenbearbeitung : keine
pflanzenschutz : 3 l glyposat , 5 kg schneckenkorn , 1l tristar
düngung : 90kg/n 20kg schwefel
niederschäge vom 01.04. bis 01.07. 70mm mit 2 trockenperioden von 15 und 18 tagen
ertrag 42dt/ha bei 12% wasser
42,2 X 7,5- +mwst
=348,-
+400,- ausgleichszahlung für sonderprograme wasserschutz 100% notill ,reduz. n-düngung
usw laufzeit 5 jahre
+255,- betriebsprämie
=1003,- umsatz/ha

ich beschränke mich nur auf den umsatz pro ha , aber die zahlen sollten so aussagekräftig sein , das sich jeder ausrechnen kann , das ein gewinn zu erziehlen ist .
acherbau auf schwachen standorten mag für den einen oder anderen ein schönes hobby sein
aber wieviel darf ein hobby kosten ?
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ulikum
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Re: Erträge

Beitrag von ulikum » Donnerstag 1. April 2010, 19:01

York-Th. Bayer hat geschrieben:es ist ja schön das solche beeindruckenden Erträge erzielt werden. Nur 20 cm tief gegrubbert war bei uns in den 70ern die Arbeitstiefe für den Pflug. Worin da noch ein Unterschied liegen soll bleibt für mich eine bis jetzt unbeantwortete Frage.
York-Th.
Ich denke die Antwort ist einfach,
deshalb grubbern heute auch viele so tief. Es ist modern.!!!

So jetzt mal ohne Spaß, nach meinen Erfahrungen liegt zwischen 20 cm pflügen und 20 cm grubbern ein riesiger Unterschied.
Genauso macht einmaliges schälen ca. 10 mit dem Schälpflug mind. 3 Jahre Mulchsaat zunichte.
Der Große Unterschied liegt in dem was nach der Bodenbearbeitung übrigbleibt.
Eigene Versuche mit Auswertung:

Ist Zustand 100 Regenwürmer
nach Pflug 25 cm 5 Regenwürmer
nach Grubber 20 cm 40 Regenwürmer

nach Schälpflug 10 cm 12 Regenwürmer
nach Grubber 10 cm 60 Regenwürmer
jeweils im nächsten Frühjahr ermittelt.

Die Zahlen sind nicht absolut sondern sollen zeigen was nach dem Pflug passiert ist.
Wenn zwei Menschen jeder einen Apfel haben
und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen.
Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben
und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken
"Platon"

Herbert Pickel
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Re: Erträge

Beitrag von Herbert Pickel » Donnerstag 1. April 2010, 19:31

Hallo.
Einspruch gegen das Pflügen. Die Regenwürmer gehen doch nicht durchs Pflügen kaputt. Mir schwirrt im Hinterkopf die Zahl von 20 % durch den Pflug.
Die verhungern doch, weil danach nichts mehr am Tisch liegt. :o
Das schlimmsten am Pflug ist doch die Vermischung der Bodenschichten. Wie es auch das tiefe Grubbern mit sich bringt.
Alles andere ist doch schon gesagt. Entweder noTill oder Wenz. Wer seinen Boden achtet geht in diese Richtung.
8-)

Grüße
Herbert
Biolandwirt, Ackerbau, pfluglos, 270 m über NN, 550 mm Niederschlag/Jahr,
bis 40 Bodenpunkte, Frühjahrstrockengebiet, Großraum Erlangen

goos
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Re: Erträge

Beitrag von goos » Donnerstag 1. April 2010, 19:36

Herbert Pickel hat geschrieben:Hallo.
Einspruch gegen das Pflügen. Die Regenwürmer gehen doch nicht durchs Pflügen kaputt. Mir schwirrt im Hinterkopf die Zahl von 20 % durch den Pflug.
Die verhungern doch, weil danach nichts mehr am Tisch liegt. :o
Das schlimmsten am Pflug ist doch die Vermischung der Bodenschichten. Wie es auch das tiefe Grubbern mit sich bringt.
Alles andere ist doch schon gesagt. Entweder noTill oder Wenz. Wer seinen Boden achtet geht in diese Richtung.
8-)

Grüße
Herbert
um gottes willen......
wie kannst du es wagen....
solche "wissenschaftliche" zahlen anzuzweifeln !
Der horizont der meisten menschen ist ein kreis mit dem radius 0.,
und das nennen sie ihren standpunkt.
dummheit ist vererbbar, da helfen keine pillen......

Georg Doppler
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Re: Erträge

Beitrag von Georg Doppler » Donnerstag 1. April 2010, 20:14

Darum denk ich hat Ulikum ja auch erst im Frühjahr danach gezählt, so ist zumindest ein Teil des "Verhungerns" mitberücksichtigt. Was aber im Bezug auf Verhungern viel relevanter sein dürfte ist die Masse der Würmer. Bis ein Wurm endgültig verhungert ist, kann es ganz schön lange dauern (Gott sei Dank). Es gehört zum Zählen also immer auch ein Wiegen. Ulikum habt ihr das auch gemacht? Wieviele Proben habt ihr gemacht um auf ein repräsentatives Ergebnis zu kommen?
Bei Joe sieht man jedenfalls am hohen Gewicht dass es sich um bestens genährte Tiefgräber handelt, die sicher nie Hunger leiden mussten. :P
Georg
Bio-Marktfruchtanbau, Blonde d´Aquitaine hornlos Zucht, Freilandschweinehaltung in Oberösterreich:
Mulch- und Direktsaat auf mittelschwerem Lehm, 360m, 900mm, 7,8 Grad
http://www.biohofdoppler.at
Vibroflex, John Deere 750a, Dynadrive

