GKB Exkursion in die Schweiz |
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Ein Bericht von unserem Mitglied Bernd Keil Die GKB rief und alle kamen, so kann man mit wenigen Worten die Anmeldungen für die Schweiz Exkursion 2009 beschreiben. Nach wenigen Tagen war die Fahrt ausgebucht und einige Mitglieder mussten auf die Warteliste. Die ersten Teilnehmer trafen sich am 10.06.09 in Scheppau auf dem Hof von Burkhard Fromme und starteten um 22:00 Uhr Richtung Süden. Nach einer anstrengenden Fahrt mit immer wieder kurzen Unterbrechungen um noch weitere Teilnehmer einzusammeln, trafen wir mit dem nunmehr vollbesetzten Bus pünktlich um 9:00 Uhr auf dem Betrieb von Stefan Minder in Rohrbach ein. Krankheitsbedingt konnte unser langjähriges Mitglied Jörg Wagner leider nicht an der Fahrt teilnehmen und so wünschten wir ihm alle per Telefon lautstark gute Besserung und baldige Genesung. Nach kurzem Umladen des Gepäcks in einen anderen Bus, um unseren Busfahrer auch eine Pause zu ermöglichen, servierte Fam. Minder in ihrer toll eingerichteten Festhalle einen kleinen Snack mit Kaffee. |
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Anschließend ging es ins Feld, um die Bestände zu begutachten. Auf den Flächen von Neuen-schwander präsentierte Stefan Minder die von der MIGAMO eG gedrillten Bestände. Durch die kleinen Flächen (Durchschnittsgröße 1 ha in der Schweiz) konnten wir ohne weit zu laufen oder zu fahren, Weizen, Gerste, Mais und Kunstwiese (Ackergras) begutachten. Die Flächen präsentierten sich durchweg in einem guten Zustand. In einigen Bereichen zeigte sich jedoch Windhalm, Trespe und Ackerfuchsschwanz. Bei der anschließenden Maschinenvorführung der selbstfahrenden Drillmaschine von Stefan Minder erschloss sich uns dann der Sinn der "Schuhkondome": die Kunstwiese auf der die Maschine ihre Fähigkeiten demonstrierte war gerade erst frisch begüllt ! Beim Mittagessen in der Festhalle servierte uns Fam. Minder leckeren Backschinken mit landestypischen Beilagen wie Käse, Röstis und frischem Bircher Müsli. Einige hätten gern noch gefachsimpelt, aber der Zeiteintreiber Burkhard rief zum Aufbruch, um weiter nach Affoltern zu fahren. In der modernen Schaukäserei Affoltern wurde uns die Herstellung des Emmentaler Käse gezeigt. In weiteren Gebäuden verfolgten wir die Entwicklung von der reinen Handarbeit auf den Almen bis zum heutigen Stand der Technik. |
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| Auf dem Weg zum Feldtag der SWISS NO-TILL, machten wir im Inforama Rütti Halt und bezogen unsere Zimmer. Jeder bekam noch ein Sandwich und Wasser, damit der Bauch bis zum Abend nicht zu laut knurrt. Die Dusche tat sehr gut und nach kurzer Pause ging es dann weiter. Letzter Punkt des ersten Tages, war die jährliche Feldkonsultation der SWISS NO-TILL. Der Feldtag fand dieses Jahr auf dem Betrieb von Reto Minder in Jeuss oberhalb des Murtensee statt. Die Feld-rundfahrt war top organisiert und so wurden uns an 6 Stationen Mais, Zuckerrüben, Weizen, Tabak, Mais in Direktsaat und eine GPS Präsentation gezeigt. Einige Schweizer Industrievertreter zeigten ebenfalls ihre Produkte. Da die Produktnamen leider unterschiedlich sind, halfen hier nur die Kenn-tnisse der Wirkstoffe weiter. Damit war eine "Umschlüsselung" auf unsere deutschen Produkte möglich und zeigte uns, dass die Mittel doch weitgehend identisch sind. Beeindruckend war die Gastfreundschaft der Schweizer, die ganz selbstverständlich auf ihr Schwyzerdütsch oder Französisch verzichteten, damit wir Deutschen alles verstehen konnten. Nach einem viel zu kurzen Zusammensein mit leckerem Salat, Würstchen und typischen Schweizer Spezialitäten in der Tabakscheune von R. Minder ging es um 22:30 Uhr zurück ins Inforama Rütti zur "Nachtruhe". |
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Am Freitag wurden nach dem Morgenessen (typisch schweizerischer Begriff) zunächst die Versuchsflächen Oberacker vom Inforama Rütti besichtigt. Hier sind seit nunmehr über 10 Jahren Dauerparzellen mit Mulch- inzwischen auch Direktsaat und der konventionellen Pflugfurche angelegt. Andreas Chervet gab uns einiges an Hintergrundinformationen zu seinen Versuchen. Wichtige Hinweise auf die mikrobiellen Nährstoffabläufe und die Zusammenhänge der Mikronährstoffe im Boden erhielten wir von Dietmar Näser, Berater aus Sachsen, welcher auch für die kurze Demonstration in die Schweiz gereist war. Anschließend ging es nach Seedorf auf den Betrieb von Hanspeter Lauper. Hanspeter Lauper ist Lohnunternehmer und importierte eine amerikanische JD MaxEmerge. Er und seine Mitarbeiter haben die Maschine mit Hilfe von CAD und sehr viel Elektronik auf seine speziellen Anforderungen angepasst. Inzwischen ist er in der Lage, fast alle Früchte einschl. Getreide mit Einzelkorndosierung aus-zudrillen. Nach dem Mittagessen im Inforama Ins ging es dann Richtung Genfer See. |