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Re: Erträge

Beitrag von ulikum » Donnerstag 1. April 2010, 21:28

Georg Doppler hat geschrieben:Darum denk ich hat Ulikum ja auch erst im Frühjahr danach gezählt, so ist zumindest ein Teil des "Verhungerns" mitberücksichtigt. Was aber im Bezug auf Verhungern viel relevanter sein dürfte ist die Masse der Würmer. Bis ein Wurm endgültig verhungert ist, kann es ganz schön lange dauern (Gott sei Dank). Es gehört zum Zählen also immer auch ein Wiegen. Ulikum habt ihr das auch gemacht? Wieviele Proben habt ihr gemacht um auf ein repräsentatives Ergebnis zu kommen?
Bei Joe sieht man jedenfalls am hohen Gewicht dass es sich um bestens genährte Tiefgräber handelt, die sicher nie Hunger leiden mussten. :P
Georg
Das ganze habe ich drei Jahre lang gemacht, immer zur Raps und jeweils 4 Teilstücke. Jedes Teilstück wurde im Frühjahr durch drei Proben ausgezählt. Danach wußte ich das ich durch Pflügen und schälen mehr Schaden angerichtet hatte wie die Sache wert war. (In meinem Fall höhere Rapserträge)
Ich habe die Würmer nie gewogen, sondern in der Tat nur gezählt ich wollte damals ergründen warum sich unser Boden nach grubbern auch tiefen anders verhält wie nach pflügen oder schälen. Die Bodenfruchtbarkeit (der Boden) war auf der gegrubberten Parzelle immer besser auch waren die Erträge beim Getreide in den nachfolgenden Jahren immer meßbar höher und was wichtiger ist stabiler.
Das ganze liegt aber schon über 20 Jahre zurück.
Damals machte ich mir noch keine Gedanken über Direktsaat, sondern wie ich den Verpächtern meine Mulchsaat schmackhaft machen könnte. (Hat aber nicht funktioniert, was der Bauer nicht kennt .........)
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Re: Erträge

Beitrag von goos » Freitag 2. April 2010, 09:06

:mrgreen:
Ist Zustand 100 Regenwürmer
nach Pflug 25 cm 5 Regenwürmer

nach Grubber 20 cm 40 Regenwürmer

nach Schälpflug 10 cm 12 Regenwürmer
nach Grubber 10 cm 60 Regenwürmer
jeweils im nächsten Frühjahr ermittelt.

Die Zahlen sind nicht absolut sondern sollen zeigen was nach dem Pflug passiert ist.
würde heißen,
der pflug vernichtet 95% der regenwürmer !!!!!!!
solche zahlen sind absoluter unfug.....

es ist eine altbekannte tatsache,
daß regenwürmer sehr sensibel auf bodenerschütterungen reagieren.....
sich dann in tiefere bodenschichten zurückziehen....

wiederum, bei erschütterungen durch regen .....
kommen sie an die oberfläche, um nicht zu "ersaufen"....

beim pflügen werden bis zur pflugtiefe alle vorhandenen regenwurmgänge zerstört,
die dann der wurm erst wieder graben muß...

und wenn keine gänge mehr da sind...
dann nützen auch keine eingegrabenen mistgabel,
um den wurm an die oberfläche zu locken...
wo nichts ist, kann man auch nichts zählen....
auch wenn man sich no-till "schönredet"...
und mir ist wissen immer noch wichtiger als phantasie...lol
soviel dazu...
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tomte
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Re: Erträge

Beitrag von tomte » Freitag 2. April 2010, 11:40

goos hat geschrieben: beim pflügen werden bis zur pflugtiefe alle vorhandenen regenwurmgänge zerstört,
die dann der wurm erst wieder graben muß...
Die Frage ist dann wohl, wieviele schaffen es sich neue Gänge zu graben bevor sie an Erschöpfung oder Nahrungsmangel sterben. Man müsste also das ganze Jahr in regelmäßigen Abständen prüfen wie viel Würmer (-masse) es wirklich gibt um auf halbwegs Aussagekraft zu kommen.
56ha Wald, 140ha LN (27 Weide/Naturweide), 32 Milchkühe, 1900 Legehennen
lehmiger Sand - sandiger Lehm, 7°C, 450mm, Bio (Demeter)
Kleegras (2jährig), Dinkel, Kartoffel (9ha), Gemüse (9ha), Hafer/Gerste/Erbse/So-Weizen (+Untersaat)

David Galle
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Re: Erträge

Beitrag von David Galle » Freitag 2. April 2010, 12:14

es ist eine altbekannte tatsache,
daß regenwürmer sehr sensibel auf bodenerschütterungen reagieren.....
sich dann in tiefere bodenschichten zurückziehen....



das würde ja bedeuten , der regenwurm würde die pflugsole "knaken" ;) und somit die "tieferen bodenschichten" erschliesen - lockern ;) das wäre doch ein vorteil für den pflug :?: :oops:
David

wer immer nur in andere fußspuren tritt, wird nie eine eigene hinterlassen.

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