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| In Aubonne bewirtschaftet Christian Streit mit seiner Familie einen Ackerbaubetrieb mit Weingut. Schlecht zugeschnittene Flächen werden mit Hilfe der Schweizer Ausgleichszahlungen geschickt nicht bewirtschaftet. Eine größere Baumaßnahme wurde genutzt, um eine Druckleitung für die Beregnung über eine größere Strecke über fremde Flächen zu verlegen. In Zeiten zu denen nicht beregnet wird, wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. Daneben werden noch 6 ha Wein angebaut. Zum Verarbeiten der Traubenernte wird keine eigene Kellerei vorgehalten, sondern die Kellerei der Genossenschaft genutzt. Durch die recht große Menge werden die Trauben in einem extra Keltergang verarbeitet. Dadurch konnten wir vor dem abschließenden Grillen noch den Wein der gerade besichtigten Flächen verkosten. Besonders der Gewürz Trabiner hatte es einigen Reiseteilnehmern sehr angetan. Nach interessanten Gesprächen in der stimmungsvollen Maschinen-Halle ging es gegen 22:00 Uhr zurück ins Inforama Rütti. Dort ließen sich einige Teilnehmer den frisch erworbenen Wein noch auf den gemütlichen Sitzecken des Inforama schmecken. Am Samstagmorgen verabschiedete sich Dr. Wolfgang Sturny von uns. Mit seinen informativen Erklärungen sowie Hinweisen zur Schweiz und ihren Eigenarten hatte er uns die Busfahrten erheblich verkürzt. |
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| Nun ging es zurück Richtung Deutschland. Von einem Rasthof nahmen wir dann Jens Heisrath von der Agrarberatung ABIP mit. Er führte uns zunächst zu der Agro-Tech GmbH. Die Agro-Tech wird als Arbeitserledigungs GmbH geführt. Die Flächen und die Betriebe bleiben damit eigenständig. Die Agro-Tech GmbH nutzt die 2500 to Getreidehalle gemeinsam mit unserem nächsten Besuchsbetrieb. Die Familie Steimle setzt neben Ackerbau und Schweinemast auf Grünspargel. In der modernen Maschinenhalle durften wir Grün-Spargel satt genießen. Nach dem Essen stand wieder „Arbeit“ auf dem Programm: Herr Heisrath präsentierte uns die umfangreichen Feldversuche der ABIP. Einigen wurden die Fachgespräche in der Mittagshitze zu lang, aber gerade bei den Gräser Herbizid Versuchen war ausreichend Gesprächsstoff vorhanden. Nach einer kurzen Pause im Hotel zum Duschen und Abspülen des Staubes ging es zur Fam. Hezel nach Irslingen. Bemerkenswert sind die großen Hallenflächen. Alle Richtung Süden ausgerichteten sind inzwischen mit Photovoltaik Anlagen belegt, so das insgesamt 350 kW erzeugt werden können. |
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| Am Abend gab es dann den obligatorischen Abschlussabend. Wie schon öfter geschehen, wurden die Neu-Mitglieder auf Ihre Fachkunde in der pfluglosen Bewirtschaftung überprüft. Bei fehlerhaften Antworten wurde den Kandidaten „Akteneinsicht“ gewährt, um die Wissenslücken zu schließen. Abschließend wurde Burkhard Fromme für seine Verdienste an dieser Fahrt (Pünktlichkeit und Antreiben) zum „Ritter“ geschlagen. Der letzte Tag war der Rückfahrt vorbehalten. Einige PKW wagten es ebenfalls die Autobahn zu benutzen und so musste der Busfahrer mehrmals recht heftig mit Hilfe von Lichthupe und Hupe für freie Bahn sorgen. Bis auf diese kleinen Zwischenfälle, eine vorgestellte Uhr und sehr trockener Luft verlief die Rückfahrt ereignislos. |
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| Ich möchte im Namen aller Teilnehmer ein ganz herzliches Danke an Dr. Jana Epperlein, Burkhard Fromme, Jörg Wagner und Paul Praßler für Vorbereitung und Organisation dieser tollen Fahrt aus-sprechen. Weiterhin ein ganz großes Dankschön an Dr. Wolfgang Sturny für die gute Unterbringung mit Versorgung im Inforama Rütti und die fachkundige Führung durch die Schweiz mit den vielen Informationen während der Tage in der Schweiz. |
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